Korfballer machen die „Schotten“ dicht

Auf der Außenbahn

Schotten dicht machen? Die sind doch gemeinhin noch trinkfester als Deutsche! So war es ja auch nicht gemeint, als eine deutsche Korfballerin ihre Mitspieler eben genau dazu aufforderte. Und sie sollte erhört werden. Zudem darf sich Castrop-Rauxel mit einem Basketball-MVP schmücken und zwei Billard-Asse spielen - weil versprochen - kommende Saison auf "kleiner Kiste".

CASTROP-RAUXEL

, 06.06.2016, 16:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ina Heinzel (Nummer 1), hier gegen Serbien, motivierte ihre Mitspieler gegen Schottland mit einem flotten Spruch.

Ina Heinzel (Nummer 1), hier gegen Serbien, motivierte ihre Mitspieler gegen Schottland mit einem flotten Spruch.

Ina Heinzel, Korfballerin beim Schweriner KC, war mit dem Deutschen Nationalteam bei der Europameisterschafts-Qualifikation im slowakischen Nitra unterwegs. In der Vorrundengruppe traf die Auswahl auf Schottland. Im Mannschaftskreis unmittelbar vor dem Anpfiff schwor Heinzel ihre Teamkollegen ein. "Heute machen wir die Schotten dicht" war da von der Schwerinerin zu hören. Mit Blick auf den Gegner ein eher lustiger Spruch, bewahrheitete sich dieser im Spielverlauf aber. Das deutsche Team bekam lediglich vier schottische Gegentreffer.

Jochen Schittkowski, Teammanager der deutschen Korfball-Nationalmannschaft, sorgte für einen "Running gag" innerhalb der Mannschaft während der Europameisterschafts-Qualifikation. Bei der Anmeldung im Hotel schrieb Schittkowski den Nachnamen "Hußmann", von Thorsten Hußmann von der SG Pegasus, auf. Das führte aber zu Problemen. Schittkowski berichtete: "Den Buchstaben ‚ß' gibt es in der Slowakei nicht, also hat man im Hotel aus ‚Hußmann' einen ‚Hubmann' gemacht, weil sich die Buchstaben eben ähneln.

André Bienek, Rollstuhlbasketballer bei der RSG Thuringia Bulls, wurde von den Lesern des Magazins "Rollt.", in dem sich alles um den Rollstuhlbasketball dreht, zum wertvollsten Spieler der Saison ("MVP" - Most valuable Player) gewählt. Mit 38 Prozent der Stimmen setzte sich der Nationalspieler aus Castrop-Rauxel gegen zwölf Konkurrenten durch. Nach dem "Triple" mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft, des Deutschen Pokals und des Europa-Cups ("André Vergauwen-Cup", eine persönliche Auszeichnung für den Rollstuhlbasketballer.

Markus Dömer, Bundesliga-Billardspieler des ABC Merklinde, hält sich mit seinem Teamkameraden Uwe Klein an die Devise "Eine Hand wäscht die andere". Weil Dirk Wörmer vom BC Stadtlohn beim Dreiband-Aufstieg der Merklinder aus der Oberliga in die 2. Bundesliga maßgeblich beteiligt war, revanchieren sich die beiden Merklinder. Sie heuern nun - neben den Spielen am großen Billard für den ABC - bei den Münsterländern an. Markus Dömer erklärt: "Zum Gefallen für Dirk spielen wir dort auf der kleinen Kiste mit."

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