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Ein Trio für den Castroper TV und TuS Ickern

Handball

Das Handball-Geschehen beim Castroper TV in den vergangenen beiden Jahrzehnten ist eng mit dem Namen Copar verbunden: Vater Ulrich hat die CTV-Frauen einst als Trainer von der Kreis- in die Landesliga geführt, Sohn Matthias ist heute als Abteilungsleiter verantwortlich. Auch seine Schwester Kathrin ist als Handballerin aktiv.

CASTROP-RAUXEL

, 25.12.2016 / Lesedauer: 3 min
Ein Trio für den Castroper TV und TuS Ickern

Drei Copars teilen die Leidenschaft für den Handballsport: Vater Ulrich (rechts), Sohn Matthias und Tochter Kathrin – hier auf dem Parkett in der Heim-Spielstätte des Castroper TV, der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule.

Auch Kathrin Copar hat noch 2013 für Castrop in der Kreisliga gespielt. Ihr komplettes Team schloss sich dann aber dem TuS Ickern an, für den sie heute in der zweiten Mannschaft aufläuft.

„Dass Kathrin jetzt nicht mehr beim CTV spielt, ist für uns kein großes Thema“, sagt Matthias Copar. Ohnehin haben auch die anderen beiden Handball spielenden Mitglieder der Familie Copar eine Vergangenheit beim TuS Ickern. Vater Ulrich trainierte dort einst die Frauen, auch Matthias begann im Castrop-Rauxeler Norden seine Laufbahn als Handballer.

Zum CTV brachte ihn dann ein anderer Copar – sein Onkel Jürgen, der damals als Geschäftsführer eine neue Jugendmannschaft bei den Castropern aufbaute, heute allerdings nicht mehr im Handballsport aktiv ist.

Sein Neffe Matthias wurde bereits als Jugendlicher im Alter von 16 Jahren Geschäftsführer der CTV-Handballer. „Ich kann mich gut erinnern, dass ich damals noch gar keinen Führerschein hatte und Papa mich immer im Auto zu Sitzungen mitnehmen musste.“

Sein Vater selbst ist seit 18 Jahren auf höchster Ebene als Funktionär für den Handballverband Westfalen tätig. Als Vize-Präsident zeichnet Ulrich Copar für den Bereich Finanzen verantwortlich. In seiner Eigenschaft als Trainer hat der Vater nur selten mit seinen Kindern gearbeitet. Kathrin Copar trat in einigen Spielen der damaligen Bezirksliga-Mannschaft des CTV unter seiner Regie auf.

Auch Matthias Copar trainierte zeitweise unter der Ägide seines Vaters, als Ulrich für einige Monate als Trainer der Männer des CTV einsprang. Später wirkte der Sohn auch in Ulrichs Trainerstab bei den Bezirksliga-Frauen mit. „Ich habe mich mit meinem Vater immer gut verstanden“, betont Matthias.

Auch die räumliche Nähe zwischen Vater und Sohn, die im selben Haus am Stadtmittelpunkt wohnen, ist nach wie vor gegeben. Viel über den CTV erfährt Ulrich Copar auf dem kurzen Dienstweg allerdings nicht. „Matthias ist in der Hinsicht keine Plaudertasche“, kommentiert der Vater, „ich muss schon immer erst nachfragen, bevor er etwas über den Verein erzählt.“

In der Tat werde bei Familientreffen heute nicht mehr so viel über Handball gesprochen wie in der Vergangenheit, bestätigt Matthias. „Wenn meine Schwester bei uns ist, erkundige ich mich aber zum Beispiel immer, wie ihre Spiele mit dem TuS Ickern gelaufen sind.“

Kein Hallenverbot für die Mutter

Nur Mutter Gisela hat nie den direkten Zugang zum Handballsport gefunden. „Ich kann mich auch nur an ganz wenige Spiele erinnern, bei denen sie mit dabei war“, sagt Matthias. Er vermutet scherzhaft ein Hallenverbot, weil in Anwesenheit der Mutter zu oft verloren wurde.

„Solche Sprüche gab es tatsächlich schon mal“, sagt Gisela Copar schmunzelnd. Der Grund für ihre Abwesenheit sei aber ein anderer gewesen. „Als Uli noch selbst gespielt hat und die Kinder in der Jugend aufgelaufen sind, war ich noch häufiger in der Halle“, berichtet sie, „irgendwann fehlte mir dann aber einfach die Zeit dafür.“

Matthias Copar wird im Frühjah 2017 sein Amt als Leiter der Handball-Abteilung des Castroper TV niederlegen. Dies gab der 34-Jährige gegenüber dieser Redaktion bekannt. Er führte unter anderem private Gründe für seine Entscheidung an.

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