Fußball-Hallenstadtmeisterschaft 1995-1999: Die Rauxeler und Ickerner Dominanz

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Im Januar 1984 wurde erstmals die Castrop-Rauxeler Hallenstadtmeisterschaft ausgetragen. Seitdem findet sie jährlich statt. Wir blicken auf die Jahre 1995 bis 1999 zurück.

Castrop-Rauxel

, 29.12.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Jahre 1995 bis 1999 der Castrop-Rauxeler Fußball-Hallenstadtmeisterschaft waren geprägt von der goldenen Ära des SC Arminia Ickern und des VfR Rauxel. Fast hätte der Klub aus Rauxel sogar dreimal in Folge gewonnen. Die Titelkämpfe von 1995 bis 1999 im Rückblick.

Fußball-Hallenstadtmeisterschaft 1995-1999: Die Rauxeler und Ickerner Dominanz

1995: Erneut gewinnt der SC Arminia Ickern

Der dritte Titel in vier Jahren: Der SC Arminia Ickern war Mitte der 1990er-Jahre in der Halle nicht zu stoppen. Das bekam auch der SuS Merklinde zu spüren, der im Finale mit 1:4 gegen die Ickerner verlor.

Die Tore für die Arminen schossen Karsten Knosalla, Volker Brzosowski, Oliver Jung und Stefan Needel. Das einzige Tor der Merklinder erzielte ebenfalls ein Ickerner: Oliver Sabra schoss ins eigene Gehäuse.

Dritter wurde der VfR Rauxel durch einen 9:7-Erfolg im Siebenmeterschießen über Wacker Castrop, nachdem es nach der regulären Spielzeit 4:4-Remis stand. Wacker-Coach Willi Köllerwirth vergab den letzten Siebenmeter der Castroper, Karsten Jacke schoss den VfR auf Platz drei.

Bemerkenswert war die Anzahl der Tore in diesem Jahr. Mit 22 Treffern wurde Ferzi Sengün von BW Obercastrop Torschützenkönig vor Sefer Osmani von Wacker Castrop mit 18 Toren. Im Spiel gegen Victoria Habinghorst (9:1) erzielte Sengün alleine bereits sieben Treffer.

Jubel beim neuen Hallenstadtmeister Arminia Ickern unmittelbar nach dem Finale im Jahr 1995.

Jubel beim neuen Hallenstadtmeister Arminia Ickern unmittelbar nach dem Finale im Jahr 1995. © Bischof

1996: Der VfR Rauxel beendet den Ickerner Titelreigen

In einem packenden Finale gewann der VfR Rauxel im Jahr 1996 die Hallenstadtmeisterschaft. Mit 7:6 siegten die Rauxeler im Siebenmeterschießen gegen den Titelverteidiger SC Arminia Ickern. Nach regulärer Spielzeit stand es 2:2.

Michael Kullik war es schließlich, der die Rauxeler mit seinem Treffer zum 7:6 jubeln ließ. Dritter wurde Wacker Castrop mit einem 6:1-Erfolg über den VfB Habinghorst.

Bemerkenswert: Mit 43 Jahren stand „Pit“ Unterberger noch im Tor des GFV Apollon und zeigte laut unserem Bericht „einige tolle Paraden“.

Der VfR Rauxel löste im Jahr 1996 Arminia Ickern als Hallenstadtmeister ab. Im Kader des VfR um Coach Uwe Esser standen: Wossning, Schwarze, Bäcker, Kruska, Wagner, Kullik, Hermann, Schajor, Hiller und Rose.

Der VfR Rauxel löste im Jahr 1996 Arminia Ickern als Hallenstadtmeister ab. Im Kader des VfR um Coach Uwe Esser standen: Wossning, Schwarze, Bäcker, Kruska, Wagner, Kullik, Hermann, Schajor, Hiller und Rose. © Helmut Orwat

1997: Hiller schießt den VfR zum erneuten Sieg

5:4 hieß es am Ende - der VfR Rauxel besiegte den SuS Merklinde im Endspiel. In einer spannenden Partie ging der VfR immer wieder in Führung, doch die Merklinder glichen prompt aus. Letztlich erzielte Thorsten Hiller 36 Sekunden vor dem Abpfiff den Siegtreffer.

Auf dem dritten Rang landete der FC Frohlinde durch einen 4:3-Erfolg im Siebenmeterschießen über den SC Arminia Ickern. Die Partie wurde direkt vom Punkt ausgetragen, da es zuvor im Halbfinale zwischen Merklinde und Ickern zu vielen Diskussionen kam und einer Roten Karte gegen Ickerns Dimitrios Barliatsos wegen Schiedsrichterbeleidigung.

In diesem Jahr wurde eine neue Regel eingeführt, die aber nicht zur Anwendung kam: die Golden-Goal-Regel.

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1998: Wacker Obercastrop vereitelt den Rauxeler Titel-Hattrick

Der Fusionsklub Wacker Obercastrop (zusammengesetzt aus BW Obercastrop und Wacker Castrop) gewinnt erstmals die Hallenstadtmeisterschaft. Mit 5:2 besiegten die Wackeraner im Endspiel den VfR Rauxel, der zuvor zweimal in Folge gewann.

Die Tore der Obercastroper erzielten Kim Dong-Joon (2), Thorsten Leszcynski, Ralf Görgen und Sefer Osmani. Für Rauxel traf Thorsten Hiller zweimal.

Auf dem dritten Platz landete der damalige Bezirksligist FC Frohlinde, den B-Ligisten SV Yeni Genclik mit 5:3 besiegte. Entscheidend zum Sieg beigetragen hatte Shpend („Siggi“) Morina mit einem Doppelpack.

Thorsten Hiller wurde gemeinsam mit seinem Teamkollegen Mike Rose vom VfR Rauxel mit zwölf Toren Torschützenkönig. Er überließ Rose aber die Trophäe, da Hiller bereits in den beiden Vorjahren gewann.

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1999: FC Frohlinde dreht das Finale nach 0:3-Rückstand

Es war ein denkwürdiges Endspiel zwischen dem FC Frohlinde und dem VfR Rauxel. Alles sah bereits nach einem Sieg der Rauxeler aus, die schon mit 3:0 durch Tore von Thilo Karl, Michael Kullik und Torsten Hiller führten.

Doch noch vor dem Seitenwechsel trafen Przemek Lonczyk, Markus Schnittka und Michael Maier zum 3:3-Ausgleich. Mathias Halageria schoss den FCF mit 4:3 in Führung, doch Hiller erzielte das 4:4. Letztlich war es Maier, der Rauxels Libero Markus Bäcker den Ball abnahm und zum 5:4-Siegtreffer einschoss.

Im Spiel um den dritten Platz war ebenfalls viel Brisanz. Beim Habinghorster Derby zwischen dem VfB und der Victoria setzte sich der VfB mit 5:2 durch.

Gab es zuvor einzelne Pokale, gab es nun wieder einen Wanderpokal. Gestiftet wurde dieser von Bozkurt Cetin vom SV Yeni Genclik.

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