Fußball: Der VfB spielt lieber gegen Große

HABINGHORST Was gegen den kleinen Tabellenletzten RW Leithe so kläglich daneben ging, gelang den Landesliga-Fußballern vom VfB Habinghorst im Heimspiel gegen den SV Sodingen glänzend. Das Team von Trainer Dieter Beleijew gewann mit 1:0 (0:0) - und muss sich fast ärgern, nur auf Rang elf zu stehen.

von Von Florian Kopshoff

, 25.02.2008, 17:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Wir müssen auch gegen Mannschaften, die unten stehen, gewinnen", sagte Beleijew mit Blick auf das Spiel gegen den Vorletzten WSV Bochum am Sonntag (2. März). Rechenbeispiel: Hätten die VfB-Kicker aus Leithe drei Punkte mitgebracht, stünde das Team nun auf Rang acht. Die Abstiegsregion wäre in beruhigende Ferne gerückt. So hätte Beleijew vor dem offiziellen Saison-Wiederbeginn, nach den zwei Nachholspielen des VfB, nicht feststellen müssen: "Der Vorsprung von sechs Punkten ist nicht beruhigend - höchstens in Ordnung."

"Husarenstücke", wie sie in der Hinrunde gelangen, seien schließlich nicht erneut zu erwarten, betonte der Trainer. Laut Lexikon ist ein Husarenstück ein "geglücktes waghalsiges, kühnes Unternehmen". Im Fall der Husaren aus Habinghorst sind die Underdog-Siege gegen den TuS Heven (5.) oder Teutonia Waltrop (4.) aus der Hinserie gemeint. Gegen beide Spitzenteams konnte der Landesliga-Aufsteiger auswärts gewinnen.

Warum seine Truppe größere Schwierigkeiten gegen Teams aus den oberen Regionen der Tabelle hat, als gegen die vermeintlich schwachen Gegner, das wusste Coach Beleijew zu erklären. Die "Abwehrschlachten" gegen die tiefstehenden Gegner von unten lägen den Kickern des VfB schlicht nicht so wie ein offen gestaltetes Spiel - zuletzt gesehen gegen den SV Sodingen.

"Katastrophal" war gestern

Der Kontrast zwischen den beiden Nachholspielen, die Beleijew gerne als "Bonusspiele" bezeichnete, habe aber auch an Einzelleistungen und leichten taktischen Veränderungen gelegen.

So habe die Mannschaft bei den gefürchteten Eckbällen, die in Bochum zwei von drei Gegentoren vorausgingen, beide Torpfosten besetzt. Auch hätten Spieler wie Michael Resch oder Patrick Podwysocki, die bei der Niederlage eine "katastrophale Leistung" (Beleijew) zeigten, zu alter Form zurückgefunden.

Ob gegen den WSV Bochum ein deutlich besseres Ergebnis herausspringt als in Leithe ist, auf Grund jüngster Erfahrungen, zumindest fraglich. Beleijew ist daher zurückhaltend geworden: "Wir wollen wenigstens nicht verlieren, um den Abstand auf die Abtiegsränge zu halten."

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