FLVW sagt Turniere ab – Was das für die Hallen-Meisterschaft der Jugend in Castrop-Rauxel bedeutet

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Wegen Corona wird der FLVW keine eigenen Jugend-Hallenturniere ausrichten. Auch beim Stadtsportverband in Castrop-Rauxel ist eine Entscheidung zu der Jugend-Hallenstadtmeisterschaft gefallen.

Castrop-Rauxel

, 09.09.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Seniorenfußballer sind am vergangenen Sonntag nach langer Corona-Pause in die Saison gestartet. Für die Jugendfußballer in Castrop-Rauxel hat es am Dienstagnachmittag jedoch wenig erfreuliche Nachrichten gegeben.

Ihre Stadtmeisterschaft wird in der Saison 2020/2021 definitiv nicht stattfinden, teilte Carsten Cwik, Leiter der Sparte Fußball im Stadtsportverband (SSV) auf Anfrage dieser Redaktion mit.

Er reagierte damit auf eine Mitteilung, die der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) am Mittwochnachmittag herumgeschickt hatte. Darin heißt es, dass der Verband keine eigenen Turniere ausrichten werde.

FLVW sagt traditionsreiche Turniere ab

Über den Beschluss des Verbands-Jugend-Ausschusses (VJA) hat das Gremium am Samstag die Vorsitzenden der Kreis-Jugend-Ausschüsse (KJA) in der Jugendbeirats-Videokonferenz informiert. Der Beschluss wurde aufgrund der Coronavirus-Pandemie und dem damit verbundenen Infektionsschutz gefällt.

Prominentestes „Opfer“ der Turnierabsage ist der ARAG Cup. Das U12-Sichtungsturnier, das traditionell zu Jahresbeginn im SportCentrum Kaiserau an sechs Turniertagen und mit insgesamt mehr als 300 Spielerinnen und Spielern ausgetragen wird, hätte in den ersten Januartagen 2021 bereits zum 50. Mal stattgefunden.

„Die Absage dieses Jubiläums tut besonders weh. Aktuell können wir uns aber nicht vorstellen, so viele Menschen konform mit einem Hygienekonzept in unserer Sporthalle begrüßen zu können“, bedauert VJA-Vorsitzender Harald Ollech. „Wir haben als Verband eine Verantwortung gegenüber den Spielerinnen und Spielern und den zahlreichen Eltern und Großeltern, die immer gern zum ARAG Cup nach Kaiserau kommen, um die Kinder anzufeuern.“

„Lieber darauf verzichten, auch wenn es weh tut“

Der VJA-Vorsitzende schränkt zwar ein, dass man nicht wisse, wie sich die Lage bis Januar 2021 entwickele, aber: „Eine sorgfältige Turnierplanung ist aktuell aufgrund der vielen Unvorhersehbarkeiten einfach nicht möglich“. Gleiches gilt auch für das AOK-Hallenmasters der B-Juniorinnen, das in den vergangenen Jahren in Ibbenbüren ausgespielt wurde. Die inoffizielle Westfalenmeisterschaft und gleichzeitig beliebtes „Klassentreffen“ des überkreislich spielenden Nachwuchses hätte 2021 bereits seine 16. Auflage erfahren.

Ob und inwieweit die Entscheidung des VJA auch für Hallenkreismeisterschaften oder Vereinsturniere richtungsweisend sein kann, vermochte Harald Ollech allerdings noch nicht zu sagen: „Wir müssen das Infektionsgeschehen und die Vorgaben der Landesregierung abwarten. Im Zweifel raten wir den Kreisen und Vereinen aber: Lieber darauf verzichten, auch wenn es wehtut. Die Gesundheit geht aber eindeutig vor.“

Cwik sucht trotz Absage noch Ausrichter

Cwik hält sich an diesen Rat und hat sich gemeinsam mit Ulrich Müller, dem Vorsitzenden des SSV in Castrop-Rauxel, für eine Absage entschieden. „Auch wenn es schade ist, können wir das Turnier unter den Umständen mit der Corona-Pandemie nicht stattfinden lassen“, sagt Cwik.

Die SG Castrop hatte sich bereit erklärt, das Turnier ausrichten zu wollen. Obwohl die Stadtmeisterschaft nun nicht stattfinden wird, wartet Cwik noch bis zum Donnerstag (10.9.) auf weitere Bewerber. Sollte es die nicht geben, würde er der SG das Vorrecht erteilen, das Turnier im darauffolgenden Jahr auszurichten.

Ein Termin dafür steht noch nicht fest. Die Jugend-Stadtmeisterschaft hätte in dieser Saison am 9. Januar sowie am 13. und 14. Februar 2021 ausgetragen werden sollen.

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