Mit neuem Mut gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter

Spvg Schwerin

CASTROP-RAUXEL Die Vorgaben könnten nicht gegensätzlicher sein: Der unbesiegte Tabellenführer SW Wattenscheid 08, der scheinbar gewinnt wie er will. Und die Spvg Schwerin, die durch zwei Niederlagen in Folge einen Euphorie-Stopp erlitten. Da kann nur eins helfen: der neue Mut aus dem 14:1 im Testspiel

von Von Jürgen Weiß

, 06.11.2009, 15:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit neuem Mut gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter

Fußball-Landesliga 3: Spvg Schwerin - SW Wattenscheid 08 (So. 14.30 Uhr)

Nur so ist zumindest zu erklären, dass sich Stephan Hornberger nach seiner Auswechslung vor zwei Wochen gegen Günnigfeld sehr rüde benahm. Für Trainer Hansi Lewark ist die Sache gegessen: "Die Entschuldigung per SMS war zu wenig. Der spielt bei mir nicht mehr." Ansonsten sieht der Coach für Sonntag nicht zu schwarz: "In der Woche fehlten mir beim Training zwar Daniel Wiencek und Steve Kozole mit einem grippalen Infekt, doch beide werden am Sonntag dabei sein."

Wattenscheid hat 33 Tore erzielt - und die beste Defensive Gerade die Defensivexperten werden gegen die Mannschaft des Ex-Profis Eduard "Ede" Buckmaier, der für die SG Wattenscheid in der 1. und 2. Liga auflief, gefordert sein. Mit 33 erzielten Toren zeigt der 2008 neu gegründete Spitzenreiter, dass er schnell aus den Kinderschuhen gewachsen ist. Dazu stellt die Buckmaier-Elf mit zehn Gegentoren wie selbstverständlich die stabilste Defensive. Und die will Lewark mit seinen Spielern ärgern. Wenn man sich aber die Szenen aus dem verlorenen Spiel gegen Günnigfeld in Erinnerung ruft, muss man an dem Unterfangen zweifeln. Der Schweriner Coach hat das Geschehen analysiert und abgehakt. Vielleicht macht ihm ja der 14:1-Testspielsieg gegen TSK Herne neuen Mut. Da strapazierte zum Beispiel Vaidas Rocys alleine fünfmal das gegnerische Netz, viermal konnte Enver Muzaffer jubeln. Beide hatten zuvor gegen Günnigfeld keine Torgefahr erkennen lassen.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir wenigstens einen Punkt behalten" Die Schweriner scheinen neuen Mut geschöpft zu haben - und den brauchen sie. Mit zehn Punkten stehen die Mannen vom Grafweg nun wirklich nicht wie Könige da und befinden sich nach wie vor in einer ganz prekären Tabellenlage. Und sie wissen natürlich was auf sie zukommt. Wie stark der Sonntagsgegner auftritt, unterstreicht noch ein Pokalspiel unter der Woche. Da hatten die Gäste gegen den früheren Erstligisten Wattenscheid 09 eine Stunde lang ein 1:1 gehalten, ehe ein Flutlichtausfall zum Spielabbruch führte.

Dieses Spiel beweist nachdrücklich, wie selbstbewusst der Landesliga-Thronbesetzer seine Aufgaben angeht. Trotzdem bleibt der Optimismus von Coach Lewark, der sich nicht scheut bis zur Winterpause auch die B-Junioren der Schweriner zu betreuen, ungebrochen: "Ich bin zuversichtlich, dass wir wenigstens einen Punkt behalten."

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