Malte Jakschik sieht „noch viel Luft nach oben“

Rudern

Die Langstrecken-Regatta des Deutschen Ruderverbandes (DRV) auf dem Dortmund-Ems-Kanal war für Malte Jakschik vom Ruderverein Rauxel der erste Vorbereitungswettbewerb für die Olympischen Spiele 2016. Im Interview spricht der 22-Jährige vor dem Trainingslager in Portugal über seine Chancen auf einen Platz im Deutschland-Achter.

CASTROP-RAUXEL

, 01.12.2015, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Malte Jakschik (2. v. r.) bereitet sich auf die Olympischen Spiele vor und hofft auf einen Platz im Deutschlandachter.

Malte Jakschik (2. v. r.) bereitet sich auf die Olympischen Spiele vor und hofft auf einen Platz im Deutschlandachter.

Herr Jakschik, wie ist Ihr Eindruck nach dem ersten Wettkampf der Olympia-Vorbereitung? Wir sind ja mehr zum Training gefahren, ohne große Vorbereitung. Unser Top-Niveau haben wir jetzt natürlich noch nicht abrufen können, sondern wollen dies im Sommer machen. Aber wir konnten gucken, wo wir stehen, wenn wir aus dem Stand antreten.

Stellt Sie Ihr siebter Platz im Zweier mit Maximilian Reinelt zufrieden? Das war jetzt nicht die super Leistung, mit der man zufrieden sein kann, aber es ist noch früh, da ist noch viel Luft nach oben.

Macht es bei der Saison-Vorbereitung einen Unterschied, dass die Olympischen Spiele auf dem Programm stehen? Ja klar, wir machen sowohl vom Umfang als auch von der Intensität her mehr. Man versucht das über mehrere Jahre aufzubauen. Am Donnerstag geht es zum Trainingslager nach Avis in Portugal. Den genauen Trainingsplan kenne ich noch nicht, wir haben die Achter, aber auch die Vierer und Zweier verladen. Das gibt eine bunte Mischung.

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Wie lange sind Sie dort, und was kommt danach? Für drei Wochen. Danach kommt erst mal Weihnachten. Dann steht das nächste Trainingslager in Italien an.

Ihr Mannschaftskamerad Andreas Kuffner ist nach einer Bandscheiben-Operation wieder zurück und hat den Ergometer-Wettbewerb gewonnen. Was hätte man von ihm im Zweier erwarten können, wenn sein Partner, Eric Johannesen, nicht erkrankt wäre? Die beiden sind schon recht fix im Zweier unterwegs. Sein Partner wohnt aber in Hamburg, er in Berlin. Von daher weiß ich nicht, wie gut sich beide gemeinsam vorbereiten konnten.

Verschärft sich durch Kuffners Rückkehr und die nachdrängenden jüngeren Ruderer die Konkurrenzsituation um einen Olympia-Platz? Ja klar. Der Konkurrenzkampf ist immer da, jeder will dahin, aber die Plätze sind begrenzt.

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Wie gut schätzen Sie Ihre Chancen ein? Es ist ja noch Zeit bis dahin. Ich hoffe, dass es am Ende gut ausgeht, aber das hofft halt jeder. Daher wird es ein spannender Winter.

Olympia 2024 in Hamburg ist nach dem Bürger-Referendum vom Tisch. Bedauern Sie diese Entscheidung? Ich hatte ja nicht das Recht da mitzubestimmen. Aber für die Sportler ist es sehr schade, dass man eine solche Chance liegen lässt.

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