Nachwuchs der HSG Rauxel-Schwerin kann nur noch auf die Oberliga hoffen

Jugendhandball

Die A-Jugend-Handballer der HSG Rauxel-Schwerin haben durch eine knappe Niederlage gegen Westfalia Herne die direkte Oberliga-Qualifikation verpasst. Die HSG steht jetzt auf der Nachrücker-Liste.

Castrop

, 16.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die A-Jugend der HSG Rauxel-Schwerin (grüne Hemden) muss hoffen, als Nachrücker einen Platz in der Oberliga zu bekommen.

Die A-Jugend der HSG Rauxel-Schwerin (grüne Hemden) muss hoffen, als Nachrücker einen Platz in der Oberliga zu bekommen. © Volker Engel

Es war für die A-Jugend-Handballer der HSG Rauxel-Schwerin das Endspiel um den Einzug in die Oberliga - das Duell mit Westfalia Herne. Die Castrop-Rauxeler hatten das Pech, dass sie die Begegnung, zu der sie das Heimrecht tauschen mussten, nach Verlängerung mit 20:22 (18:18/10:8) verloren.

HSG-Trainer Andreas Hünnemeyer hofft jetzt, dass sein Team noch ein Spiel bekommt, um den dritten Platz der Nachrückerliste zur Oberliga zu erreichen. Am Dienstag stand dazu noch nichts fest. Hünnemeyer: „Laut dem Vereinsvorsitzenden von Westfalia Herne, Martin Schade, besteht mit Platz drei immer noch die Möglichkeit, in die Oberliga aufzusteigen.“

Sonntagabend, 19.41 Uhr. Die A-Jugendlichen der HSG Rauxel in schwarzen Trikots liegen erschöpft am Boden und ringen Fassung, weil sie in Herne nach einem Krimi verloren haben. Coach Hünnemeyer stellte von Beginn der Partie auf eine 5-1-Abwehr um und nahm den Herner Haupttorschützen somit aus dem Spiel. Diese taktische Maßnahme stellte sich als goldrichtig heraus. Herne konnte das schnelle Passspiel nicht aufziehen, scheiterte mehrfach an Keeper Louis Ziegler und musste die Europastädter bis zur 21. Spielminute durch Tore von Emil Weste, Lukas Hübner, Corvin Lapkowski und Julien Werner auf 8:3 davon ziehen lassen.

Es folgte eine Team-Auszeit der Herner mit einer deftigen Ansage des Trainers. Wenig später zog sich der bis dahin überragende HSG-Keeper Ziegler eine Fingerverletzung zu. Und: Die Herner konnten bis zur Pause auf 8:10 verkürzen.

Mitte der zweiten Halbzeit - nach mehr als 14 Fehlwürfen - geriet Rauxel-Schwerin in Rückstand und lag mit 15:17 (52.) zurück. Trainer Hünnemeyer nahm eine Auszeit. Nach einer Roten Karte gegen den Herner Goalgetter und einer weiteren Zeitstrafe ging es in ein dramatisches Finale. Erst verwarf Lukas Hübner einen Siebenmeter, netzte zum 16:17 ein. Konstantin Willms glich zum 17:17 (57.) aus. Nach dem 17:18 war es Emil Weste drei Sekunden vor der Schluss-Sirene, der zum 18:18 traf. Hünnemeyer: „Kein Spiel für schwache Nerven. „

Nach kurzer Rücksprache mit den Schiedsrichtern ging es in die Verlängerung. Hier geriet die HSG mit 19:21 in Rückstand (64.). Franklin Tejeda verkürzte zum 20:21 in der letzten Spielminute. Rauxel-Schwerin kassierte allerdings 26 Sekunden vor Ende das entscheidende 20:22.

Andreas Hünnemeyer betonte: „Das war über weite Strecken eine überragende Abwehrleistung meines Teams. Leider konnte uns der angeschlagene Kapitän Gabriel Kulczynski noch nicht wirklich weiterhelfen, so dass wir im Rückraum keine Wechsel-Optionen hatten und dieser durchspielen musste.“ Das kostete Kraft und Substanz, so dass der HSG-Nachwuchs gegen einen mit Tempospiel agierenden und in der Breite etwas besser aufgestellten Gegner in einigen Phasen beim Abschluss nicht 100 Prozent geben konnte. „Vielleicht hätte ich da auch etwas mehr von der Bank intervenieren müssen“, so Hünnemeyer weiter, „grundsätzlich war da mehr drin. Aber in den entscheidenden Momenten hat uns ein wenig Glück und die Konzentration gefehlt.“

Das Spiel stand wegen eines geäußerten Coronaverdachtes im Mitarbeiterkreis des HSG-Trainers auf der Kippe, so dass das Abschlusstraining in Castrop-Rauxel zwei Tore vor der Partieausfallen musste. Weil die Entwarnung kam, konnte aber zumindest gespielt werden.

HSG Rauxel - Westfalia Herne n.V. 20:22 (18:18/10:8)

HSG: Marvin Justke, Louis Ziegler, Joell Hintzen, Corvin Lapkowski (1), Franklin Tejeda (5), Emil Weste (6), Lukas Hübner (5), Max Tann , Timo Windener, Julien Werner (2), Daniel Nickel, Lukas Balz, Gabriel Kulczynski und Konstantin Willms (2).

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