Günter Schulz - früher zwischen den Pfosten, heute auf dem Posten

Sportlerporträt

RAUXEL Schon als Sechsjähriger stand er für den VfR Rauxel zwischen den Pfosten: Günter Schulz. Heute ist er 62 und zum zweiten Mal auf dem Posten Vorsitzender. Sein großes Ziel: den Verein wieder aus der Fußball-Kreisliga B nach oben bringen. Ein Porträt.

von Von Jörg Laumann

, 07.05.2009, 17:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Günter Schulz spielte schon für den VfR Rauxel, als der Klub noch den Beinamen "Staubwolke" trug.

Günter Schulz spielte schon für den VfR Rauxel, als der Klub noch den Beinamen "Staubwolke" trug.

Ende Februar dieses Jahres stellte sich Schulz dann doch wieder zur Verfügung. Da Vereinschef Wilfried Hermann nach fast 15 Jahren aus gesundheitlichen Gründen auf sein Amt verzichten musste, sprang der ehemalige Fleischer in die Bresche. Zunächst für zwei Jahre wählten ihn die Mitglieder an die Spitze der Blau-Schwarzen. Dem Verein ist Schulz seit über 50 Jahren verbunden. Bis auf ein Jahr zu Beginn der 70er-Jahre, in dem er für den Landesligisten VfB Habinghorst zwischen den Pfosten stand, war der Keeper vom Juniorenalter bis zur Altherren-Mannschaft für den VfR aktiv. Sein Debüt für die Rauxeler gab er im Alter von sechs Jahren auf dem Sandplatz in Bladenhorst, der dem Verein den Beinamen „Staubwolke“ einbrachte.

Heute verfügt der VfR mit dem Rasenplatz an der Vördestraße über eine ungleich komfortablere Sportanlage, kann aber nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen. Zuletzt spielte Rauxel 2001 in der Bezirksliga, aktuell steht man in der Kreisliga B nur knapp vor den Abstiegsrängen. Hier will Günter Schulz vor allem ansetzen und den Abwärtstrend stoppen. „Wir wollen zur nächsten Saison einen Neuaufbau der ersten Mannschaft in Angriff nehmen“, kündigt er an. Dabei soll die erfolgreiche A-Juniorenmannschaft eine wesentliche Rolle spielen. Hierzu passt der Wechsel auf dem Trainerposten der B-Liga-Mannschaft: Ralf Bollien wird zum Saisonende aufhören, seine Nachfolge soll der derzeitige A-Junioren-Coach Emin Özarslan antreten.

In der nächsten Spielzeit strebt der neue Vereinschef einen guten Mittelfeldplatz in der B-Liga an. „Mittelfristig wollen wir aber mindestens wieder in der Kreisliga A spielen“, sagt Schulz. Bis es allerdings zum sportlichen Vergleich mit seinem Schwiegersohn kommen könnte, ist es nach jetzigem Stand ein weiter Weg: Uwe Esser, der als Trainer den VfR Rauxel 1999 zum bis dato letzten Bezirksliga-Aufstieg geführt hatte, steht jetzt bei Wacker Obercastrop in eben dieser Liga an der Bande. Egal, ob man sich auf oder neben dem Spielfeld begegnet: Die Fußballfamilie Schulz-Esser, in der Enkel Michael als Torwart im Kader des Regionalligisten VfL Bochum II auf den Spuren des Großvaters wandelt, hat in jedem Fall immer viel Gesprächsstoff. „Wir haben alle ein sehr gutes Verhältnis zueinander“, berichtet Günter Schulz. „Natürlich tauschen wir uns auch regelmäßig über unsere fußballerischen Erfahrungen aus.“

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