Meister RVR zieht sich aus der Bundesliga zurück

Rudern

Der Frauen-Achter des RV Rauxel hat sich als amtierender Meister aus der Ruder-Bundesliga (RBL) zurückgezogen. Wie von RBL-Manager Boris Orlowski zu erfahren war, habe der Verein von der Wartburginsel keine Startlizenz für die kommende Saison beantragt. Der Grund für den Nichtantritt liegt im Personal.

CASTROP-RAUXEL

, 13.04.2016, 16:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Frauen-Achter des RV Rauxel.

Der Frauen-Achter des RV Rauxel.

"Wir können leider nicht mehr an den Start gehen", erklärte die Rauxeler Kapitänin Magdalena Jakschik, "wir haben inzwischen zu wenig Athletinnen." Ein Zwölfer-Kader sei notwendig, in der Meisterschafts-Saison bestand das Team sogar aus 14 Sportlerinnen. Nun aber treten viele Besatzungsmitglieder einen neuen Job an oder ziehen um – zum Teil ins Ausland.

Der personelle Aderlass war zu groß, so Jakschik, um ihn aus den eigenen Reihen kompensieren zu können. "Wir sind natürlich traurig", sagte Jakschik, "aber wir müssen auch realistisch sein." Leicht habe man sich die Entscheidung nicht gemacht, schilderte die Kapitänin, die das RVR-Team seit 2010 mit aufgebaut hatte. Man habe aber feststellen müssen, dass man für die kommende Saison nur mit sieben Besatzungsmitgliedern planen könne, von denen lediglich eines am Ende der Saison noch vor Ort ansässig sein werde.

Auch die Idee, eine Startgemeinschaft mit dem DRC Hannover (zuletzt Fünfter der Abschlusstabelle) zu bilden, scheiterte letztlich an den Entfernungen. "Wir wären gerne weiter in der Ruder-Bundesliga gefahren", so Jakschik, "da hängt ja auch Herzblut dran." Doch jedes Nicht-Antreten würde 1000 Euro Strafe kosten – rund die Hälfte der gesamten Startgebühr für eine komplette Saison mit fünf Renntagen.

Nun tritt die Rauxeler Equipe ab, die in der vergangenen Saison gleich zwei Mal Vereinsgeschichte schrieb: mit der ersten Bundesliga-Meisterschaft und dem ersten Gewinn der Ruder-Champions-League. "Man soll immer dann aufhören, wenn es am Schönsten ist", sagte Magdalena Jakschik. Sie hoffe darauf, dass der RV Rauxel in ein paar Jahren einen Neuanfang in der RBL wagen könne.

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