Einmal filmen - zweimal analysieren

Auf der Außenbahn

Unter Brüdern hilft man sich - auch wenn man Trainer konkurrierender Teams ist. So machen das jedenfalls die Dülfer-Brüder beim Korfball und nutzen gemeinsame Filmaufnahmen. Ein Fußball-Profi tauscht Schuhe gegen Kochschürze, ein Handball-Trainer schwingt das Tanzbein und bei der Partie des FC Frohlinde fröstelt es.

CASTROP-RAUXEL

, 18.11.2014, 13:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Detlef Dülfer (re.), Coach des HKC Albatros, und sein Bruder Rüdiger (links) Trainer des Schweriner KC, treffen zum Regionalligaauftakt mit ihren Teams aufeinander.

Detlef Dülfer (re.), Coach des HKC Albatros, und sein Bruder Rüdiger (links) Trainer des Schweriner KC, treffen zum Regionalligaauftakt mit ihren Teams aufeinander.

Rüdiger Dülfer, Trainer des Korfball-Regionalliga-Meisters Schweriner KC, arbeitete am Sonntag in der ASG-Sporthalle quasi als Kameramann für seinen Bruder Detlef Dülfer. Mit seinem Digital-Camcorder filmte er die Partie des Teams des Bruders, HKC Albatros, gegen den KV Adler Rauxel (15:30). Nach dem Abpfiff überspielte Rüdiger Dülfer die Film-Datei auf den Computer des Albatros-Trainers. Detlef Dülfer klärte auf: "Rüdiger hat das Spiel auch aufgenommen, weil er in zwei Wochen gegen Rauxel spielt. So brauchte ich meine Kamera nicht aufbauen."Marc Kruska, Castrop-Rauxeler Fußball-Profi in Diensten des Zweitligisten FSV Frankfurt, tauschte in der vergangenen Woche Trikot und Fußballschuhe gegen Servierschürze und Küchen-Schneidewerkzeuge ein. Bei traditionellen "Mannschaftskochen" der Hessen in einem Frankfurter Hotel war Kruska mit von der Partie und bekochte mit seinen Teamkollegen mehr als 150 Ehrengäste, Sponsoren und Freunde des Vereins.

Stephan Pade, ehemaliger Trainer der Handballer des TuS Ickern und der HSG Rauxel-Schwerin, bewegte sich am Wochenende in der Mensa der Willy-Brandt-Gesamtschule auf einem ganz anderen Parkett. Mit seiner Partnerin nahm er am Benefiz-Tanzturnier der TSG Castrop-Rauxel teil. 1400 Euro kamen dabei für einen guten Zweck zusammen.Robert Mathis, Leiter der Sparte Fußball im Stadtsportverband, hatte sich am Sonntag als Zuschauer die Bezirksliga-Begegnung des FC Frohlinde gegen Marl-Hüls II (1:1) ausgesucht. Erst als er auf dem Sportplatz ankam, bemerkte er, dass er seinen Mantel daheim gelassen hatte. So musste er bei der Partie im Dauerregen und dunklen Wolken nur im Anzug ausharren. Als der Schiedsrichter dazu aufforderte das Flutlicht anzuschalten, bemerkte Mathis danach mit einem Schmunzeln im Gesicht: "Ist ja jetzt fast so, als würde die Sonne scheinen."

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