Für Vadim Glöckner hat sein Torrekord von 2009 noch immer Bestand

rnWas macht eigentlich...?

Für Vadim Glöckner gilt sein Torrekord aus dem Jahr 2009 noch immer, obwohl Dennis Teuber die Messlatte zuletzt weit nach oben legte. Der Ehrgeiz hat ihn immer noch fest im Griff.

Castrop-Rauxel

, 30.05.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vadim Glöckner ist kein Obstexperte. Er weiß aber: „Äpfel und Birnen kann man nicht vergleichen.“ Welche Sorte nun die Bezirksliga und welche Kreisliga B ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber Glöckner ist wichtig zu betonen: Eigentlich halte er den Castrop-Rauxeler Torrekord noch immer.

41 Treffer sind seine Bestmarke. Sie stammen aus der Saison 2008/2009. Glöckner, heute 41 Jahre alt, erzielte sie in seiner letzten Saison für Wacker Obercastrop - in der Bezirksliga.

Dann kam Dennis Teuber mit der SG Castrop (2014) und übertraf die Marke um drei Tore. Sebastian Purchla zermalmte die Bestleistung mit seinen 63 Toren für den FC Castrop-Rauxel im vergangenen Jahr, ehe Teuber, nun im Diensten des VfB Habinghorst, sie vor kurzem pulverisierte (101 Tore).

Vadim Glöckner erzielte die 41 Tore zwei Ligen höher als Teuber und Purchla

Beide machten das in der Kreisliga B, Glöckner damals zwei Ligen höher. Und deswegen ist es ihm wichtig zu betonen, dass diese Marke in der Bezirksliga immer noch Bestand hat. „Darauf bin ich schon ein bisschen stolz“, sagt Glöckner, knapp zehn Jahre später, „zumal das damals eine bombastische Saison war, es lief einfach total gut für mich.“

Für Vadim Glöckner hat sein Torrekord von 2009 noch immer Bestand

Vadim Glöckner (weißes Trikot, l.) erzielte in der Saison 2008/09 insgesamt 41 Tore für den SV Wacker Obercastrop in der Bezirksliga. © Volker Engel

Die Zeit in Castrop-Rauxel bleibt für den Bochumer unvergessen. Schließlich feierte der Torjäger in der Europastadt zahlreiche Erfolge: Bezirksliga-Aufstieg mit Wacker Obercastrop 2006. Viermal Stadtmeister, zweimal in der Halle, zweimal auf dem Feld. Inklusive Triumph in der Europahalle. „Es war wirklich unglaublich, was da los war“, erinnert sich Glöckner.

Drei weitere Vereinsstationen in Castrop-Rauxel

Zur Saison 2009/2010 wechselte er zum VfB Habinghorst. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber die Landesliga reizt mich“, sagte er damals dieser Zeitung. Seine weiteren Stationen: Yeni Genclik und SuS Merklinde.

Doch es lief nicht alles rund. Als er nach Merklinde wechselte, war das Kreuzband schon gerissen. Ein Arzt diagnostizierte das erst in der Vorbereitung auf die neue Saison, die so natürlich gelaufen war. Nach einem Jahr Pause gab Glöckner sein Comeback und ging zu Rot-Weiß Markania Bochum in der Kreisliga, blieb dort bis 2016.

Für Vadim Glöckner hat sein Torrekord von 2009 noch immer Bestand

Vadim Glöckner ist heute Trainer der E1 von Rot-Weiß Stiepel und bastelt zeitgleich an seiner Trainer-Lizenz. © Vadim Glöckner

Der Ehrgeiz hat ihn immer noch fest im Griff. Aber nicht mehr als Spieler. Glöckner trainiert inzwischen die E1-Junioren von Rot-Weiß Stiepel, wo auch sein Sohn Louis (11 Jahre alt) spielt. „Er ist eher auf der 10 zuhause und technisch viel besser als ich es früher war.“ Sein jüngeres Kind Noel (5) kommt bald zu den Mini-Kickern. Anfang Juli wird ihr Papa die C-Lizenz in der Tasche haben und danach die B-Lizenz in Angriff nehmen.

Mit seiner Arbeit als Verkaufsleiter bei einem Verpackungsunternehmen sei das gut vereinbar. „Da bin ich schon ehrgeizig und möchte mich gern weiterbilden“, sagt Glöckner. „Zumal ich auch weiß, wie wichtig eine gute Ausbildung ist. Und mir macht es auch Spaß, die jungen Spieler zu entwickeln.“

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Er selbst profitierte einst auch davon. In der A- und B-Jugend spielte er mit dem DSC Wanne-Eickel in der Westfalenliga. „Das war zwar eine Stufe unter dem VfL Bochum oder Borussia Dortmund, jedoch sehr cool, gegen diese Vereine zu spielen.“ Bekannte ehemalige Gegenspieler waren unter anderem der spätere türkische Nationalspieler Yildiray Bastürk oder Delron Buckley aus Südafrika.

Und wie ist der Kontakt nach Castrop-Rauxel? „Der ist noch sehr regelmäßig. Ich bin sehr neugierig und schaue, was die Vereine hier machen“, sagt Glöckner. Ein Klub ragt sicher heraus: der SV Wacker Obercastrop. Hier erlebte der Torjäger wohl seine beste Zeit - und spielt aktuell noch für die Altherren des Klubs.

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