KV Adler haben keine Angst vor Raptoren

Korfball: Europa Cup

Auf dem Weg zur Europa Cup-Endrunde im Januar 2017 in den Niederlanden müssen die Korfballer des KV Adler Rauxel einen Abstecher nach Wales machen. Dort geht in der Hauptstadt Cardiff am 24. und 25. September, die Qualifikation für das Turnier der europäischen Landesmeister über die Bühne.

CASTROP-RAUXEL

, 26.07.2016, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Johannes Langer (am Ball) gelangen im Spitzenspiel gegen den TuS Schildgen zwei Körbe für Adler Rauxel.

Johannes Langer (am Ball) gelangen im Spitzenspiel gegen den TuS Schildgen zwei Körbe für Adler Rauxel.

Gastgeber und Gruppengegner in Wales ist der Cardiff Raptors Korfball Club. Der Vereinsname, in dem auch die Kurzform der gefährlichen Dinosaurier-Gattung der Velociraptoren steckt, ist Furcht einflößender als es das Team ist. Adler-Trainer Patrick Fernow sagt: „Die Waliser haben recht cool gestaltete Trikots. Das ist es aber auch schon, weil es sich dabei eher um eine Hobbymannschaft handelt.“

Zudem treffen die Castrop-Rauxeler Korbjäger auf den polnischen Meister UKK WUM Warschau sowie den slowakischen Titelträger SKK Dolphins Prievidza. Die beiden Erstplatzierten nach den Gruppenspielen qualifizieren sich direkt für die Endrunde 2017. Patrick Fernow sagt: „Obwohl wir allen Gegnern mit Respekt begegnen, sollte es unser Anspruch sein, die Gruppe auf dem ersten Platz abzuschließen.“

Zwei starke Angreifer

Ärgster Gegner könnten die Polen sein. Trainer Fernow hat das Warschauer Team durch Videomitschnitte ihrer internationalen Partien analysiert – und berichtet: „Sie haben zwei starke Hauptangreifer, die jeweils acht Körbe pro Spiel werfen können und einen guten Nebenangreifer. Ihre Schwäche liegt auf der Frauen-Seite. Das müssen wir ausnutzen.“

Slowaken mit Routiniers

Ein Bild von der slowakischen Mannschaft aus Prievidza hatte sich Fernow noch nicht gemacht. Er weiß aber, dass dieses Team „in die Jahre gekommen“ sei. Welche neuen Akteure neben den Routiniers auflaufen, bleibe abzuwarten.

Noch steht in den Sternen, ob die Adleraner mit dem Flugzeug reisen – oder mit dem Bus durch den Eurotunnel. Für den Flug müssten sie 300 Euro pro Person berappen, erklärt Patrick Fernow. Dieser kann beinahe mit seiner Bestbesetzung in Wales antreten. Am ersten Spieltag wird Maurice Grammel fehlen, weil er eine Klausur schreibt. Fernow sagt: „Wir überlegen noch, ob es Sinn macht, dass er allein für das Spiel gegen Cardiff nachreisen soll. Entscheidend wird es wohl nicht mehr.“.

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