Frohlinder A-Junioren werden Stadtmeister mit kühlem Kopf und fokussiertem Keeper

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Hoch her ging es im A-Junioren-Endspiel der Fußball-Hallenstadtmeisterschaft am Sonntag. Am Ende behielt der FC Frohlinde die Oberhand - auch weil seinem Torwart Bemerkenswertes gelang.

Castrop-Rauxel

, 12.01.2020, 13:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Norbert Witczak, ehemaliger Berufsfußballer in den 1960er Jahren und aktuell Unterstützter des FC Frohlinde, ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen. Für sein Archiv fotografierte er die jubelnden A-Junioren des FCF, nachdem sie sich den Siegerpokal der Hallenstadtmeisterschaft in der WBG-Sporthalle abholten.

Die A-Junioren des FC Frohlinde sind neuer Hallenstadtmeister.

Die A-Junioren des FC Frohlinde sind neuer Hallenstadtmeister. © Volker Engel

Zuvor hatten die Schützlinge von Trainer Paul Neese im Endspiel an der Bahnhofstraße den Kreisliga-A-Klassenkameraden SG Castrop II mit 4:2 besiegt. Hier trumpfte Frohlindes Keeper Finn Prosenc zu Beginn auf. Neben seinen Paraden gegen SG-Kapitän Lennart Quade gelang ihm etwas Nicht-Alltägliches. Denn der Torwart schoss auch das 1:0 (4.). Mit einem Weitschuss aus 16 Metern, der am linken Pfosten einschlug, überwand er Lucas Dandl im Castroper Gehäuse.

„Keine Anspielstation gefunden“

Finn Prosenc beschrieb die Szene nach der Partie mit den Worten: „Ich habe einfach keine Anspielstation gefunden. Dann habe ich eine Lücke gefunden und einfach einmal draufgehalten.“

Als Carlos Böckenkamp nach einem Doppelpass mit Marc Altmann mit dem Ball zum 2:0 (6.) in das Tor laufen durfte, schien das Finale bereits entschieden zu sein. Zumal Altmann nach zwei Zeitstrafen hüben und drüben auch noch das 3:0 sechs Minuten vor dem Ende gelang. Aber weit gefehlt. Das Team von SG-Trainer Nils Nölle steckte nicht auf. Lennart Quade verkürzte auf 1:3 vier Minuten vor der Schluss-Sirene. Und Yassin Buchantiya netzte freistehend gar zum 2:3 eine Minute vor dem Ende ein.

Suleyman Yigitsoy (l) traf zum entscheidenden 4:3 für Frohlinde.

Suleyman Yigitsoy (l) traf zum entscheidenden 4:3 für Frohlinde. © Volker Engel

Buchantiya hatte sogar noch die Ausgleichs-Chance auf dem Fuß, fand aber in Prosenc seinen Meister. Danach machte sich für die Frohlinder bezahlt, dass sie in der Endspiel-Hektik den kühleren Kopf bewahrten. Denn ganz abgebrüht schoss Suleyman Yigitsoy zum 4:2 (34 Sekunden vor Ende) ein.

Nervöse Castroper

FCF-Trainer Paul Neese sagte nach der Partie: „Ich denke, dass wir im Endspiel auch ein wenig Glück hatten. Wir haben aber durchaus etwas abgeklärter als die Castroper gespielt. Die SG war nervös, weil sie kurz davor stand, als Zweitmannschaft etwas Besonderes schaffen zu können.“

Die Nervosität sah auch Castrops Coach Nils Nölle seinen Schützlingen an. Er erklärte: „Meine Spieler sind nicht so gut mit der Drucksituation des Endspiels zurechtgekommen. Als Zweitmannschaft im Endspiel zu stehen, ist allerdings auch ein echter Erfolg für uns.“

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Im kleinen Finale besiegte die Erstvertretung der SG den Turniergastgeber SV Wacker Obercastrop mit 2:0. Hier zeichneten sich Arion Ajruli und Hannes Müller als Torschützen aus. Spannend waren die Halbfinals. Beide waren erst nach Neunmeterschießen entschieden. Dabei hatte Frohlinde mit 3:2 (1:1) gegen Obercastrop die Nase vorn. Ein Marathon-Schießen wurde den Zuschauern im Duell Castrop II gegen Castrop II geboten. Bis das 8:7 (2:2) für die SG-Reserve feststand, waren 20 Schützen angetreten. Neun Schüsse fanden nicht ihr Ziel.

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