Fußballer knipst in Ickern komplett das Licht aus

Auf der Außenbahn

Ein Fußballer von Arminia Ickern hat nach dem Training zu viele Lichter ausgeknipst und ein Ruderer ist seinem Sport fremdgegangen. Weitere Anekdoten kommen von einem Handballspiel, von einem Korfballturnier und von einem Fußball-Testspiel, hier: Auf der Außenbahn.

CASTROP-RAUXEL

, 25.01.2016, 13:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fußballer knipst in Ickern komplett das Licht aus

Fatih Kantarci spielt für Arminia Ickern in der Kreisliga B.

Lea Sander, Korfballerin des KV Adler Rauxel, hatte beim Europa Shield-Turnier des Schweriner KC einen Einsatz, obwohl sich ihr Team für den Wettbewerb gar nicht qualifiziert hatte. Die Regionalliga-Akteurin gehörte am Freitag dem Helfer-Team an. Lea Sander verteilte im Foyer der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule unter anderem Karten an Pressevertreter - und verkaufte an Interessierte SKC-Fan-Schals, eher ungewollt.

Malte Jakschik, Ruderer des RV Rauxel, konnte im Trainingslager mit dem Team Deutschland-Achter im italienischen Sabaudia den ersten sportlichen Erfolg im noch jungen Jahr 2016 feiern - auf völlig anderem Terrain: Nach getaner Trainingsarbeit im Wasser stand für die Ruderer ein Fußballspiel auf dem Programm. Dabei setzte sich, laut Meldung im Internet-Netzwerk Facebook, das Team "Backbord", in dem Jakschik auflief, mit 3:2 gegen "Steuerbord" durch.

Antje Albring, Handballerin in der zweiten Mannschaft des TuS Ickern, machte es ihrem Trainer Thomas Hengst am Wochenende leicht, die Statistik zum Kreisliga-Spiel beim VfL Hüls zu führen. Von 14 TuS-Treffern gingen 13 auf das Konto von Albring. Nur ein weiterer Name, der von Sarah Katterle, tauchte in der Torschützinnen-Liste auf. Zum Sieg für die Ickernerinnen reichten die vielen Albring-Tore aber nicht. Hüls gewann mit 24:14.

Lukas Edeler, in der Vergangenheit Regionalliga-Korfballer des Schweriner KC und zuletzt aufgrund seines Studiums für den VKC Kolin in Tschechien am Ball, kam an den drei Turniertagen beim Europa Shield ebenfalls ins Schwitzen. Zusammen mit seinen Brüdern Benedikt und Matthias war er quasi "Edel-Fan" des SKC - feuerte das Team fast ununterbrochen mit Trommeln und Gesängen an.

Andreas Dornieden, im November 2014 beim Fußball-Bezirksligisten SV Wacker Obercastrop ausgestiegen, ist wieder in die sportliche Leitung beim Verein an der Karlstraße eingestiegen. Sein Outfit in Blau-Weiß während des Testspiels gegen den VfB Habinghorst ließ das schon vermuten - obwohl es nach eigener Aussage "nicht an die "große Glocke hängen" wolle. Den 20-jährigen Neuzugang Emen Mazlum (SV Höntrop), den Dornieden aus der Zeit beim TuS Hordel kennt, musste er zuletzt nach dessen Trainings-Verletzung in ein Krankenhaus fahren. Das konnte er persönlich tun. Dornieden: "Ich habe jetzt den Führerschein gemacht."

Hendrik Pfadenhauer, Mannschaftsbetreuer und Trainer-Assistent beim SV Wacker Obercastrop, hielt sich am Sonntag beim Testspiel gegen den VfB Habinghorst auf eine ganz besondere Weise fit. Der Betreuer, der sonst als "Erste-Hilfe-Maßnahme" verletzter Akteure auf den Platz rennt, lief diesmal mit neun Spielern, die zunächst nicht zum Einsatz kamen, Runde für Runde um die Platzanlage an der Spitze mit. Und als die Cracks nach der Pause von Trainer Andreas Köhler ihre Spielanteile bekamen, begleitete Pfadenhauer auch die nun ausgewechselten Spieler - und immer vorneweg - auf den vom Coach angeordneten Dauerlauf.

Fatih Kantarci, Fußballer bei Arminia Ickern in der Kreisliga B, verlor zuletzt nach dem Training seines Teams den Überblick. Vom Trainer-Gespann hatte er den Auftrag bekommen, in der Schiedsrichter-Kabine die Flutlichter in der Glückauf-Kampfbahn auszuschalten. Die vielen Schalter im Sicherungskasten interpretierte Kantarci falsch. Nicht nur der Platz, sondern auch die Umkleidekabinen war plötzlich im Dunkeln. Später erreichten ihn auf der Internet-Plattform Facebook, nachdem er zu seiner Aktion ein Video präsentiert hatte, Beschwerden - er habe im Stadtteil Ickern alle Laternen ausgeknipst.

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