Habinghorster lassen Trainer im Regen stehen

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Am Sonntag nahmen Fußballer aus der Kreisliga B bei einer Regenunterbrechung keine Rücksicht auf ihren Coach. Diese und weitere Anekdoten vom Wochenende in unserer Rubrik „Leute im Sport“.

07.05.2019, 11:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marc Olschewski, Trainer des Kreisliga-B-Spitzenreiters VfB Habinghorst, wurde beim Auswärtsspiel seiner Elf am Sonntag bei der SG Castrop II von Teilen seiner Mannschaft wortwörtlich im Regen stehen gelassen. Kurz nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit ging plötzlich ein heftiger Regen- und Hagelschauer über dem Sportplatz an der Bahnhofstraße nieder. Olschewski wollte Schutz auf der überdachten Ersatzbank suchen. Doch die war bereits bis zum letzten Platz gefüllt. Also befahl er seinen Auswechselspielern sich warmzulaufen – natürlich nicht ganz ohne Eigennutz. Diese folgten den Anweisungen des Trainers aber nicht. Nach dem Ende des Schauers musste Olschewski deshalb ganz viele kleine Hagelkörner aus seiner Kapuze schütten.


Habinghorster lassen Trainer im Regen stehen

© Volker Engel

Thorsten Stiller, Abteilungsleiter und Trainer der Handballer im Castroper TV, wäre mit seiner Mannschaft vom Staffelleiter der 4. Kreisklasse für ein Heimspiel auf eine 25 Kilometer lange Reise geschickt worden. Nach der Eintragung von Johannes Gallhoff-Peeters auf der Verbands-Internetseite SIS sollte das CTV-Nachholspiel am Donnerstag, 9. Mai, gegen die DJK SW Gelsenkirchen in der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule an der Willy-Brandt-Allee 1 in Marl über die Bühne gehen. Stiller berichtete am Sonntag, dass bereits der erste Staffelleiter-Eintrag zur Partie falsch gewesen sei. Gallhoff-Peeters wollte die Castroper in der ASG-Sporthalle, Heimstätte der HSG Rauxel-Schwerin, spielen lassen. Thorsten Stiller war froh, dass ihn ein Reporter dieser Zeitung auf den Spielort ansprach: „Jetzt können wir das nochmals korrigieren lassen.“


Habinghorster lassen Trainer im Regen stehen

© Volker Engel

Udo Sternemann, Vorsitzender und Spieler der Bundesliga-Bahnengolfer des BGSV Castrop-Rauxel, war verdutzt, als der Fotograf dieser Zeitung, Volker Engel, am Sonntag zum Heimspieltag an der Recklinghauser Straße eintraf. Denn der Pressemann steuerte nicht wie gewohnt das BGSV-Team an, sondern hielt sich bei der Mannschaft des Spitzenreiters VfM Bottrop auf. Von dessen Akteuren wurde er herzlich begrüßt. Die Auflösung: Engel stammt aus Bottrop. Der Fotograf hatte danach natürlich Zeit, Bilder von den Castrop-Rauxelern anzufertigen, quasi Siegerfotos. Denn der BGSV gewann den Spieltag und ist jetzt Zweiter.


Rüdiger Nagorsen, einst Fußballspieler in verschiedenen Castrop-Rauxeler Vereinen, zeigte am Sonntag als Zuschauer der Landesliga-Partie des SV Wacker Obercastrop in der Erin-Kampfbahn gegen den SC Obersprockhövel (0:7), dass er das Gefühl für den Ball noch nicht verloren hat. Als das Spielgerät einmal über die Fans rauschte, machte der einst dribbelstarke und torgefährliche Ex-Kicker einen Schritt zurück und beförderte die Kugel per Volley-Hackentrick ins Spielfeld zurück. Den Jubel und Beifall der weiteren Zuschauer hatte sich Nagorsen mit dieser Aktion natürlich verdient. Einmal Techniker immer Techniker.


Habinghorster lassen Trainer im Regen stehen

© Foto Jens Lukas

Theo Schürhoff, langjähriger Funktionär beim SV Wacker Obercastrop, sorgte bei Zuschauer Norbert Witczak am Sonntag beim Spiel gegen Obersprockhövel für nostalgische Erinnerungen. Dem früheren Vertragsspieler Witczak (u.a. Viktoria Köln) zeigte Schürhoff ein Handyfoto des alten Vereinshauses, in dem Witczak als Platzwart der SG Castrop und von BW Obercastrop wohnte. Der 76-Jährige sagte dem Reporter dieser Zeitung auch noch, dass er auch zehn Jahre als Trainer der Obercastroper tätig war. Das Bild musste er dann mit seinem Handy abfotografieren, weil sich beide Routiniers mit der digitalen Übertragung nicht auskannten. Witczak sagte lachend: „Vielleicht sollten wir hier mal einen 10-Jährigen fragen. Der wüsste bestimmt, wie das geht.“

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