Über 20 Einbrüche: Einbruchsserie überschattet drei Fußballvereine in Castrop-Rauxel

Polizei

Eine Einbruchsserie überschattet drei Castrop-Rauxeler Fußballvereine. Die Einbrecher gehen immer ähnlich vor und hinterlassen sogar Spuren - allerdings sehr unangenehme.

Habinghorst, Henrichenburg

, 26.12.2019, 09:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Über 20 Einbrüche: Einbruchsserie überschattet drei Fußballvereine in Castrop-Rauxel

Die Victoria Habinghorst ist mit ihrem Vereinsheim am Gänsebusch besonders stark betroffen. Seit Oktober wurden hier acht Einbrüche gezählt. © Marcel Witte

Der Vorsitzende des VfB Habinghorst, Peter Limke, lachte am Morgen des 24. Dezember im Castroper Adventszelt. Es herrschte Weihnachtsstimmung. Doch zum Lachen ist ihm derzeit eigentlich gar nicht zumute. Alleine in den vergangenen Tagen meldete die Polizei drei Einbrüche in das Vereinsheim des VfB an der Recklinghauser Straße. Seit Saisonbeginn sind es bereits sieben Einbrüche.

Erschreckende Zahlen, die der VfB Habinghorst aber nicht alleine aufweisen kann. Die Victoria Habinghorst zählt an ihrem Vereinsheim am Gänsebusch sogar noch mehr Einbrüche. „Es waren jetzt insgesamt 13 Einbrüche, acht davon zwischen Oktober und Dezember. Was im Moment abgeht, ist einfach nur krass“, sagt Dirk Konisch, Vorsitzender der Victoria.

Keine Reparatur der Einbruchsspuren

Die Einbrecher reißen sich bei ihren Taten alles, was sie finden können, unter den Nagel. Nach zwei Einbrüchen im November, bei denen Lebensmittel und eine Fritteuse aus den Vereinsräumen gestohlen wurden, hatte der VfB Habinghorst auf eigene Faust versucht sich provisorisch Abhilfe zu schaffen. Die aufgebrochenen Bolzen seien repariert und wieder angeschweißt worden, so Peter Limke.

Da die letzten drei Einbrüche jedoch in so kurzen Abständen hintereinander geschahen, war an eine Reparatur der Einbruchspuren dieses Mal gar nicht zu denken. Das Vereinsheim sei mittlerweile nahezu vollständig leer geräumt.

Über 20 Einbrüche: Einbruchsserie überschattet drei Fußballvereine in Castrop-Rauxel

Das Vereinsheim des VfB Habinghorst in der Kampfbahn Habichthorst: Auch hier waren die Einbrecher aktiv. © Volker Engel

Die Schadenshöhe befindet sich nach den jüngsten Diebstählen im vierstelligen Bereich. Neben Lebensmitteln und Küchenutensilien wurden dem Verein Laptops, Fernseher und Maschinen, die zur Platzpflege verwendet wurden, gestohlen.

Ähnlich verhält es sich bei der Victoria Habinghorst. Gitter vor den Fenstern hätten die Einbrecher nicht aufgehalten. Aber nicht nur das Vereinsheim war betroffen. „Nach unserer Weihnachtsfeier wurde in der Nacht in drei Autos eingebrochen, die noch am Sportplatz standen, und die Navigationsgeräte gestohlen“, so Dirk Konisch.

Kurz vor Weihnachten war auch der TuS Henrichenburg betroffen

Hatten sich die Einbrecher bis zuletzt auf die beiden Habinghorster Fußballvereine konzentriert, kam nun noch ein dritter Klub hinzu: der TuS Henrichenburg. Zwischen dem 21. und 23. Dezember verschafften sich die Täter Zugang zum Vereinsheim und nahmen eine Currywurstmaschine, Lebensmittel und Barhocker mit.

„Das war der zweite Einbruch in kurzer Zeit bei uns. Die haben zehn Barhocker mitgenommen, die muss man doch erst einmal wegschaffen“, sagt der Vorsitzende des TuS, Michael Fischer.

Zeugen gesucht

Polizei bittet um Hinweise

  • Die Polizei prüfe laut Sprecher Andreas Lesch Zusammenhänge zwischen den Taten auf den drei Sportplätzen. „Es handelt sich jeweils um eher abgelegenere Orte, die sich nicht direkt an der Straße befinden, wie beispielsweise ein Mehrfamilienhaus“, so Lesch.
  • Hinweise zu den Einbrüchen erbittet die Polizei unter Tel. (0800) 2361 111.

Die Täter würden laut den drei Klubvorsitzenden immer gleich vorgehen und vor Zerstörungen und Verwüstungen keinen Halt machen. Doch nicht nur das: Sie bedienten sich an den Getränken, duschten in den Kabinen bei der Victoria Habinghorst und ließen die nassen Handtücher hängen, und verrichteten beim TuS Henrichenburg sogar ihr Geschäft mitten im Vereinsheim.

Wie und wann die gestohlenen Sachen bei den Vereinen ersetzt werden können, ist noch unklar. Während beim TuS die Versicherung greift, müssen die Habinghorster Vereine schauen, wie sie Neuanschaffungen finanziell regeln können. Dirk Konisch von der Victoria sagt: „Die Versicherung greift nicht mehr, wir bleiben auf den Kosten sitzen.“

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