Meister-Pfeifer und Wilson-Liebhaber

Auf der Außenbahn

CASTROP-RAUXEL Ein echter Meister-Pfeifer Ein verletzter Kurz-Urlauber. Ein waschechter Wilson-Liebhaber. Und ein wiedergenesener Berg-Läufer. Diese heimischen Sportler treffen Sie heute in unserer Rubrik "Auf der Außenbahn".

von Von Carsten Loos, Jürgen Weiß und Jan Große-Gelder

, 25.05.2009, 13:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Adam Barnes, Tennisspieler vom TC GW Frohlinde, hätte bei den Westfalenmeisterschaften am Wochenende in Brackwede auch in der Herren-Konkurrenz starten können. Dort wäre er an Position vier gesetzt worden. Doch Barnes entschied für einen Start im Wettbewerb der Herren 30, den er ohne Satzverlust gewann. Doch seine Entscheidung hatte nicht nur mit den höheren Siegchancen zu tun. Ausschlaggebend waren die Bälle: Während in allen anderen Klassen mit Dunlop-Bällen gespielt wurde, griffen die Damen und Herren 30 zu den Filzkugeln von Wilson. Und mit denen spielt Barnes demnächst auch für Westfalia Dortmund in der 2. Bundesliga der Herren 30. "So konnte ich mich schon mal an daran gewöhnen", erklärte Barnes.

Martin Broll, Sportlicher Leiter des SuS Merklinde, ist nach seiner schweren Verletzung (Lungenquetschung) wieder auf der Piste. Nein, beim Fußballspiel gegen Brünninghausen gab er die Kommandos (noch) von der Seitenlinie, doch seinen persönlichen sportlichen Leistungsnachweis hatte der 44-jährige schon einen Tag vorher abgeliefert. Da nahm er mit seiner Ehefrau Christa am Rothaarsteiglauf im Sauerland teil. Broll, dem die bergige Strecke wie auch seiner Gattin nichts ausmachte: "Wunderbare Landschaft von Niedersfeld nach Winterberg, da werden Gedanken frei." Sicherlich wird der Merklinder, der in Obercastrop lebt, weiter an die neue Saison gedacht haben, obwohl die Planungen fast abgeschlossen sind. Einen Knaller hat Broll nämlich als Neuverpflichtung noch in der Hinterhand: "Ein Mann, um den sich viele Vereine reißen würden."

Marc Kruska, vom VfR Rauxel stammender Fußballprofi des belgischen Erstligisten FC Brügge, hat nach seinem verletzungsbedingten Aus für die U21-Europameisterschaft in Schweden aus der Not eine Tugend gemacht. Der 21-jährige Europastädter ist gleich nach der Absage in einen (Kurz-)Urlaub gedüst. Danach will er in einer Rehabilitation in Deutschland seine Innenbanddehnung am Knie auszukurieren, die er im letzten Saisonspiel erlitten hat. Eine späte Bestätigung für seinen Wechsel in der Winterpause von Borussia Dortmund nach Brügge erhielt er überdies am Wochenende: Mit dem belgischen Tabellendritten spielt Kruska in der nächsten Saison in der neuen Europa League (bisher UEFA-Cup), der BVB verpasste indes in allerletzter Minute den Sprung auf die internationale Ebene.Thorsten Kinhöfer, Nummer eins unter den Schiedsrichtern im Fußballkreis Herne/Castrop-Rauxel, darf sich seit dem Wochenende mit Fug und Rechte Meister-Pfeifer rufen lassen. Der 40-jährige FIFA-Referee vom SC Constantin Herne leitete die finale Bundesliga-Entscheidung um den Meistertitel zwischen dem VfL Wolfsburg und Werder Bremen. Mit einem deutlichen 5:1-Sieg sicherten sich darin die Niedersachsen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte die Meister-Schale. Was Horst-Dieter Reuter, Vorsitzender der Spvg Schwerin, vom fünften Platz der ersten Fußball-Mannschaft hält - das lesen Sie in der Dienstagsausgabe (26. Mai) der Castrop-Rauxeler Ruhr Nachrichten.

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