Marc-André Kruska - Abschied vom Traumverein

100 Jahre BVB

CASTROP-RAUXEL 53 Minuten waren gespielt, am letzten Bundesliga-Spieltag im Jahr 2005. Die Mannschaft von Borussia Dortmund lag im Westfalenstadion mit 0:1 gegen den FC Hansa Rostock zurück. Die Zuschauer zitterten - schließlich ging es in diesem Spiel um einen möglichen Einzug ins internationale Geschäft. Da kam Marc-André Kruskas große Stunde.

von Von Florian Kopshoff

, 06.11.2009, 11:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der junge Castrop-Rauxeler zog ab und sah den Ball vor der Südtribüne ins Rostocker Netz fliegen - 1:1. Wenige Sekunden später feierte Marc-André Kruska seinen ersten Bundesliga-Treffer.

Der junge Castrop-Rauxeler zog ab und sah den Ball vor der Südtribüne ins Rostocker Netz fliegen - 1:1. Wenige Sekunden später feierte Marc-André Kruska seinen ersten Bundesliga-Treffer.

"Ich war schon immer ein großer BVB-Fan" "Das war etwas Besonderes, weil ich schon immer ein großer BVB-Fan war", erinnert sich Kruska an sein Tor und die Anfangszeit bei Borussia. Zu Beginn sei es auch gut gelaufen: "Ich habe immer gespielt. Das war eine tolle Zeit", erzählt der gebürtige Rauxeler, der seine frühen Jugendjahre auf den Plätzen von Arminia Ickern (bis 1992) und VfR Rauxel (bis 1999) verbrachte.

Inzwischen spielt Kruska in der 2. Bundesliga für den FC Energie Cottbus. Eine Zwischenstation hat er zuvor in Belgien, beim FC Brügge, eingelegt. Am 31. Dezember 2008 war die neunjährige Zeit bei Kruskas Herzensclub, für den er seit seinem zwölften Lebensjahr gespielt hatte, offiziell vorbei. Wechsel aus reiner Vernunft: "Es war besser zu gehen"Ein Transfer eben. Profi-Alltag. Oder? Nein, der Abschied sei ihm sehr schwer gefallen, erzählt der Neu-Cottbuser und gesteht: "Weil der BVB immer noch mein Traumverein ist."

Nur die Vernunft hatte Kruska zum Wechsel überredet: "Für meine persönliche Entwicklung war es besser, zu gehen." Dem Mittelfeld-Akteur war es zuletzt nicht gelungen, sich in Borussias Stammelf zu etablieren. In der Hinrunde der Saison 2008/09 betrat Kruska nur noch zwei Mal das Feld.

Stammplatz? In Brügge nicht, in Cottbus schon Vom Wechsel nach Brügge hatte sich der Rauxeler dagegen einen Stammplatz und vor allem internationale Luft versprochen. Schließlich war dem FC Brügge im Gegensatz zum BVB die Qualifikation für die Europa-League gelungen. Doch auch im Nachbarland blieb Kruska ein Stammplatz verwehrt. Nächste Etappe: Cottbus.

In Deutschlands Osten fühlt sich Kruska wohl. Auch wenn der Bundesliga-Absteiger aus der Lausitz mit Platz zwölf derzeit nicht die Erwartungen erfüllt. Kruska: "Für den Verein verläuft die Saison bislang nicht so positiv. Meine persönliche Situation ist aber gut. Ich spiele immer, habe meinen Rhythmus gefunden und bin auf dem Weg zu meiner Bestform." Und: In Markus Brzenska traf der Castrop-Rauxeler in Cottbus einen alten Freund aus Dortmunder Tagen wieder.

"Ich würde gerne noch einmal für den BVB auflaufen"Die Partie gegen Hansa Rostock im Jahr 2005 endete übrigens mit 2:1 für den BVB. Im UEFA-Cup durften Kruska und Co. in der Folgesaison trotzdem nicht auflaufen. Weil Konkurrent Leverkusen mit 5:1 in Mönchengladbach siegte.

"Dass sich der BVB in dieser Saison für den internationalen Wettbewerb qualifiziert", hofft Kruska dieser Tage. Möglicherweise erhält ja sogar er selbst noch einmal die Chance das internationale Parkett in Schwarz-Gelb zu betreten. "Ich würde gerne noch mal für den BVB auflaufen", sagt er: "Ich bin ja noch jung."

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