Kann Schwerin dem SV Wacker Hilfe leisten?

Fußball-Bezirksliga

Der 17. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga steht an. Der erste komplette Spieltag nach der Winterpause. Die Spvg Schwerin hat direkt eine schwierige Aufgabe vor der Brust. Der Spitzenreiter Vestia Disteln kommt an den Grafweg. Auch die anderen beiden heimischen Bezirksligisten laufen auf.

Castrop-Rauxel

, 23.02.2018, 18:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Hinspiel fehlte Martin Kapitza (l.) den Schwerinern gegen Vestia Disteln. Am Sonntag ist der torgefährlichste Spieler der Spvg, der bereits neun Tore auf seinem Konto hat, aber dabei.

Im Hinspiel fehlte Martin Kapitza (l.) den Schwerinern gegen Vestia Disteln. Am Sonntag ist der torgefährlichste Spieler der Spvg, der bereits neun Tore auf seinem Konto hat, aber dabei. © Volker Engel

Mit dem Meisterschaftsspiel gegen Vestia Disteln (1.) haben die Bezirksliga-Fußballer der Spvg Schwerin (5.) im ersten Pflichtspiel nach der Winterpause am Sonntag, 25. Februar, gleich eine heikle Aufgabe vor der Brust.

Im Hinspiel trennten sich beide 0:0 und wie Trainer Marco Gruszka am Freitag berichtete „hätte es durchaus einen Sieg geben können.“ Der Coach erinnert sich: „Damals haben wir quasi ohne Stürmer gespielt, wenn wir zum Beispiel nur Martin Kapitza dabeigehabt hätten, wären wir bestimmt als Sieger vom Platz gegangen.“ Und diesmal? Der mit neun Treffern torgefährlichste Spieler Kapitza ist zwar diesmal dabei, aber sonst gibt es doch arge personelle Probleme.

Dominanz im Mittelfeld fehlt

Trainer Gruszka ist sich der Schwere der eigenen Aufgabe bewusst, weil einige seiner Stammkräfte nicht zur Verfügung stehen. Wie der verletzte Fabian Gillner, dessen Dominanz im Mittelfeld fehlt. Auch die Weggänge von Mirco Burkamp (Dorstfeld), Mateusz Urbanski (nach Polen zurück) oder wie zuletzt von Soufian Moutaouafik (berufliche Gründe) zehren doch am Kader.

Weiter ist noch nicht sicher, ob Suri Ucar (Knieverletzung) der Offensive mehr Durchschlagskraft verleihen kann. Tolga Yasar hat erst zweimal nach einer Pause trainiert. Aber es fehlt nicht nur im offensiven Bereich. Torwart Marius Brödner fällt mit seiner bei der Hallenstadt-Meisterschaft erlittenen Knieblessur aus.

Bastian Fritsch wird dem SV Wacker Obercastrop am Sonntag fehlen. Er weilt im Urlaub.

Bastian Fritsch wird dem SV Wacker Obercastrop am Sonntag fehlen. Er weilt im Urlaub. © Volker Engel

Nach dem Nachholspiel auf eigener Anlage gegen die SG Castrop, geht es für den SV Wacker Obercastrop (2.) in der Fußball-Bezirksliga gleich noch einmal auf den Kunstrasen in der Erin-Kampfbahn. Am Sonntag, 25. Januar, gastiert dort der TuS Eichlinghofen (8.).

Und wie bei der verpassten Chance auf den Sturm an die Tabellenspitze in der Vorwoche, hat das Team von Trainer Aytac Uzunoglu auch diesmal die Spitze im Visier. Zwei Komponente müssen dazu passen.

"Wir dürfen nur auf uns schauen"

Zunächst sollte selbst das schwierige Spiel gegen den ehemaligen Dortmunder Titelfavoriten gewonnen werden, zum anderen darf Spitzenreiter Vestia Disteln auf dem Schweriner Berg über ein Remis nicht hinauskommen. Doch diese Art von Spekulationen will Wacker-Coach Uzunoglu gar nicht aufstellen: „Wir dürfen nur auf uns schauen.“

Wacker fehlen am Sonntag allerdings einige Spieler. Alex Wagener und Bastian Fritsch sind im Urlaub, Radule Lekic ist angeschlagen, Niko Kresic „kränkelt“ wie es Uzunoglu am Freitag nannte. Bastian Niebert, der sich bei der Feldstadtmeisterschaft auf dem Merklinder Kunstrasen im Sommer einen Fußbruch zuzog, befindet sich im Aufbautraining.

Dustin Lukat (r.), hier im Zweikampf mit Wackers Angreifer Elvis Shala, tritt mit der SG Castrop am Sonntag bei Westfalia Langenbochum an.

Dustin Lukat (r.), hier im Zweikampf mit Wackers Angreifer Elvis Shala, tritt mit der SG Castrop am Sonntag bei Westfalia Langenbochum an. © Volker Engel

Nach dem 3:3-Remis gegen den Tabellenzweiten SV Wacker Obercastrop wollen die Bezirksliga-Fußballer der SG Castrop (9.) dem nächsten Aufstiegsaspiranten ein Bein stellen. Am Sonntag, 25. Februar, geht es zum Tabellenvierten BW Westfalia Langenbochum. Anpfiff ist um 15 Uhr im Sportzentrum Herten-Nord, Backumer Straße. 

Allerdings hat die SG bislang keine gute Erfahrung mit Langenbochum gemacht. Das Hinspiel im Stadion an der Bahnhofstraße verloren die Castroper mit 0:1. „Das war Not gegen Elend – das schlechteste Spiel, was in dieser Saison von zwei Mannschaften gesehen habe“, sagt Dennis Hasecke.

"Wollen den Zuschauern etwas bieten"

Der Trainer spricht, wenn er an die Partie zurückdenkt, von einem „klassischen 0:0-Spiel“. Am Sonntag soll das anders sein. „Wir wollen den Zuschauern etwas bieten“, sagt er.

Möglich ist das, schließlich kann SG-Trainer Hasecke seine derzeit beste Elf aufbieten. Nur die Langzeitverletzten werden fehlen. Das Tor wird wieder Dominik Altmeppen hüten

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