Ein Spieler macht den Unterschied aus bei Wackers Westfalenliga-Premiere

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Der SV Wacker Obercastrop hat bei seiner Westfalenliga-Premiere ein besonderes Spiel hingelegt. Die Höhepunkte: Zwei Rote Karten ohne Auswirkung auf das Geschehen auf dem Kunstrasen und ein Tor.

Obercastrop

, 06.09.2020, 20:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch nie in ihrer Vereinsgeschichte sind die Fußballer des SV Wacker Obercastrop zu einem Spiel in der Westfalenliga aufgelaufen. Das Datum der Premiere am Sonntag, 6. September, wird jetzt in die Annalen des Klubs von der Karlstraße eingehen.

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Die Stimmung war super, die Vorfreude auf die hohe Spielklasse stand förmlich allen Protagonisten ins Gesicht geschrieben. Und die Mannschaften ließen sich nicht lumpen. 96 Minuten (mit Nachspielzeit) sollten folgen. Es ging rauf und runter. Manchmal auch sehr kompromisslos in den Zweikämpfen.

So wurde Moritz Budde im vollen Tempo so von den Beinen geholt, dass das schon beim Zuschauen wehtat. Zum Glück konnte der Wacker-Kapitän weitermachen. Der Übeltäter bekam nur die Gelbe Karte.

Zwei Rote Karten für Gäste-Spieler

Zweimal Rot gab es dagegen in der 28. Minute für zwei Gäste-Akteure, die gar nicht auf dem Feld waren. Schiedsrichter Yannick Rupert (Dortmund) schickte die Auswechselspieler Florian Brüser und Stephan Stettner wegen lautstarker Beschwerde von der Bank hinter die Barriere. Die Gäste waren natürlich erzürnt. So sagte Gerlingens Trainer Stefan Breuer hinterher: „Die Rufe kamen von den Zuschauern hinter uns, meine Spieler hatten damit nichts zu tun.“

Der Schiedsrichter ließ sich nicht umstimmen. Und der Fußball rollte wieder. Und wie. Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu sagte: „Wir wissen jetzt, wie die Westfalenliga tickt.“ Es war schon ein hartes Stück Arbeit um die ersten drei Punkte. Gesichert hat das natürlich wieder in Elvis Shala ein Spieler, der in den letzten Wochen schon manche spektakuläre Tore erzielte.

Es genügte ein Steilpass von Robin Franke in der 31. Minute. Shala lief alleine auf das Tor zu und verwandelte zum 1:0 sicher. FSV-Trainer Breuer sah das so: „Es hat aus unserer Sicht der falsche Mann den Ball bekommen.“

Dass der eine Treffer schließlich schon die Entscheidung bedeuten sollte, ahnte noch kaum jemand. Die Obercastroper verpassten einige Male gute Chancen, beruhigter das Spiel herunterspielen zu können. Shala verzog den Ball aus 16 Metern am langen Pfosten vorbei. Ein ganz tolles Ding lieferte Julian Ucles Martinez ab. Volley nahm der Spanier den Ball und donnerte ihn aus 16 Metern an den linken Pfosten. Das waren sehr gute Gelegenheiten, die da verpufften. So unkte schon der frühere Stürmer Rolf Kienemund hinter der Barriere: „Wenn das mal gut geht.“

Wacker-Torwart Gehrmann rettet mehrfach

Und in der Tat. Gerlingen kam in der zweiten Halbzeit mit langen Bällen immer wieder gefährlich vor das Tor von Nils Gehrmann, der den „flitternden“ Keeper David Scholka vertrat. Einmal musste Gehrmann Haut und Haar riskieren, rammte bei seinem riskanten Einsatz in der Luft den Kollegen Ucles Martinez, der ein paar Minuten behandelt werden musste. Und einmal war es doch vergeblich. Zum Glück landete ein Gäste-Knaller nur am oberen rechten Winkelkreuz.

Am Sonntag, 13. September, geht die Westfalenliga-Reise weiter für die Wackeraner. Dazu fahren sie zum TuS Hordel nach Bochum.

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