Kreisliga-A-Spielplan: Merklinde und FCF II spielen fünf Derbys in sechs Wochen

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So Corona will, beginnt in vier Wochen die Saison der Amateurfußballer. Jetzt können sich auch die Castrop-Rauxeler Kreisliga-A-Kicker orientieren, wann sie auf wen treffen.

Castrop-Rauxel

, 10.08.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Mit sechs Mannschaften in Castrop-Rauxel in der Fußball-Saison 2020/21 in der Kreisliga A vertreten: Neben den Aufsteigern Eintracht Ickern und Victoria Habinghorst sind die etablierten Teams des VfB Habinghorst, Sus Merklinde, FC Frohlinde II und Arminia Ickern am Ball. Am Sonntag, 6. September, werden die Kicker des Sextetts erstmals seit sechs Monaten wieder um Punkte spielen - so Corona will. Der Spielplan ist jetzt bei fussball.de veröffentlicht worden.

Jordan peilt sieben Punkte aus den ersten fünf Spielen an

Im ersten Spiel nach der Rückkehr in das Kreisliga-Oberhaus (nach neun Jahren) bekommt es die Victoria Habinghorst mit dem Mitaufsteiger Zonguldakspor Bickern zu tun - auswärts. Victoria-Coach Danny Jordan sagt mit Blick auf die folgenden vier Partien: „Sieben Punkte aus fünf Spielen wären für uns Klasse.“ Denn die Habinghorster bekommen es nach Zonguldakspor gegen ETuS Wanne laut Jordan „mit dem zweiten motivierten Aufsteiger“ zu tun – gegen beide spielt Victoria auf ungeliebtem Ascheplatz. SF Wanne II, der BV Herne-Süd und der DSC Wanne II verfügen alle über erfahrene Kreisliga-A-Mannschaften, meint der Trainer: „Da wird für uns jedes Spiel eine riesige Herausforderungen.“ Jordans Marschroute: „In den Heimspielen müssen wir versuchen, unbedingt dreifach zu punkten. Auswärts wollen wir zwischendurch einmal Punkte entführen.“

Danny Jordan, Trainer des Kreisliga-A-Aufsteigers Victoria Habinghorst.

Danny Jordan, Trainer des Kreisliga-A-Aufsteigers Victoria Habinghorst. © Jens Lukas

Die Eintracht Ickern, die als Kreisliga-B-Meister in die A-Liga befördert wurde, hat beim Kreisliga-A-Comeback nach vier Jahren eine Auswärtspartie auf Asche vor der Brust. Für das Team von Eintracht-Coach Erkan Gül geht die Reise zum SV Holsterhausen. Gül betont: „Ich habe noch viel Arbeit, bis wir auf dem richtigen Stand sind.“ Das wird derzeit schwierig. Denn aufgrund der Tartanbahn-Renovierung an der Uferstraße müssen die Eintrachtler umziehen. Gül: „Wir müssen uns eine Platzhälfte mit der zweiten Mannschaft und unserer A-Jugend im Stadion an der Bahnhofstraße teilen. Das ist alles andere als optimal.“ Das Plus der Ickerner ist: Im September wird kein Spieler im Urlaub sein.“

Kim Weber, Trainer des SC Arminia Ickern, im Spiel im März 2020 gegen den FC Frohlinde II (2:2)

Kim Weber, Trainer des SC Arminia Ickern, im Spiel im März 2020 gegen den FC Frohlinde II (2:2) © Jens Lukas

Der SC Arminia Ickern hatte sich aufgrund der Umbauarbeiten der Umkleidekabinen in der Glückauf-Kampfbahn für den ersten Spieltag ein Auswärtsspiel gewünscht. Diesen Wunsch konnte Staffelleiter Andreas Pelzing (FC Frohlinde) erfüllen. Für das Duell mit dem ETuS Wanne steht für die Schützlinge der Trainer Kim Weber und Kevin Sykora die Reise zur Gelsenkirchener Straße nach Wanne an. Pelzing zudem: „Die Ickerner können jedem Gegner anfragen und das Heimrecht tauschen. Dann spielen sie in der Rückrunde daheim.“ Kim Weber will das mit der Arminen-Vorstandsmannschaft angehen. Das erste Heimspiel soll erst nach dem Bau-Ende stattfinden, alle Partien zuvor auswärts.

Björn Brinkmann, der neue Coach des SuS Merklinde.

Björn Brinkmann, der neue Coach des SuS Merklinde. © Volker Engel

Der Ex-Bezirksligist SuS Merklinde (Abstieg 2014) ist mit seinem neuen Trainer Björn Brinkmann zum Auftakt Gast des DSC Wanne II. Die Reserve des Westfalenligisten aus Herne hat den Plan mit einem Aufstieg die Lücke zur Ersten ein wenig schließen. Hier sieht Martin Broll, der Sportliche Leiter des SuS, eine Gefahr. Denn zu Saisonbeginn werden wahrscheinlich Akteure von DSC I in der Zweiten mitspielen. Das droht auch am zweiten Spieltag beim SV Wanne 11 II, dessen Erste in der Landesliga kickt.

Die Merklinder bestreiten alle ihre fünf Derbys binnen fünf Wochen. Zwischen dem 27. September und dem 8. November arbeitet der SuS die Duelle gegen den VfB Habinghorst, gegen Frohlinde II, bei Arminia, bei Victoria sowie gegen Eintracht ab.

Frohlindes Trainer Jimmy Thimm im Spiel des FCF II beim SC Arminia Ickern (2:2) im März 2020.

Frohlindes Trainer Jimmy Thimm im Spiel des FCF II beim SC Arminia Ickern (2:2) im März 2020. © Jens Lukas

Frohlinde II spielt alle fünf Derbys binnen sechs Wochen

Der FC Frohlinde II mit Trainer Jimmy Thimm geht in sein viertes Kreisliga-A-Jahr mit der Partie beim BV Herne-Süd II. Thimm: „Bei uns kommt zwischen dem fünften und dem zehnten Spieltag kein Ruhe-Puls auf.“ Denn auch für den FCF II stehen alle fünf Derbys binnen sechs Wochen auf dem Programm: in Merklinde, gegen den VfB, gegen Arminia, gegen Victoria und bei Eintracht. Jimmy Thimm: „Da ist das Spiel dazwischen am achten Spieltag bei RWT Herne wie eine Kur. Wir freuen uns riesig auf die Aufgaben.“

Der VfB Habinghorst mit Trainer Marc Olschewski bekommt zum Auftakt Gäste. Der als spielstark bekannte FC Marokko Herne kommt in die Kampfbahn Habichthorst. Die Herner arbeiten bereits seit vielen Jahren am Ausbruch aus dem Kreisliga-Bereich. Bislang vergebens.

Marc Olschewski meint: „Das ist ein Monster-Programm für uns an den ersten Spieltagen. Zum Glück spielen wir gegen Marokko daheim. Dann geht es aber zum VfB Börnig. Im Extremfall kann das auch ein bitterer Start für uns werden – zumal wir in der dritten Woche spielfrei haben und den anderen nur zuschauen können.“ Am 18. Oktober kommt es zum Duell mit dem Aufsteiger Zonguldakspor – laut Olschewski „ein Geheimfavorit“. Die drei Derbys binnen fünf Wochen hätten ihre eigenen Gesetze und bergen somit Risiken. Olschewski: „Da können wir nur hoffen, dass wir bis in den November hinein von Verletzungen verschont bleiben und auf vollen Kader zurückgreifen können. Erst dann wird es von den Gegnern her etwas ruhiger.“

Marc Olschewski, Trainer des VfB Habinghorst.

Marc Olschewski, Trainer des VfB Habinghorst. © Volker Engel

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