Ein Sportlicher Leiter streift das Trikot über

Auf der Außenbahn

Ein Sportlicher Leiter wurde am Wochenende sportlich aktiv, ein einstiger Fußballprofi zeigte Mitleid mit dem unterlegenen Team und ein Geschäftsführer kämpfte mit Computer-Problemen. Diese und weitere Geschichten von den heimischen Sportstätten lesen Sie hier, "Auf der Außenbahn".

CASTROP-RAUXEL

28.09.2015, 13:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Uwe Jasik, Sportlicher Leiter des VfB Habinghorst / SG Eintracht/Genclik II - VfB Habinghorst II. Foto Jens Lukas

Uwe Jasik, Sportlicher Leiter des VfB Habinghorst / SG Eintracht/Genclik II - VfB Habinghorst II. Foto Jens Lukas

Uwe Jasik, Sportlicher Leiter des VfB Habinghorst, machte der Aufgabe im Vorstand alle Ehre - und war am Sonntag sportlich aktiv. Jasik wurde nämlich beim Spiel der Zweitvertretung der Habinghorster beim SC Pantringshof in der 74. Minute für Marius Kinsler eingewechselt. Am Ergebnis konnte Jasik nicht mehr rütteln, der VfB musste nach einer 3:1-Führung ein 3:3-Unentschieden hinnehmen.

Norbert Witczak, einst Fußballprofi "mit eingebautem Tor-Instinkt", ist Dauergast auf den Castrop-Rauxeler Fußballplätzen. Am Sonntag in Frohlinde zeigte der Rentner indes Mitleid mit den Abwehrspielern aus Hillerheide. Vor allem das Kopfballtor zum 2:0 nach einem Eckball von Stefan Tiedke hatte es ihm angetan. Witczak: "Die Abwehrspieler können einem schon leid tun, wenn ihnen solche Kleiderschränke entgegenfliegen."

Jürgen Maurer, Ur-Merklinder, der auch schon bei der Spvg Schwerin und dem FC Frohlinde einst seine fußballerischen Spuren hinterließ, hatte am Sonntag quasi ein Déjà-vu-Erlebnis. Aus Herne-Süd kommend, wo Merklinde 3:0 gewonnen hatte, schaute er dann noch beim FC Frohlinde vorbei. Auch dort endete die Partie bekanntlich 3:0, wobei Maurer sich gerade vor dem 1:0 zu einer Kaffeepause verabschiedete und das erste Tor somit wahrscheinlich gar nicht gesehen hat.

Mathias Hipe, Fußballspieler der Spvg Schwerin in der Fußball-Bezirksliga und Torschütze zum 2:0 bei Eintracht Datteln, hat am Freitagabend eine zusätzliche Laufeinheit schon vor dem Training eingelegt. Da wurde der "Blau-Gelbe", der in Dortmund wohnt, zu Fuß gehend auf dem Schweriner Hellweg gesehen. Das nennt man umweltfreundlich. Hipe hatte seine Sporttasche geschultert und ließ sich dazu noch die Zeit bis zum Platz mit Musik aus weißen Kopfhörern berieseln.

Joachim Soba, Geschäftsführer der SF Habinghorst (Fußball-Kreisliga B), hatte in den vergangenen Wochen oftmals mit Computer-Problemen zu kämpfen. Das Internet-Portal fussball.de zeigte als Heimspielstätte der Sportfreunde automatisch die Glückauf-Kampfbahn an, obwohl diese derzeit saniert wird - und die Partien der Habinghorster stattdessen an der Uferstraße stattfanden. Soba informierte daraufhin mehrfach den Fußballkreis per E-Mail, da er die Fehlinformation über das SF-Konto nicht ändern konnte.

Ulf Schwemin, Fußball-Trainer des SuS Merklinde in der Kreisliga A, fuhr mit seinem Team am Wochenende einen für ihn ganz besonderen Sieg ein. Bei der Zweitvertretung seines Heimatvereins BV Herne-Süd, bei dem Schwemin noch als 2. Jugendleiter und D-Junioren-Trainer aktiv ist, gewann Merklinde mit 3:0. "Jetzt muss ich mir in nächster Zeit auf dem Sportplatz keine Häme gefallen lassen", freute sich Schwemin.

Thomas Hengst, Trainer der Handballerinnen des TuS Ickern 2 in der Kreisliga, musste mit seinem Team am Sonntag unter erschwerten Bedingungen antreten. Aufgrund einiger Erkrankungen standen dem TuS nur sechs Feldspielerinnen zur Verfügung. Da eine Akteurin berufsbedingt nur wenige Minuten mitwirken konnte, trat Ickern 53 Minuten lang in Unterzahl an. Dennoch hielt das TuS-Team den Rückstand bis zur Schlussphase in Grenzen, erst dann zog Bochum auf 30:19 davon. Hengst attestierte seiner Minimalbesetzung "eine tolle Leistung".

Claus Pagenkämper, Trainer der Bezirksliga-Fußballerinnen von Victoria Habinghorst, konnte am Sonntag seinen Gang zur Urne bei der Bürgermeister-Stichwahl mit einem sportlichem Thema verbinden. Im Wahllokal traf der Coach nämlich auf Michael Schmidt, seines Zeichens Geschäftsführer von Arminia Ickern und am Sonntag Wahlhelfer. Mit ihm konnte Pagenkämper endgültig den Wiederholungstermin für das Kreispokal-Spiel zwischen Habinghorst und Ickern fixieren. Gespielt werden soll am Mittwoch, 7. September, auf dem Platz des SuS Pöppinghausen.

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