Klage-Drohungen: Marc Olschewski wehrt sich gegen den Angriff des Trainers vom TuS Körne

rnNach Ellbogenstoß

Das Testspiel in Dortmund bleibt Fußballer Marc Olschewski vom VfB Habinghorst in böser Erinnerung. Seit der Partie muss er sich Anfeindungen vom Trainer des Gastgebers TuS Körne erwehren.

Castrop-Rauxel

, 24.07.2019, 04:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der VfB Habinghorst aus der Kreisliga A hat am Sonntag ein Testspiel beim Dortmunder Bezirksligisten DJK TuS Körne mit 2:5 (1:3) verloren. Das Ergebnis hatte nach dem Spiel keine Bedeutung. Für Aufregung sorgte dagegen eine Szene in der 69. Minute, in der der Habinghorster Spielertrainer Marc Olschewski Körne-Kapitän Christian Strelau foulte.

Strelau verletzte sich schwer: Er zog sich einen doppelten Jochbeinbruch zu. Der Dortmunder wurde bereits operiert. Die Hinrunde ist für den Führungsspieler durch diese Verletzung beendet.

Vorwürfe: „Klare Absicht“ und „Körperverletzung“

Seit dem Foulspiel muss sich Marc Olschewski auch Tage später noch harter Kritik von Körne-Trainer Dominik Grobe erwehren. Grobe unterstellt Olschewski „klare Absicht“ und „Körperverletzung“.

Grobe verwies auf ein Video des Livestream-Anbieters Soccerwatch, das die Szene zeigt. TuS Körne stellte es auf seine Facebook-Vereinsseite. Körnes Coach kritisierte das Verhalten Olschewskis und das seines Vaters Gerd Olschewski. Grobe bewertete die Reaktionen als „mega asozial“.

Klage-Drohungen: Marc Olschewski wehrt sich gegen den Angriff des Trainers vom TuS Körne

Marc Olschewski litt in den vergangenen zwölf Monaten unter den Nachwirkungen eines Kreuzbandrisses. © Volker Engel

„Ich habe niemanden beleidigt“, betont Marc Olschewski nun in einem Telefonat mit unserer Redaktion. Er zeigt sich von den Vorwürfen des Dortmunder Coaches enttäuscht und bestreitet den Vorwurf, seinen Gegner absichtlich verletzt zu haben.

Olschewski: „Ich wollte zum Ball“

Er gesteht zwar, Strelau unglücklich mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen zu haben. Aber bekräftigt auch auf Nachfrage: „Ich wollte zum Ball. Er hat versucht, mich wegzublocken. Dabei ist es passiert.“

(Wir haben das komplette Spiel als Video. Die strittige Szene fand in der 69. Minute statt an der Torauslinie statt.)

Olschewski betont, sich gleich entschuldigt zu haben und auch am Abend per WhatsApp im Nachrichtenaustausch mit dem verletzten Spieler gewesen zu sein: „Daher weiß ich auch, dass Christian Strelau meine Entschuldigung akzeptiert hat und nicht so hart reagiert wie sein Trainer.“ Von Anfeindungen sei hier nichts zu lesen. Auch die Genesungswünsche habe Strelau positiv aufgenommen.

Marc Olschewski bekräftigt: „Ich bin nicht der Typ, der vorsätzlich jemanden verletzt. Ich hatte meine eigenen Leidensphasen in den vergangenen zwölf Monaten und kann mitfühlen.“ In einem Testspiel vor einem Jahr hatte sich der Habinghorster einen Kreuzbandriss zugezogen und feierte erst vor wenigen Wochen sein Comeback.

Versöhnliche Nachrichten vom Verletzten

Coach Grobe ließ auch am Montag nicht davon ab, ihn bei WhatsApp zu attackieren, berichtet Olschewski. Grobe habe sogar rechtliche Schritte angekündigt. Olschewski meint: „Wenn es wirklich so weit kommen wird, beschreite ich auch den Rechtsweg. Denn ich werde vom Trainer auf das Übelste diffamiert.“ Diesen Rat habe sich Olschewski von seinem Spieler Dustin Lukat geholt: Der ist Polizist.

Ganz spurlos ging das Freundschaftsspiel in Körne auch an Olschewski nicht vorbei. Er war am Dienstag wegen Verdachts auf Rippenbruch beim Arzt. Der Spielertrainer wechselte sich direkt nach dem Zweikampf mit Strelau selbst aus.

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