Frohlinde ist weit entfernt von der Bestbesetzung

rnFußball-Wochenende

In der Fußball-Landesliga hat Spitzenreiter FC Frohlinde arge Personalprobleme vor dem Duell mit Mühlhausen-Uelzen. Die Vorberichte zu allen Partien bis zur Kreisliga B.

Castrop-Rauxel

, 30.03.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 5 min

An der Spitze der Fußball-Landesliga zieht der FC Frohlinde einsam seine Kreise. Die Partie am Sonntag, 31. März, gegen den Abstiegskandidaten wird allerdings wohl nicht zum Selbstläufer werden.

Mühlh.-Uelzen - FC Frohlinde

(So, 15.15, Zum Osterfeld 13)

Vor einer ganz schwierigen Aufgabe steht Spitzenreiter FC Frohlinde. Zum einen gilt Mühlhausen-Uelzen trotz des Abstiegsplatzes (16.) als heimstark, zum anderen plagen Frohlinde am Sonntag große Personalprobleme. Es fallen sechs Spieler aus.

Dietrich Liskunov, Elvedin Ceric und Timo Janicki sind verletzt. Dominik Behrend, der im Hinspiel beide Tore zum 2:0 erzielte, ist beruflich verhindert. Marc Flaczek fehlt nach seiner zehnten Gelben Karte und Lukas Kothe nach seiner fünften Gelben, die er sich am Vorsonntag bei der zweiten Mannschaft einhandelte.

Dennoch wollte Trainer Michael Wurst nicht über Gebühr jammern: „Wir werden trotzdem noch eine starke Mannschaft auf den Rasen schicken.“ Da der FCF-Coach wohl nur zwei Leute auf der Bank sitzen hat, will er auf jeden Fall seine Fußballschuhe mitnehmen. Wurst sagte am Freitag: „Man weiß ja nie, wie es läuft.“ Gut gelaufen ist es zuletzt bei André Muth. Der kam erst in der 57. Minute für Liskunov ins Spiel und entschied mit einem Hattrick (70./71./87.) zum 3:0 das Spiel gegen die DJK Wattenscheid.

Frohlinde ist weit entfernt von der Bestbesetzung

Am Sonntag für Wacker Obercastrop nicht eingreifen kann David Queder (l). Er ist im Urlaub. © Volker Engel

W. O´castrop - Vikt. Resse

(So, 15.15, Erin-Kampfbahn)

Nach drei Siegen in Folge kann die Brust bei den Kickern des SV Wacker Obercastrop (6.) in der Fußball-Landesliga breiter nicht sein. Aber aufgepasst! Die Gäste von Viktoria Resse (10.) haben aus den vergangenen fünf Spielen zwei Siege und ein Unentschieden geholt. Das Remis zuletzt gegen den VfB Günnigfeld, der in der Erin-Kampfbahn vor 14 Tagen trotz eines 1:4 eine gute Figur abgab.

4:1 hatte Obercastrop das Hinspiel gegen den Sonntags-Gegner gewonnen. Und in Sven Jubt hat Resse einen Offensivmann in vorderster Linie, der wie Wackers Sascha Schröder 14 Tore bislang erzielt hat. Nicht nur deshalb hebt Wacker-Coach Aytac Uzunoglu warnend den Zeigefinger: „Resse ist ein unangenehmer Gegner, der diese Saison immer mal wieder gute Ergebnisse einfahren konnte – aber manchmal auch überraschend Punkte verlor.“

Weiter argumentierte Uzunoglu: „Wir müssen bereit sein wieder Vollgas zu geben und dürfen nicht nachlassen. Wir haben uns zuletzt eine gute Ausgangssituation erarbeitet, die keine Nachlässigkeit erlaubt.“ Nicht im Kader sind drei Spieler. Bei Marius Nolte, der monatelang mit einer Fußverletzung ausfiel, brach die alte Verletzung wieder auf. David Queder ist im Urlaub. Marcel Herder hat einen Krankenschein.


Castrop-Rauxel. Unterschiedlicher können die Vorzeichen vor dem 23. Spieltag nicht sein in der Fußball-Bezirksligisten. Während die SG Castrop am Sonntag, 31. März, daheim gegen die Sporfreunde Stuckenbusch (11.) aus Recklinghausen ihren Aufstiegstraum lebt, umweht die Spvg Schwerin (10.) Abstiegsluft beim Spitzenreiter SV Vestia Disteln. Ein Paradoxum: Castrops Trainer-Duo Hasecke/Taschke kann mit einem Sieg über Stuckenbusch viel dafür tun, dass die Spvg Schwerin – ihr neuer Klub in der kommenden Saison – nicht weiter in den Abstiegssog gerät.

SG Castrop - Stuckenbusch

(So, 15, Bahnhofstraße)

Der Kampf der SG Castrop(43 Punkte) um den Aufstieg geht in die nächste Runde. Ein Patzer ist nicht erlaubt, will man die Mitkonkurrenten Vestia Disteln (49) oder Westfalia Langenbochum (46), die beide ein Nachholspiel ausstehen haben, im Aufstiegs-Rennen noch abfangen. Nach der Abmeldung des TSV Marl-Hüls in der Westfalenliga, wird eine Aufstiegsrunde der Bezirksliga-Zweiten immer wahrscheinlicher. Denn Marl-Hüls wird nach dem zweiten frühzeitigen Rückzug vom Spielbetrieb in Folge automatisch in die Kreisliga C versetzt.

Frohlinde ist weit entfernt von der Bestbesetzung

Castrops Trainner Dennis Hasecke kann mit einem Sieg seiner SG gegen Stuckenbusch seinem neuen Team der Spvg Schwerin unter die Arme greifen. © Volker Engel

Stuckenbusch steckt nach der Winterpause in der Abwärtsspirale, hat aus vier Spielen nur drei Punkte geholt mit dem Tiefpunkt des 3:9 in Langenbochum. „Dieser Abwärtstrend der Sportfreunde soll bei uns anhalten, wir wollen schließlich Heimspiel-Tabellenführer bleiben“, sagt SG-Trainer Hasecke, dessen Kader personell besser aufgestellt ist als in Marl, wo sogar Co-Trainer Marco Taschke in der Schlussphase spielen musste. Gegen Stuckenbusch sind Dennis Dannemann, Devin Helmig, Kevin Wagener und Manuel Backes zurück.

Frohlinde ist weit entfernt von der Bestbesetzung

Vor Wochenfrist hatte bei der Spvg Schwerin an der Außenlinie Co-Trainer Frank Rupieper (l) das Sagen. Am kommen Sonntag, 31. März, ist Trainer Marco Gruszka wieder vor Ort. © Volker Engel

Vestia Disteln - Schwerin

(So, 15, Fritz-Erler-Straße)

Eine Machbarkeitsstudie musste die Spvg Schwerin wohl nicht in Auftrag geben vor dem Spiel beim SV Vestia Disteln. Alle Zahlen sprechen für den Tabellenführer aus Herten mit 49 Punkten und 56:27 Toren gegenüber Schwerins 28 Zählern und 39:42 Treffern. Insbesondere die vergangenen beiden Spiele der Blau-Gelben mit Niederlagen bei Genclerbirligi Resse (14.) und gegen den FC/JS Hillerheide (15.) lassen in Disteln Böses erahnen. „Das 0:3 im Heimspiel gegen Hillerheide war schon sehr enttäuschend. Wir haben das so gut es ging aufgearbeitet“, sagte Co-Trainer Frank Rupieper am Freitag.

Was ist nun beim Spitzenreiter zu erwarten, der mit Philipp Müller (18 Tore) den Top-Torjäger der Bezirksliga-Staffel 9 in seinen Reihen hat? Rupieper ist optimistisch: „Wir sehen uns nicht chancenlos und sind guter Dinge, in Disteln punkten zu können.“ Positiv: Trainer Marco Gruszka ist zurück nach einem Kurzurlaub plus beruflicher Schulung unter Woche. Fehlen wird Rot-Sünder Felix Zimmermann, der für vier Wochen gesperrt wurde. kli.

Kreisliga A HER

Eine echte Herausforderung wartet am Sonntag, 31. März, in der Fußball-Kreisliga A auf den FC Castrop-Rauxel (8.). Die Elf des FC-Trainerduos Patrick Stich und Yannik Grondin empfängt den Spitzenreiter SG Herne 70.

Heimstarke Herner

Auch wenn Stich betont, dass Herne 70 „zurecht dort oben steht“, rechnet sich der Coach etwas Zählbares aus. „Das Ziel ist ganz klar, die gleiche Sensation zu schaffen wie im Hinspiel.“ Das gewann der FC, der mittlerweile seit September daheim ungeschlagen ist, mit 3:2. Die Marschroute des Trainers für Sonntag lautet „einfache Fehler in der Defensive abzustellen und vorne eiskalt im Abschluss zu sein“.

Dabei muss Stich auf Kapitän Marcel Sola (Rotsperre) und Ayhan Celik (5. Gelbe Karte) verzichten. Zudem drohen zwei bis drei weitere Spieler auszufallen.

Der FC Frohlinde II (10.) trifft auf den Vorletzten TSK Herne. Da die Umkleidekabinen in Herne wegen Legionellen-Befall gesperrt sind, wurde das Heimrecht getauscht. FCF-Trainer Jimmy Thimm muss den Ausfall von gleich elf Spielern verkraften, zudem wird Keeper Max Brandenburger in der ersten Mannschaft spielen. „Wir sind froh, dass wir mit einem großen Kader in die Saison gegangen sind“, betont Thimm, der die Partie gegen den Vorletzten gewinnen will. Wenngleich er sein Team mahnend an das Hinspiel erinnert, das mit 2:3 verloren ging.

Zum Lokalderby lädt der SC Armina Ickern (13.) im von der Redaktion dieser Zeitung zum Spiel des Tages gewählten Partie den SuS Merklinde (11.). Mit einem Erfolg kann die Elf von Arminen-Trainer Stephan Böhm einen weiteren Schritt in Richtung direkten Klassenverbleib machen. Allerdings konnten die Ickerner nur eines der letzten sechs Meisterschaftsduelle mit Merklinde für sich entscheiden. Auch das Hinspiel gewann der SuS mit 2:1.

In der Recklinghäuser Kreisliga A steht der TuS Henrichenburg (16.) auf dem Olfener Sportplatz an der Borker Straße bei Westfalia Vinnum (8.) vor einer Mammutaufgabe. „Stand jetzt haben wir zehn Mann aus unserem Kader verfügbar“, berichtete TuS-Spielertrainer Christian Grum am Donnerstag. Neben den seit Wochen verletzt fehlenden Jonas Drees und Philipp Engel, werden mit Julian Niewind, Lukas Wels und Patrick Scheurer gleich drei Spieler aufgrund einer Gelb-Sperre nicht dabei sein.

Routiniers helfen aus

Ebenfalls ausfallen werden René Niewind, Mathias Köhnen und Philip Wihler. Unterstützung bekommt der TuS aushilfsweise von den Routiniers Raphael Kobylanski und Dino Viotto. Auch wenn die Personalsituation nicht gut ist, wollen die Henrichenburger punkten. „Bei der knappen 2:3-Niederlage im Hinspiel war auch etwas für uns drin“, so Grum.

Die Kreisliga-B-Fußballer des VfB Habinghorst (1.) müssen am Sonntag, 31. März, einen Brocken aus dem Weg räumen, der für sie in der Hinrunde beinahe zum Stolperstein geworden ist. Im von der Redaktion dieser Zeitung ausgewählten Spiel des Tages duellieren sich die Habinghorster ab 15 Uhr in einem Heimspiel mit dem VfB Börnig II (13.).

Zwölf Tabellenplätze trennen die beiden Teams. Das war allerdings nach dem ersten Duell in Börnig Ende September im Ergebnis nicht sichtbar. Das Team von VfB-Trainer Marc Olschewski hatte in Herne „nur“ mit 1:0 die Nase vorn – ein Tor in der 53. Minute von Phil Meyer.

Coach Olschewski erinnerte sich am Freitag an die Begegnung und sagte: „Die Börniger haben sich seinerzeit unfassbar tief reingestellt. Da mussten wir geduldig sein. Das müssen wir Sonntag auch, haben allerdings viele Spieler, die ausfallen. Thomas Bragin, Marius Steger und Andre Trottenberg fehlen definitiv. Dennis Both ist angeschlagen.

Im Rennen um den zweiten Platz, der über eine Relegation in die Kreisliga A führen kann, steht Eintracht Ickern (3.) unter Erfolgsdruck. Gegen die SF Habinghorst/Dingen (9.) muss für das Team von Trainer Erkan Gül ein Sieg her.

Denn Fortuna Herne II (2.) konnte in dem Fernduell einen 1:0-Sieg gegen Victoria Habinghorst vorlegen und hat vor dem Wochenende somit drei Punkte Vorsprung auf die Ickerner. lukas

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt