Handballer des TuS Ickern vor Auftakt: „Sind zwei Monate durch den Wald gerannt“

rnHandball-Bezirksliga

Es geht wieder los. An diesem Wochenende starten die Handballer des TuS Ickern in die neue Bezirksliga-Saison. Zum Auftakt treffen sie auf einen Gegner, mit dem eine offene Rechnung besteht.

Ickern

, 02.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die monatelange Vorbereitung hat für die Handballer des TuS Ickern ein Ende. Am Sonntag (17 Uhr) beginnt für den Aufsteiger die neue Bezirksliga-Saison. Dabei trifft die Mannschaft auf ein Team, das TuS-Trainer Ralf Utech und seinen Spielern bestens bekannt ist.

Lange Vorbereitung

Zwei Jahre musste der TuS Ickern auf die Rückkehr in die Bezirksliga warten. Aufgrund des Saisonabbruchs gelang der Utech-Truppe im Frühjahr per Wildcard der ersehnte Aufstieg. An diesem Wochenende wird es ernst. Zum Auftakt steht die Auswärtspartie bei Mitaufsteiger Westfalia Scherlebeck auf dem Programm.

Kein einfaches Unterfangen, unterlag der TuS in der vergangenen Kreisligasaison der Westfalia doch deutlich mit 18:27. Das soll sich am Sonntag aber ändern – und die Vorzeichen sind gut.

Jetzt lesen

„Wir sind, glaube ich, in der Vorbereitung fast zwei Monate nur durch den Wald gerannt, deshalb sind die Jungs froh, dass es jetzt endlich richtig los geht“, so TuS-Trainer Ralf Utech. Dabei sei die gesamte Vorbereitung super gelaufen. Insbesondere die neuen Spieler hätten sich gut in der Mannschaft eingefunden, zudem habe man zwar nur zwei Testspiele absolviert, diese allerdings jeweils gewinnen können.

A-Jugendliche sollen Druck machen

„Es sind vier neue Spieler aus der A-Jugend und zwei Spieler aus unserer zweiten Mannschaft dazu gestoßen. Daher sind wir vor allem in der Breite des Kaders deutlich besser aufgestellt als in der vergangenen Spielzeit“, betont Utech. Gerade diese Entwicklung könne ein enormer Pluspunkt für die anstehende Bezirksliga-Saison sein.

„Die Liga ist sehr eng und entweder man spielt um den Aufstieg oder gegen den Abstieg. Für uns geht es erst einmal darum, schnellstmöglich Punkte zu sammeln, um gar nicht in einen Negativstrudel zu kommen“, unterstreicht der Coach. Da sei es von Vorteil, dass die jungen Spieler durchaus Druck auf die etablierten Akteure ausüben könnten.

Laut Utech ist das einer der letztjährigen Schwachpunkte gewesen: „Auf der einen Seite ist es natürlich gut für die Chemie, dass unsere Spieler mittlerweile sehr lange zusammenspielen, allerdings ist unseren Ü30-Jährigen auch immer mal gegen Ende eines Spiels die Luft ausgegangen.“ Deshalb sei es wichtig, dass man jetzt junge Spieler dabei habe, die vor allem auch in solchen Situationen einspringen können.

Zuschauerfrage noch unklar

Im Spiel am Sonntag könne dieser Umstand bereits wichtig werden. Angesichts von vier Absteigern in der neuen Saison sei ein guter Start enorm wichtig. „Wir wollen unser Ding durchziehen“, so Utech, „und können am Sonntag dabei personell aus dem Vollen schöpfen.“

Ob bei der Westfalia Zuschauer erlaubt sein werden, konnte Utech am Freitag noch nicht beantworten. Ohnehin sei der weitere Saisonverlauf äußerst ungewiss: „Es können immer mal Partien ausfallen, deshalb müssen wir schauen wie sich die Spielzeit entwickelt.“ Für das Gastspiel in Scherlebeck gilt es also nicht nur eine alte Rechnung zu begleichen, sondern vor allem gleichzeitig siegreich in die neue Saison zu starten.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt