Markus Krawietz: Aus der Bezirks- bis in die Oberliga

Serie: "Auswärtsspiel"

In zahlreichen Vereinen in Castrop-Rauxel sind heimische Sportlerinnen und Sportler aktiv. Doch auch außerhalb der Europastadt üben einige von ihnen ihren Sport aus – um höherklassiger zu spielen oder um besondere Trainingsmöglichkeiten zu nutzen. In der Serie "Auswärtsspiel" stellen wir sie vor. Diesmal blicken wir auf die Laufbahn von von Fußballer Markus Krawietz.

CASTROP-RAUXEL

, 17.08.2016, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der heute 31-jährige Stürmer hatte sich im Sommer 2005 vom SuS Merklinde in der Bezirksliga (8. Liga) aufgemacht, in höheren Spielklassen auf Torejagd zu gehen. In den folgenden elf Jahren lief er für Clubs der NRW-Liga (2012 aufgelöste, fünfthöchste Spielklasse in Deutschland), der Oberliga (neue 5. Liga) und der Westfalenliga (6. Liga) auf. Stationen waren der VfL Hüls (bis Sommer 2010), die Spvg Hamm (2011), der DSC Wanne (2012), der SV Zweckel (2013) und der SC Holzwickede (2016).

Die langen Fahrten zum Training sowie die weiten Reisen zu den Auswärtsspielen haben nunmehr ein Ende. Der 1,90 Meter große Angreifer ist Vater eines Sohnes geworden, vor vier Jahren nach Waltrop umgezogen und hat beschlossen kürzer zu treten. Er sagt: "Während ich im Auto saß, habe ich gemerkt, dass es Wichtigeres als Fußball gibt, vor allem die Familie." Weshalb Krawietz seit Saisonbeginn als Spielertrainer beim Bezirksligisten Teutonia/SuS Waltrop am Ball ist, um einen alten Bekannten aus Zeiten bei der SG Castrop, Dennis Behrens, zu unterstützen.

Den Castrop-Rauxeler Fußball hat Krawietz nicht ganz aus den Augen verloren, war ein ums andere Mal bei den Hallenstadtmeisterschaften auf der Tribüne zu sehen. Er urteilt: "Eigentlich ist es schade, dass es keine der heimischen Mannschaften geschafft hat, über die Landesliga hinaus aufzusteigen. Ich hätte es mir für meine Heimatstadt gewünscht."

Auf seinem Fußballer-Altenteil hätte Markus Krawietz, der in der Jugend beim VfR Rauxel, SG Castrop und Merklinde groß geworden ist, auch in die Europastadt zurückehren können. Er berichtet: "Hätte die SG Castrop den Bezirksliga-Aufstieg geschafft, wäre es eine Option gewesen, dorthin zu gehen."

An zwei Aufstiegen war Krawietz beteiligt – mit dem VfL Hüls (zur NRW-Liga) sowie dem SV Zweckel (Westfalenliga). Die Aufstiege nennt er seine "sportlichen Höhepunkte". Vor allem mit Marl-Hüls sei es eine tolle Sache gewesen. Der Castrop-Rauxeler betont: "Das war schon eine geile Truppe, mit der wir da gespielt haben."

Olaf Thon als Trainer

Auch namhafte Trainer hatte Markus Krawietz im vergangenen Jahrzehnt. Er sagt: "Die haben mir sehr viel mitgegeben." Die ehemaligen Schalker Profis Ingo Anderbrügge, Olaf Thon und Klaus Täuber waren einige davon. Die Arbeit mit dem ehemaligen Stoßstürmer Täuber habe besonderen Spaß gemacht. In all den Jahren sei wohl vor allem seine Athletik seine Qualität gewesen, meint Krawietz und erklärt: "Dafür war ich immer Stammgast im Fitness-Studio und habe Kraftsport gemacht."

In der jüngst angepfiffenen Saison wird er im Waltroper Trikot auch auf Castrop-Rauxeler Sportplätzen wieder seine Spuren hinterlassen. Mit der Teutonia/SuS möchte er eine solide Spielzeit hinlegen. Er sagt: "Ich kenne die Liga zwar nicht. Vor zwei Jahren ist die Mannschaft beinahe aufgestiegen und steckte in der vergangenen Saison überraschend im Abstiegskampf. Ich hoffe, wir können wieder oben mitspielen."

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