Korfball-Trainer im Stromspar-Modus

Auf der Außenbahn

Korfball-Brüder, die trotz Konkurrenz auf dem Feld noch gemeinsame Sache machen können, eine junge Turnerin, die nicht nur in der Rhythmischen Sportgymnastik ein Ass ist und ein Handballtrainer, der sich darüber freut, dass sein Team am Sonntag nicht selbst auflaufen musste - das bieten die Anekdoten heimischer Sportler vom Wochenende.

CASTROP-RAUXEL

, 02.02.2016, 06:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Detlef (l.) und Rüdiger Dülfer trainieren unterschiedliche Teams, machen aber bei der Analyse der Spiele aber durchaus gemeinsame Sache - wenn es auch auch nur um das Teilen der Videokamera geht.

Detlef (l.) und Rüdiger Dülfer trainieren unterschiedliche Teams, machen aber bei der Analyse der Spiele aber durchaus gemeinsame Sache - wenn es auch auch nur um das Teilen der Videokamera geht.

Rana Tokmak, aus Castrop-Rauxel stammende Mannschaftsführerin der deutschen Nationalmannschaft in der Rhythmischen Sportgymnastik, hatte jetzt bei einem Wettbewerb außerhalb ihrer sportlichen Laufbahn Erfolg - als Malerin. Bei der 4. Europäischen Jugend-Kunstausstellung gehört sie zu den 25 talentiertesten Künstlern. Zwei ihrer Werke wurden jetzt in den Herner Flottmannhalle ausgestellt. Ihr Werk "Entwurzelt und vertrieben" wurde zudem im Kunstkatalog aufgenommen.

Detlef Dülfer, Korfball-Trainer des Regionalliga-Schlusslichts HKC Albatros, erwies sich zusammen mit seinem Bruder Rüdiger Dülfer (Coach des Schweriner KC) am Samstagabend als Strom-Sparer. Beide hatten vor dem Duell (12:22) ihrer beiden Teams in der ASG-Sporthalle ihre Video-Kameras mitgebracht, um die Partie aufzuzeichnen. Detlef Dülfer berichtet: "Zwei Kameras laufen zu lassen, hätte doch keinen Sinn gemacht. Wir haben uns darauf geeinigt, dass meine Kamera das Spiel aufnimmt. Das Elektrogerät von Bruder Rüdiger Dülfer kam am Wochenende aber auch noch zum Einsatz: Für den Sonntag übergab er dieses an Spielerin Ina Heinzel. Sie filmte für eine Analyse das Duell des KV Adler Rauxel gegen die SG Pegasus Rommerscheid (10:19) aus dem Rheinland.

Stephan Speckbacher, Trainer des Handball-Bezirksligisten HSG Rauxel-Schwerin, hatte am vergangenen Sonntag ein volles Programm, obwohl das Spiel seines Teams gegen Haltern-Sythen 2 wegen des parallel stattfindenden EM-Endspiel verlegt worden war. Zunächst lief Speckbacher selbst für die dritte HSG-Mannschaft in der 4. Kreisklasse auf und steuerte vier Treffer zu deren 26:16-Siegen gegen Gelsenkirchen-Süd 3. Anschließend war vor der Großbildwand in der ASG-Sporthalle Mitfiebern und Feiern mit dem deutschen Team angesagt. Zeit für eine augenzwinkernde Nachricht an diese Redaktion fand Speckbacher auch noch: "Da hat sich doch gelohnt, nicht zu spielen."

Lesen Sie jetzt