Heimstarke Spvg will Spitzenreiter in die Knie zwingen

Fußball: Bezirksliga

Die Fußballer der SpVg Schwerin (4.) können am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga die Tabellenspitze maßgeblich beeinflussen – wenn sie den Tabellenersten BV Rentfort am Grafweg besiegen. Mit dem Auswärtsspiel am sechsten Spieltag bei Westfalia Huckarde (10.) tritt Schlusslicht SG Castrop in die Phase der Fußball-Bezirksliga ein, in der nur noch Siege zählen.

Castrop-Rauxel

, 15.09.2017, 18:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heimstarke Spvg will Spitzenreiter in die Knie zwingen

SG-Kapitän Dennis Dannemann (r./hier gegen Westfalia Langenbochum) verbrachte nach dem Spiel gegen die SF Stuckenbusch zwei Tage mit einer Gehirnerschütterung und einer gebrochenen Rippe im Krankenhaus.

SpVg Schwerin - BV Rentfort Sonntag, 15 Uhr, Grafweg, Schwerin

Noch stehen zwei Punkte zwischen den Gladbeckern und den Blau-Gelben von Trainer Marco Gruszka. Die sich nach dem fünften Spieltag punkt- und torgleich mit dem SV Wacker Obercastrop den vierten Tabellenplatz teilen. Da ist es nicht verwunderlich, dass an der Karlstraße diesmal auch die Daumen für die Schweriner gedrückt werden. So hat sich Wacker-Kapitän Moritz Budde im Expertentipp dieser Zeitung auf einen 1:0-Sieg festgelegt. Einfach wird das nicht.

Buddes Team hatte am vergangenen Sonntag die Rentforter, nach deren vier Siegen in Folge durch ein 3:1 die erste Niederlage beigebracht. Nervös scheinen die Gladbecker auch zu sein. Wie sonst ist es sonst zu erklären, dass der Mitfavorit um den Titel schon vier Rote Karten nach den ersten vier Spielen kassiert haben?

Doch all das interessiert den Schweriner Coach Marco Gruszka nicht wirklich. Der sagte: „Wir haben in der letzten Saison zuhause gegen Rentfort verloren und sie auf deren Anlage geschlagen.“ Warum soll das nicht diesmal auch daheim gelingen? Denn, Heimstärke ist etwas, das sich die Gruszka-Mannen nun wirklich erarbeitet haben. Vor 14 Tagen beim 3:2 gegen Eichlinghofen haben sie auch noch Nervenstärke bewiesen.

Trotz der fast einstündigen Unterbrechung wegen der Verletzung eines Gästespielers, haben sie das Spiel ruhig zu Ende gebracht. Nach dem 5:0 in Waltrop ist die Tormaschine mit drei Toren von Martin Kapitza ins Rollen gekommen. Coach Gruszka, der in Daniel Reuscheck den letzten Urlauber auf dem Platz begrüßen konnte, freut sich: „Alle sind heiß auf das Spiel.“

Huckarde - SG Castrop Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasen am Blumenkamp, Huckarde

So sieht es SG-Trainer Dennis Hasecke, der sich mit seinem Co-Trainer Marco Taschke am Donnerstag die Westfalia beim 2:2 im Nachholspiel gegen den Erler SV unter die Lupe genommen hat. Der SG-Coach sagte: „Wir haben jetzt unser straffes Anfangsprogramm hinter uns und bekommen jetzt Gegner, die mit uns auf Augenhöhe sind.“ Huckarde gehöre dazu.

Der Coach des Aufsteigers reist mit guten Erinnerungen zum Spielort. Als Trainer des SV Wacker Obercastrop hatte er dort mit 4:1 gewonnen. „Als Spieler habe ich dort in der Vergangenheit auch selbst einige Tore erzielt“, ergänzte Hasecke.

Das Huckarder 2:2 in Erle war ein guter Anschauungsunterricht. Einige Tipps zum Gegner werden die Hasecke und Taschke ihren Spielern mit auf den Weg geben. Der Kampf um den ersten Dreier ist nach zwei Unentschieden eröffnet. Hasecke sagte: „Wir haben uns bislang noch nicht belohnt.“

Yalim-Dogan Öztürk wird weiter ausfallen. Ach Benedikt Meyer-Drabert ist noch nicht dabei. Folgen hatte das Ausscheiden gegen SF Stuckenbusch für Dennis Dannemann. Der Kapitän verbrachte zwei Tage mit einer Gehirnerschütterung und einer gebrochenen Rippe im Krankenhaus. 

SV Wacker Obercastrop - Genclerbirligi Resse Sonntag, 15 Uhr, Erin-Kampfbahn, Obercastrop

Darin liegt die Crux der Geschichte. Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu hebt dafür auch mahnend den Finger und sagte am Freitag: „Wir müssen das eine Spiel abhaken und uns voll auf den nächsten Gegner konzentrieren.“ Unterschätzen will Obercastroper Coach die Gelsenkirchener nicht. Er sagte weiter: „Der Sieg beim Spitzenreiter Rentfort und der Erfolg im Westfalenpokal waren schöne Erfolgs-Erlebnisse, aber wir müssen jetzt weiter 100 Prozent geben.“ Drei Punkte sind natürlich im Fokus und damit würden die Wackeraner eine komplett erfolgreiche Woche verbuchen.

Was den Wacker-Trainer sehr beschäftigt, ist die Beschaffenheit des Kunstrasens an der Karlstraße. Er berichtete: „Es ist, als würden wir auf Beton spielen.“ Die Folge wären laut Uzunoglu Verletzungen wie bei Marcel Herder (Zerrung) oder Phil Rosenkranz (Foto/Leiste). Fehlen wird am Sonntag auch David Queder, der sich im Urlaub befindet. 

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