Frohlinder suchen das Match-Glück, Wacker ist im Aufwind

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Mit unterschiedlichen Gefühlslagen gehen die beiden Castrop-Rauxeler Landesligisten in den 20. Spieltag am Sonntag, 17. Februar. Alle Vorschauen mit der Bezirksliga und Kreisliga A.

Castrop-Rauxel

, 16.02.2019, 17:03 Uhr / Lesedauer: 4 min

FC Frohlinde - Spvg Horsthausen

(So, 15.15, Brandheide)

Nach dem 0:1 beim VfL Kemminghausen hat der Sieg des SV Wacker Obercastrop gegen den SV Sodingen (2.) die Mienen beim FC Frohlinde (1.) wieder aufgehellt. Doch für den Erfolg gegen die Spvg Horsthausen (13.) zeichnen die Kicker der Trainer Stefan Hoffmann und Michael Wurst nun selbst verantwortlich.

Die fünf Punkte Vorsprung auf Sodingen wären sonst schnell aufgebraucht. Zumal hinter den Hernern noch Obersprockhövel (3./31 Punkte) und der Hombrucher SV (4./29 Punkte) mit je einem Spiel weniger lauern. Dabei waren beide Übungsleiter mit dem Spiel in Dortmund gar nicht mal so unzufrieden. Coach Hoffmann wiederholte noch am Freitag: „Eigentlich war es ein typisches 0:0, am Ende fehlte das Match-Glück.“

Was die Frohlinder im Hinspiel beim 4:1-Sieg auf dem Platz in Horsthausen nicht benötigten. Nach der schnellen Führung der Hausherren ging ab der 58. Minute die (Frohlinder) Post ab.

Doch davon wollte Hoffmann hinsichtlich des nächsten Wiedersehens mit dem Gegner gar nicht mehr sprechen: „Das ist nicht mehr relevant, die Horsthauser sind nicht zu unterschätzen, sie sind kampfstark und sehr robust.“

Drei Unentschieden in Folge der Herner sind eine Ansage, dass sie nicht so einfach zu besiegen sind. Zumal dem FCF Personal fehlt: Dominik Behrend (Beruf), Dustin Wurst (verletzt) und Almedin Ceric (private Gründe).

VfL Kemminghausen - W. Obercastrop

(So, 15.15, Gretelweg 1)

Haben die Obercastroper Kicker (9.) von Trainer Aytac Uzunoglu nach dem Last-Minute-Sieg gegen das Spitzenteam SV Sodingen den Jubel-Modus abgeschaltet? Das wird wichtig sein, stellt sich doch in VfL Kemminghausen (15.) eine nächste ernsthafte Aufgabe, die es zu lösen gilt. Im Hinspiel hatten die Wackeraner das am eigenen Leibe festgestellt. Die Dortmunder siegten in der Erin-Kampfbahn mit 5:2. Wobei das Ergebnis nicht den Spielverlauf widerspiegelte.

Wacker-Coach Uzunoglu warnte am Freitag vor dem nächsten Gegner: „Durch den Sieg gegen Frohlinde und die knappe Pokalniederlage gegen den Oberligisten ASC Dortmund haben die Kemminghauser ihre Stärke bewiesen, wir werden uns nicht von dem Tabellenplatz blenden lassen.“

Dass einige Wacker-Spieler fehlen, scheint überhaupt nicht zu stören. Uzunoglu sagte letztens: „Wir jammern nicht.“ Dabei muss er auch diesmal wieder auf zuletzt aktuelles Personal verzichten. Julian Ucles Martinez ist nach seiner Roten Karte gesperrt, Dirk Jasmund und Serhat Can sind beide erkrankt. Ihr Trainer berichtete: „Der Einsatz der beiden ist fraglich.“

Frohlinder suchen das Match-Glück, Wacker ist im Aufwind

Wieder so jubeln wie beim 2:0-Sieg im Hinspiel gegen Vestia Disteln wollen die Bezirksliga-Fußballer der SG Castrop. © Volker Engel

Bezirksliga

Vestia Disteln - SG Castrop

(So, 15, Fritz-Erler Straße)

Der Erste gegen den Zweiten: Mehr Spitzenspiel geht eigentlich nicht. Doch die Punkte-Distanz der beiden Spitzenvertreter der Bezirksliga-Staffel9 spricht eine andere Sprache. Sieben Punkte mehr haben sich die Hertener im Laufe der Saison im Vergleich zur Formation von SG-Trainer Dennis Hasecke angefuttert. Dabei hatten die Castroper das Hinspiel mit 2:0 gewonnen. Wozu der Castroper Coach noch am Freitag sagte: „Da waren wir das klar bessere Team.“ Aber danach wohl nicht konstant genug.

Der Sonntag in Disteln wird sicherlich auch für die SG und ihrem nach der Saison scheidenden Trainer (gehen zur Spvg Schwerin) von großer Wichtigkeit sein. Hasecke resümierte: „Das Spiel ist ganz klar richtungsweisend, wir müssen schon gewinnen, um oben dran zu bleiben und die Saison weiter spannend zu gestalten.“ Die Möglichkeit ist natürlich da. Und ein gutes Omen auch. Das letzte Spiel in Disteln hat Castrop mit 4:0 gewonnen. Hasecke: „Da sahen wir immer gut aus. „

Der 3:2-Testspielsieg am Mittwoch gegen Genclikspor Recklinghausen (Kreisliga A) sollte kein Maßstab sein. Co-Trainer Marco Taschke hatte ja bemerkt, „dass Spione aus Disteln dabei waren, aber nicht viel gesehen“ hätten. Weil einige Akteure wie Devin Helmig, Abdellatif Chergui oder Benedikt Meyer-Drabert fehlten. Auf die Frage, ob die Distelner Kiebitze bewusst ausgetrickst wurden, sagte Hasecke: „Das haben wir nicht bewusst getan.“

Spvg Schwerin - SW Röllinghausen

(So, 15, Grafweg)

Das Hinspiel bei den aktuell abstiegsgefährdeten Kickern in Röllinghausen (16.) auf dem Sportplatz an der Klarastraße in Recklinghausen war schnell eine klare Sache. In der fünften Minute gingen die Schweriner durch Niklas Jürgens in Führung, durch einen Doppelschlag von Martin Kapitza und Erdem Gönül war das 3:0 nach gut einer halben Stunde eingetütet. Und diesmal? Einfacher wird es nicht, davon muss man ausgehen. Der Schweriner Geschäftsführer Peter Wach sagte am Freitag: „Ich habe gehört, dass die Röllinghauser sich verstärkt haben, sie wollen wohl in der Liga nicht mit wehenden Fahnen untergehen.“ Die Schweriner Formation von Trainer Marco Gruszka hätte in den vergangenen Tagen gut trainiert. „Rund 14 bis 18 Spieler waren immer dabei“, erwähnte Wach. Der Funktionär berichtete allerdings auch von zwei wichtigen Ausfällen: „Mohammed El Marsi ist an der Schulter operiert, Martin Kapitza hat eine Entzündung am Fuß.“

Nach der zehnwöchigen Winterpause geht es am Sonntag, 17. Februar, für die heimischen Kreisliga-A-Fußballer wieder um Punkte.

Der abstiegsbedrohte TuS Henrichenburg (15./Kreisliga Recklinghausen) möchte direkt mit einem Erfolg in die zweite Halbserie starten. Die Mannschaft vom TuS-Übungsleiterduo Florian Kaczorowski und Christian Grum empfängt im von der Redaktion dieser Zeitung zum Spiel des Tages gewählten Partie die Spvg Herten (8.) – den Verein, in dem der kürzlich verstorbene Rudi Assauer die ersten zwölf Jahre seiner Fußballkarriere verbrachte.

Die Henrichenburger erwarten ein schwieriges Unterfangen, wie Kaczorowski erklärt: „Die Personalsituation ist nicht optimal.“ Mit Philipp Engel (Urlaub) und Jonas Drees (Muskelverletzung) fallen zwei Aktivposten im TuS-Angriffsspiel aus.

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Niewind ist angeschlagen

ulian Niewind und Simon Waack sind zudem angeschlagen und wohl keine Option für die erste Elf, weshalb die Trainer auch über eine Taktikänderung nachdenken. Mut macht aber das Hinspiel, in dem sich der TuS beim 1:1 immerhin einen Punkt sichern konnte.

In der Kreisliga A Herne lädt der FC Frohlinde II (12.) ab 13 Uhr den SuS Merklinde (11.) zum Derby. Für die Merklinder ist es das erste Pflichtspiel nach der Entlassung von Trainer Olaf Senking, der ab Sommer von Marco Gruszka beerbt wird (wir berichteten). FCF-Trainer Jimmy Thimm erwartet ein ausgeglichenes Spiel: „Die Chancen stehen 50:50. Wobei wir gerne unseren ersten Derbysieg in der Liga feiern würden.“ Mit der Wintervorbereitung zeigt sich der Coach zufrieden: „Wir haben uns von Spiel zu Spiel, gerade in der Defensive, gesteigert.“ Frohlinde II ist in der Winterpause noch ein Transfer-Coup gelungen, wie FCF-Trainer Jimmy Thimm nun bekannt gegeben hat. Mit Pascal Eiba wechselt der Stammtorwart vom Landesligisten Viktoria Resse an die Brandheide. Allerdings ist der Schlussmann, der einst für Schwerin spielte, erst ab Montag, 1. April, spielberechtigt.

Kapitän wackelt

Ausfallen werden Tim Ebert (Knieverletzung) und Francesco Büker (Urlaub), hinter dem Einsatz von Kapitän Matthias Salloch steht noch ein Fragezeichen. Zudem gehört Goalgetter Lukas Kothe nun zum Landesliga-Kader. Das Hinspiel endete 0:0. Während der FC Castrop-Rauxel (7.) im Heimspiel gegen den Vorletzten TSK Herne vor einer lösbaren Aufgabe steht, bekommt es Arminia Ickern (14.) beim Zweiten SG Herne 70 mit einer ungleich schwierigeren Aufgabe zu tun.

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