Fußballer freuen sich über neue Lockerungen – Handballer sind noch vorsichtig

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Neue Lockerungen des Landes NRW geben den Sportlern in Castrop-Rauxel neue Möglichkeiten im Training. Während die Fußballer sich freuen, sind die Handballer der HSG Rauxel-Schwerin vorsichtiger.

Castrop-Rauxel

, 12.06.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Überraschende Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen hat das Land NRW am Fronleichnamsdonnerstag (11. Juni) bekanntgegeben. Ab 15. Juni gelten neue Regeln, über die sich auch Sportlerinnen und Sportler in Castrop-Rauxel freuen dürften.

Bisher war in Hallen nur kontaktfreies Training erlaubt. Jetzt ist auch dort Kontaktsport bis 10 Personen möglich. Das ermöglicht zwar noch kein Handballspiel mit sieben Spielern pro Team, aber zumindest Trainingsspiele mit Körperkontakt. „Das hilft uns beim Training natürlich, weil wir etwa Torabschlüsse wieder mit Kontakt trainieren können“, sagt Sebastian Clausen, Trainer der Landesliga-Handballer der HSG Rauxel-Schwerin.

Er müsse jetzt erst mal gucken, wie er das Training gestalten werde, sagt er. Am 5. Juni haben die HSG-Handballer nach fast drei Monaten Pause wieder mit dem Training begonnen. „Wir müssen die Belastung erst mal schrittweise hochfahren. Mit Kontakt sind wir da sowieso erst mal noch vorsichtig. Das Verletzungsrisiko ist sonst einfach zu hoch“, sagt Clausen.

„Mit dem eigentlichen Spiel hatte das wenig zu tun“

Er freut sich aber, dass es nun wieder die Möglichkeit gibt, mit Kontakt zu spielen. Zuletzt sei das Training komisch gewesen. Die Hälfte des Teams war im Erin-Park laufen, während die andere Hälfte in der Halle trainierte. „Da haben wir ein paar Passübungen und Kraftübungen gemacht. Mit dem eigentlichen Spiel hatte das wenig zu tun“, sagt Clausen.

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Bei den Fußballern ist das mit der neuen Lockerungsrunde wieder möglich. Es erlaubt ihnen nämlich wieder ein vollständiges Mannschaftstraining. Im Freien darf Kontaktsport wieder mit bis zu 30 Personen betrieben werden. Vorher galt eine Beschränkung auf 10 Sportler. Trainingsspiele mit elf gegen elf Spieler sind nun kein Problem mehr.

Stefan Hoffmann, Trainer des FC Frohlinde freut sich, dass er mit seiner Landesliga-Mannschaft am kommenden Dienstag wieder ganz normal trainieren kann. Testspiele, die nun auch theoretisch wieder möglich wären, werde er aber erst mal nicht ausmachen. Der Saisonbeginn im September liege einfach noch zu weit weg. „Untereinander werden wir aber natürlich spielen. Die Jungs haben Bock mal wieder ein größeres Spiel zu machen“, sagt Hoffmann.

Fußballer des SG Castrop freuen sich auf größeres Trainingsspiel

Ähnlich sieht es beim Bezirksligisten SG Castrop aus. „Die Jungs freuen sich, wieder fast normal – unter Beachtung unseres Hygienekonzepts – trainieren zu können“, sagt Trainer Dennis Dannemann.

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Dass die Lockerungen so schnell kamen, habe ihn überrascht, sagt der SG-Trainer. Hätten die Schule noch nicht wieder geöffnet, hätte er die Entscheidung unverhältnismäßig gefunden. So finde er es angemessen, dass die Vorgaben gelockert werden, sagt er.

Gleich am Montag, an dem die neue Verordnung in Kraft tritt, will die SG Castrop wieder normal trainieren. Im Training ist die Mannschaft schon seit drei Wochen. Nachdem zuletzt nur Passübungen, Aufbauspiel und Fünf-gegen-Fünf auf dem Plan standen, soll es dann auch wieder ein größeres Trainingsspiel geben. „Wir haben ja auch einige Neuzugänge. Dass wir wieder normal trainieren können, hilft, dass sich alle besser kennenlernen können“, glaubt Dannemann.

Trainingsbeginn der Bastketballer von BC steht noch aus

Freundschaftsspiele sind bei der SG aber erst mal kein Thema. Das liege zum einen daran, dass der Platz des Vereins ab dem 22. Juni neu gemacht werde und es deshalb schwierig sei, Termine zu vereinbaren. Zum anderen aber auch daran, dass der Saisonbeginn im September noch weit weg liege, sagt Dannemann. „Wahrscheinlich werden wir auch zwischendurch mal Trainingspausen einlegen, da der Beginn der Saison noch so weit weg ist.“

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Noch gar nicht mit dem Training begonnen, haben die Basketballer des Castroper BC. Zur Zeit arbeite man noch an einem Hygiene-Konzept, sagt Michael Heinz, Vorsitzender des BC. Wenn es wieder losgeht, wären Trainingsspiele mit der normalen Spielerzahl, fünf pro Team, wieder erlaubt.

„Ich weiß aber noch nicht, ob wir dann direkt wieder in die Vollen und ins Eins-gegen-Eins gehen. Ich nehme das Coronavirus schon ernst“, sagt Heinz. Man werde deshalb wohl nicht direkt von den neuen Lockerungen Gebrauch machen, sondern sich vorsichtig herantasten und nach der langen Pause erst mal wieder mit Übungen fürs Ballgefühl starten, sagt Heinz.

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