Handball: 35:27 - Recklinghausen kann den TuS Ickern nicht stoppen

CASTROP-RAUXEL Der Handball-Bezirksligist TuS Ickern behält auch nach der fünften Partie seine makellos weiße Weste. Mit dem 35:27 (17:11) beim PSV Recklinghausen 2 gelang der Sieben von Trainer Stephan Pade am Samstagnachmittag der fünfte Saisonsieg.

von Von Jörg Laumann

, 26.10.2008, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Handball-Bezirksligist TuS Ickern behält auch nach der fünften Partie seine makellos weiße Weste. Mit dem 35:27 (17:11) beim PSV Recklinghausen 2 gelang der Sieben von Trainer Stephan Pade der fünfte Saisonsieg.

Nach der vierwöchigen Spielpause kamen die Ickerner in der Kreisstadt zunächst etwas holprig aus den Startlöchern und konnten sich erst nach 15 Minuten zum ersten Mal (9:4) nennenswert von den Recklinghäusern absetzen. Bis zum Seitenwechsel wurden allerdings mit einem Sechs-Tore-Vorsprung recht klare Verhältnisse geschaffen.

Klare Verhältnisse

Auch im zweiten Spielabschnitt dominierte der TuS zunächst das Geschehen, ließ die zweite Mannschaft des PSV nie auf mehr als sechs Tore Rückstand herankommen. Erst als die Partie auf die Schlussphase zusteuerte, leisteten sich die Ickerner eine kurze Schwächeperiode, die Recklinghausen eine Aufholjagd bis zum 22:25 in der 50 .Minute ermöglichte. "Diese Phase hat mir nicht so gut gefallen", übte Pade nach der Partie leise Kritik .

Um den Sieg zittern musste der TuS jedoch nicht mehr, fand in den letzten zehn Minuten wieder zurück in die Partie und ging am Ende mit einem satten Acht-Tore-Vorsprung vom fremden Parkett. Unter dem Strich hatte eine ordentliche, aber nicht gerade perfekte Vorstellung für den klaren Erfolg ausgereicht. "Ich war mit der Angriffsleistung insgesamt zufrieden, während wir uns in der Abwehr nicht überzeugend präsentiert haben", lautete Pades Fazit.

Die Ickerner Defensive habe ihre körperlichen Vorteile gegenüber den zumeist kleineren PSV-Akteuren nicht voll ausgespielt, rügte der Trainer. Dies sei auch an den zahlreichen Treffern des Castrop-Rauxeler Spielertrainers in den Reihen der Recklinghäuser deutlich geworden. "Natürlich ist Stephan Speckbacher nach wie vor ein guter Spieler", erklärte Pade, "dennoch darf er bei seiner Körpergroße nicht mit einem Sprungwurf aus dem Rückraum zum Torerfolg kommen."

Insgesamt zufrieden

Als positive Ausnahme im Defensivverbund hob der Trainer an diesem Spieltag Vitus Esser hervor, während sich Nils Rodammer mit seiner Gesamtleistung ein Lob verdiente. In der Offensive präsentierte sich der mit zehn Toren erfolgreichste Werfer Björn Böcking ebenso in guter Verfassung wie Maurice Zendrowski. Der 20-Jährige, der grippegeschwächt erst in der 40. Minute eingewechselt worden war, nutzte die kurze Zeit zu durchaus beeindruckenden fünf Treffern. Insgesamt war Pade trotz aller Kritikpunkte zufrieden: "Man kann wohl nicht immer auf höchsten Niveau spielen."

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