Neun aus drei für Schwerin / Null Punkte für Wacker und FCF

Fußball-Bezirksliga

Die Spvg Schwerin bleibt in der Fußball-Bezirksliga weiter in der Erfolgsspur. Mit dem 1:0 gegen den VfB Waltrop gelang der Elf von Trainer Thomas Faust der dritte Sieg in Folge. Das "goldene" Tor erzielte Marcos Hill. Frohlinde war im Topspiel gegen Teutonia/SuS Waltrop unterlegen, ebenso wie Wacker gegen Brünninghausen II.

CASTROP-RAUXEL

, 26.10.2014, 19:35 Uhr / Lesedauer: 4 min

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Die Gäste gaben Gas. Gleich im Gegenzug besaß Lennox Günther elf Meter vor dem Tor eine große Einschusschance. Der Ball wurde abgeblockt. Schade genug. Frohlinde schien gut erholt von dem Auftakt mit Schrecken. Das änderte sich in der 6. Minute. Torwart Daniel Schultz wollte mit einem seiner mächtigen Abstöße aus der Hand das Spiel schnell machen, traf dabei aber den Rücken eines Gegners an der 16-Meter-Linie. Der hatte keine Mühe die abgeprallte Kugel zum 2:0 in das leere Tor zu rollen. Schlechter konnte es nicht beginnen. Aber Coach Litzmanski hatte eine Entschuldigung für seinen Keeper parat, der als Trainer der Frohlinder Junioren am Morgen eine Massen-Schlägerei mit Spielabbruch erlebte. Litzmanski: "Solche Szenen kann man nicht einfach abhaken." Aber es ging dann doch. Nach einer kurzen Zeit der Unsicherheit mit vielen Fehlpässen, übernahmen die Frohlinder die Spielkontrolle. Nur mit den Abschlüssen Richtung Tor klappte es nicht richtig.

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Das machte erst Sebastian Janas besser, der durch einen Lupfer von Bastian Niebert zum 2:1-Anschluss (73.) in die Maschen drosch. Die Teutonen schwammen mächtig und versuchten mit rustikalen Fouls den Lauf der Europastädter zu bremsen. Hätte alles nichts genutzt, wenn der tüchtige Dietrich Liskunov nach Querpass von Arif Secen (75.) aus sechs Metern den Ball besser getroffen hätte. 

Schultz, Muzaffer, Niebert, Thimm, Urbanski (55. Janas), Lauth, Wurst, Obi (70. Sube), Liskunov, Günther (30. Secen), Ruffer.

1:0 (4.), 2:0 (6.), 2:1 (73.) Janas.

Bastian Niebert wurde mit einer Armverletzung ins Krankenhaus gebracht (89.).

Gegen die Gäste aus Waltrop, die als Elfter in den Spieltag gegangen waren, fanden die Schweriner gleich gut ins Spiel. Bereits in der vierten Minute brachte Dennis Meißner einen Ball gefährlich vor das Tor, Levent Alanyali wurde beim Kopfball aber im letten Moment noch von einem Gegenspieler gestört.

Mit der nächsten gefährlichen Aktion waren die "Blau-Gelben" schon erfolgreich. Eine Flanke in Richtung Waltroper Strafraum verlängerte Alanyali per Kopf zu Hill, der direkt abzog. Der gegnerische Torwart bekam zwar noch die Hand an den Flachschuss, konnte ihn aber nur noch ins Netz lenken (9.).

Zu passiv In der Folgezeit agierten die "Blau-Gelben" zunächst allerdings zu passiv. Die Waltroper, bei denen der ehemalige Schweriner Spieler Daniel Kuhn als Trainer an der Seitenlinie steht, kamen nun zu einer Reihe von Chancen, verfehlten das Gehäuse jedoch jeweils knapp.

"Ein 1:1 zur Pause wäre für die Waltroper durchaus verdient gewesen", kommentierte Faust nach der Partie. Doch es blieb bei der knappen Führung, die die Schweriner auch nach dem Seitenwechsel behaupten konnten. Am Ende der vierminütigen Nachspielzeit konnten die Gastgeber dann jubeln: über die Serie von neun Punkten aus drei Spielen und über einen ordentlichen Sprung nach oben. In der Tabelle rückt Schwerin von Platz 14 auf Platz elf vor.

TEAM UND TOR SCHWERIN: Schulz, Godinho, Behrends (76. Karakabak), Sänger, Reuscheck, Niehage, Alanyali, Hipe, Meißner (82. Poslednik), Dapi (88. Handt), Hill.Tor: 1:0 (9.) Hill.

So eng können Erfolg und Misserfolg beieinander liegen: Nach dem 4:2-Sieg im Derby beim FC Frohlinde, hat der SV Wacker Obercastrop (9.) in der Fußball-Bezirksliga beim Tabellenletzten FC Brünninghausen II die zuletzt gezeigten Tugenden nicht wiederholen können – und verlor mit 1:2. Dementsprechend sauer war auch Trainer Dennis Hasecke nach dem Spiel: „Wir hatten vier, fünf Totalausfälle, die man sich so auch gegen den Tabellenletzten nicht erlauben kann.“ Vielleicht war das auch die Krux an der Sache. Gegen Frohlinde waren alle Protagonisten hellwach, diesmal war eher Schlafphase angesagt. Hasecke: „Ich hätte jeden auswechseln können.“

Dabei begann es richtig gut für die Gäste. Vielleicht zu gut? Niko Kresic schoss seine Farben nach 20 Minuten mit 1:0 in Führung. Das war es aber für lange Zeit. Coach Hasecke: „Danach haben wir unser Spiel eingestellt. Die Hausherren, bis dato erst mit einem Sieg am Tabellen-Ende, rochen Lunte. Die Obercastroper ließen es geschehen, dass bei den Dortmundern, die ohne große Hilfe aus ihrer Westfalenliga-Mannschaft antraten, der Funken übersprang. Das 1:1 (35.) fiel zwangsläufig. Die Gäste kamen aus ihrem tiefen Formloch nicht mehr heraus. „Die Härte“ war der 2:1-Siegtreffer (68.) wie ihn Hasecke schilderte. Da hatten seine Spieler einen Eckball und verpassten es dann nach dem Aus-Ball, sich rechtzeitig zu formieren. Die Hausherren nutzen die Lethargie aus, um den Sieg einzutüten. Und die Wackeraner? Die hatten wirklich noch eine dicke Chance. Nach einer Flanke traf Stefan Kitowski aus einem Meter nur den Torwart. Obercastrop bleibt auf Platz neun, hat es aber versäumt, am oberen Mittelfeld anzuklopfen. Hasecke: „Brünninghausen hat sich den Sieg verdient, die haben mit Mann und Maus verteidigt.“

Scholka, Barfuß, Fritsch, Schröder, Kresic, Kitowski, Boudhan (84. Bothe), Budde, Herder (60. Backes), Wisnewski (46. Teuber), T. Firch.

0:1 (20.) Kresic, 1:1 (35.), 2:1 (68.).

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