Kinder können sich in der Turnhalle nach der Corona-Pause wieder austoben

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Nach einer langen Corona- und Sommerpause wird seit knapp vier Wochen in der Eltern-Kind-Turngruppe des Turnerbunds Rauxel (TBR) wieder gemeinsam Sport betrieben.

Habinghorst

, 10.09.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Corona-Pandemie wird häufig auf die Situation der Mannschaftssportler geblickt. Doch nicht nur sie leiden unter den Maßnahmen gegen das Virus: Das Eltern-Kind-Turnen des TBR konnte – wie sämtliche andere Sportangebote – aufgrund der Pandemie nicht mehr stattfinden. Seit März 2020 mussten die Zwei- bis Sechsjährigen ihre Füße still halten.

Nach den Sommerferien durfte Übungsleiterin Kerstin Borkenhagen dann die dienstags und donnerstags in der Sporthalle der Erich-Kästner Grundschule stattfindenden Kurse endlich wieder anbieten. „Darüber freue ich mich natürlich, auch wenn es für mich einen Mehraufwand im Vergleich zu der Zeit vor Corona bedeutet“, sagt Borkenhagen.

Schließlich müssen bestimmte Hygienemaßnahmen getroffen und bei jeder Turnstunde durchgeführt werden. So besteht im Flur, den Umkleiden und Toiletten eine Maskenpflicht. Die Hände müssen zu Beginn des Trainings und die Geräte zum Abschluss desinfiziert werden und alle Anwesenden tragen sich in eine Liste zur Nachverfolgung ein.

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In die Halle geht es durch die „Zaubertür“

In der Halle selbst können alle Beteiligten die schwierigen Zeiten dann kurzzeitig hinter sich lassen – denn trotz Corona-Bestimmungen gibt es im Vergleich zu vorher keine signifikanten Einschränkungen und Änderungen im Ablauf.

„In der Halle selbst gilt die Maskenpflicht dann ja nicht mehr für die Erwachsenen“, so Borkenhagen. Und auch die normalerweise geltenden Abstandsregeln werden ausgehebelt – das Eltern-Kind-Turnen fällt nämlich unter die Kontaktsportarten. „Ich beschreibe die Hallentür daher immer als Zaubertür", erklärt die Übungsleiterin schmunzelnd.

Übungsleiterin Kerstin Borkenhagen macht die Übungen vor, die Kinder turnen sie nach.

Übungsleiterin Kerstin Borkenhagen macht die Übungen vor, die Kinder turnen sie nach. © Nele Borkenhagen

Lieder vom Band

Eine Änderung gibt es seit Neuestem allerdings: Zur Begrüßung sowie zur Verabschiedung singen normalerweise Kinder und Eltern aus voller Kehle. Zu Zeiten von Corona nicht. Stattdessen werden die Lieder jetzt vom Band abgespielt. Beim Turnen selbst sind die Kinder dann allerdings wieder genau so frei wie immer.

Verschiedene Geräte werden aufgebaut. Die Kinder können balancieren, klettern und springen. Dem vierjährigen Piet gefällt vor allem letzteres besonders gut: „Mir macht alles viel Spaß. Am meisten mag ich aber das Sprungbrett und das Trampolin.“

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Freiraum für die Kinder

Für Piets Mutter ist es wichtig, dass die Kinder ihren Freiraum beim Sport haben. So gefällt ihr vor allem, dass alle Kinder alleine turnen und das machen dürfen, was ihnen gefällt. „Hier wird niemand zu irgendetwas gezwungen“, so Steffi Rozanski. „Die Kinder dürfen ihre eigenen Ideen haben, wie sie die Geräte bespielen.“

Darauf legt auch Borkenhagen Wert: „Mir ist es wichtig, dass mein Angebot die Kinder aller Altersstufen anspricht und die unterschiedlichen Entwicklungsstufen abdeckt“, so die Übungsleiterin über ihr Konzept, welches sie so offen wie möglich gestaltet. Die Kinder seien in der Turnhalle diejenigen, die bestimmen.

Ihr Wunsch ist es, den Teilnehmern eine entspannte, schöne und abwechslungsreiche Zeit bieten zu können. Und dies scheint bei den Familien anzukommen. Für beide Gruppen gibt es eine lange Warteliste.

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