Nur ein Ex-Vinummer darf für VfB Habinghorst spielen

Sperren nach Transferstreit

Am vergangenen Sonntag absolvierte der VfB Habinghorst das erste Pflichtspiel im Kalenderjahr 2015. Mit dabei war auch Neuzugang Marco Most, der in der Winterpause von Westfalia Vinnum (Krerisliga A Lüdinghausen) zum VfB gewechselt war. Zwei weitere Vinnumer Neuzugänge mussten indes noch zuschauen.

CASTROP-RAUXEL

16.03.2015, 18:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kamen in der Winterpause auf Vinnum zum VfB Habinghorst: (v.l.) Marc Most, der bereits zu Pflichtspielen auflaufen darf, sowie Ali-Güney Öztürk und Fatih Cengiz, die keine Freigabe von ihrem Ex-Verein erhalten haben.

Kamen in der Winterpause auf Vinnum zum VfB Habinghorst: (v.l.) Marc Most, der bereits zu Pflichtspielen auflaufen darf, sowie Ali-Güney Öztürk und Fatih Cengiz, die keine Freigabe von ihrem Ex-Verein erhalten haben.

Die beiden weiteren Neuzugänge, Güney-Ali Öztürk und Fatih Cengiz, die ebenfalls aus Vinnum kamen, mussten zuschauen. Sie werden sich mit der Reservistenrolle anfreunden müssen - denn sie sind vorerst gesperrt. Cengiz muss noch zehn Spiele zuschauen, Öztürk noch sechs. Die beiden Zahlen hängen davon ab, wann die Akteure jeweils ihre letzte Partie für den alten Verein absolviert haben. Öztürks letzte Partie liegt länger zurück, deshalb darf er auch etwas eher wieder in Pflichtspielen mitwirken.

Keine Freigabe

Westfalia Vinnum hat beiden Spielern keine Freigabe nach ihrem Vereinswechsel erteilt. Matthias Asemann, 2. Geschäftsführer des Clubs aus Selm, sagt: "Sie haben bei uns im vergangenen Sommer für die gesamte Saison zugesagt, dann erwarten wir auch, dass sie bleiben."

Ein Argument, das auch bei VfB-Trainer Helmut Schulz auf Verständnis stößt. Für Diskussionsstoff sorgten allerdings die Summen, die Vinnum für eine Freigabe von Cengiz und Öztürk verlangte. Ohne konkrete Beträge zu nennen, meint Helmut Schulz: "Die Forderung war absurd und lachhaft. Für einen Kreisligisten war das nicht zu bezahlen." Vinnums Matthias Asemann wollte sich zu dieser Einschätzung sowie den Summen nicht äußern.

Glück hatte derweil Marco Most: Da es im "Gegenzug" Lukas Schemann von Habinghorst nach Vinnum zog, konnten sich beide Parteien bezüglich der Ablöse einigen. "Wir haben für Lukas das gleiche Geld verlangt, wie Vinnum für Marco Most", stellte Schulz klar. Matthias Asemann bestätigte diesen Tausch.

Verlierer der Transferperiode sind neben den Vereinen also insbesondere Öztürk und Cengiz. Der Großteil der Rückserie ist bereits absolviert, wenn die Akteure schließlich spielberechtigt sind. "Das wollte ich ihnen eigentlich nicht zumuten", so Schulz, "aber das war für uns nicht zu ändern." Aus sportlicher Sicht also ein Spiel mit Verlierern auf beiden Seiten.

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