Eleganter Wischer putzt bei Ickerner Handballern

Auf der Außenbahn

Bei den Handballern des TuS Ickern erschien der "Fußbodenwischer" in einem ungewöhnlichen Auftritt. Wie der Hallensprecher darauf reagierte und was sich sonst noch Kurioses auf den heimischen Sportanlagen abspielte, lesen Sie hier, "Auf der Außenbahn".

CASTROP-RAUXEL

, 02.03.2015, 15:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Yorck Polus, aus Castrop-Rauxel stammender Sport-Moderator des ZDF, war im schwedischen Falun bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften im Einsatz. Dabei war der ansonsten so Routinierte bei einem Vorschau-Schwenk von den Kombinierern zu den Sprung-Spezialisten nicht aktuell auf der Höhe. Der Europastädter hatte die Chancen des jungen Deutschen Andreas Wellinger auf der großen Schanze aufgezählt, als ihn der österreichische Experte an seiner Seite, Toni Innauer, darauf hinwies, dass das deutsche Talent wegen einer Erkrankung gar nicht antritt. Polus zeigte sich nur kurz irritiert: „Oh, davon wusste ich nichts.“ Am Schluss, nach der Goldmedaille für Severin Freund, war eh alles andere vergessen.

Fabian Wolf, Trainer der Kreisliga-Handballerinnen des TuS Ickern, absolvierte am Sonntag einen langen Handball-Abend. Nachdem seine Schützlinge mit einem 39:11-Kantersieg gegen den VfB Günnigfeld ihre Tabellenführung gefestigt hatten, stand Wolf noch selbst als Spieler auf dem Parkett. In der Partie mit seinem Verein TV Eintracht Lütgendortmund (1. Kreisklasse), die erst um 19.45 Uhr angeworfen wurde, war der TuS-Übungsleiter allerdings nicht ganz so erfolgreich: Die Lütgendortmunder verloren beim TuS Wellinghofen 2 knapp mit 22:23.

Friedhelm Reimann vom TuS Ickern ist bei den Heimspielen der Landesliga-Handballer unter anderem für die Säuberung des Hallenbodens zuständig, wenn dies vom Schiedsrichter eingefordert wird. Am Sonntag, beim 29:23-Sieg gegen Bergkamen 2, kam Reimann dieser Aufgabe in eleganter schwarzer Kleidung nach. Hallensprecher Thomas Schröder ließ es sich nicht nehmen, das ungewohnte Outfit des „Wischers“ mit launigen Worten einzuordnen: „Gerade noch beim Tanzen, jetzt schon hier in der Halle“ und „Black Ryman“ gab er als Kommentare zum Besten.

Michael Wurst, jetzt Fußballtrainer mit Stefan Hoffmann beim FC Frohlinde, kann natürlich die oft von Trainern genannte Entschuldigung „Ich kann ja nicht selbst die Tore schießen“ als spielender Coach so nicht sagen. Im Gegenteil. Wurst führt sogar nach der Winterpause die Trefferliste der Bezirksliga mit 16 Toren an. Und traf wie selbstverständlich auch beim Elfmeterschießen nach dem 1:1 im Testspiel gegen den BSV Schüren, wie Trainerkollege und Freund Hoffmann („Einer muss das Bier ja zahlen“). Dem schickte Entertainer Wurst nach dessen Elfer-Treffer noch einen besonderen Glückwunsch hinterher: „Gut gemacht, Stefanie“.

Holger Holz, Torwart und Fitnesstrainer beim FC Frohlinde, hat ja bekanntlich immer einen lockeren Spruch an der Seitenlinie auf den Lippen. Zum Beispiel als er mal aufgefordert wurde, einem Spieler mit offener Wunde zu helfen, flachste er: „Was soll ich denn da mit meiner Eisflasche machen?“ Am Sonntag witzelte er über die Frisur eines eingewechselten Gäste-Akteurs. Holz, der gerade in eine neue Wohnung in Nähe des Sportplatzes gezogen ist, hatte die Lacher am Rande der Auswechselbank auf seiner Seite, weil ihn der ungewöhnliche Haarschnitt an seinen „Rasierpinsel“ daheim erinnert haben soll.

Maik Lilienthal, Fußballer beim TuS Henrichenburg III (Kreisliga C), stellte zuletzt unter Beweis, dass er ein treuer und genauer Leser dieser Zeitung ist. Er meldete sich nach einem Bericht an dieser Stelle über die Totenkopf-Spielführerbinde von Beatrice Wontora vom SuS Pöppinghausen. Lilienthal sagte: „Auchich als Spielführer von Henrichenburg III trägt eine solche Binde, seit dem ersten Spieltag.“ Wie auch Beatrice Wontora ist auch Maik Lilienthal kein Fan des FC St. Pauli, von wo das Accessoire stammt. Er ist Anhänger von Borussia Dortmund. Und gibt in drei Monaten die schwarze Piraten-Binde – weil er als dann 36-Jähriger zu den Altherren des TuS wechseln will.

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