Nur Frohlinde kann ein Ausrufezeichen setzen

Fußball-Bezirksliga

Während der FC Frohlinde mit einem deutlichen 5:0 gegen Huckarde aufhorchen lässt, sind die beiden anderen Castrop-Rauxeler Bezirksligisten Schwerin und Obercastrop zum Saisonstart leer ausgegangen. 2:3 und 0:3 hieß es jeweils gegen Ahsen und Marten.

CASTROP-RAUXEL

, 17.08.2014, 17:31 Uhr / Lesedauer: 3 min
Nur Frohlinde kann ein Ausrufezeichen setzen

Frohlindes Dennis Lauth haut einen raus. Da erschrickt sogar der Schiedsrichter. Der Rest der Liga dürfte sich beim Blick auf das 5:0-Endergebnis ebenfalls erschrecken. Mit dem Aufsteiger von der Brandheide ist zu rechnen.

Fußball-Bezirksliga 9  Borussia Ahsen - Spvg Schwerin 3:2 (2:2) Schwerins Trainer Thomas Faust war nach dem Spiel sauer: "Eigentlich braucht man das nicht zu diskutieren, wenn man drei Gegentore kassiert, ist das kein Pech." Es begann nicht gut. In der 12. Minute gingen die Gastgeber durch einen Freistoß mit 1:0 in Führung. Faust: "Vorher haben wir unnötig einen Ball in der Vorwärtsbewegung verloren." Es sollte nicht der letzte sein.Poslednik per Freistoß Nico Poslednik sorgte nur drei Minuten später - ebenfalls per Freistoß - für den 1:1-Ausgleich. Freude konnten die Schweriner daran nicht lange ausleben. Weitere drei Minuten später (18.) ließ man wieder die Hausherren ziemlich fahrlässig das 2:1 erzielen. Ein kleines Veto legte hier Coach Faust ein: "Es sah nach Abseits aus." Aber lange darüber diskutieren wollte der Übungsleiter der Schweriner nicht, weil ja Marcos Hill noch vor der Pause das 2:2 (42.) machte. Faust: "Eigentlich war das ein reines Remis-Spiel, große Chancen gab es von beiden Seiten nicht mehr viele. Schwerin ließ noch eine zu, Ahsen schoss das 3:2 (67.) und konnte sich über drei "geschenkte" Punkte freuen.TEAM UND TORESCHWERIN: Schulz, Dapi, Karakabak, Michna, Hipe, Handt (76. Foitzik), Behrends (83. Martinez), Poslednik, Hibbeln (70. Geiger), Meißner, HillTore: 1:0 (12.), 1:1 (15.) Poslednik, 2:1 (18.), 2:2 (42.) Hill, 3:2 (67.)

FC Frohlinde - SV Westfalia Huckarde 5:0 (2:0)

Von der ersten Minute an machten die Platzherren Druck. Die Gäste standen wie von Litzmanski erwartet "hinten drin". Das Toreschießen war somit nicht einfach. Wobei man auf der anderen Seite bei einigen Kontern der schnellen Westfalia-Kicker gut aufpassen musste. Abwehr-Organisator Stefan Hoffmann hatte da im Verbund seiner Nebenleute einiges zu tun. Doch viel mehr noch die Gegenseite, die es schaffte bis zur 27. Minute ihr Tor sauber zu halten. Dann ging es ganz schnell. Sebastian Janas wurde bei seinem Tempovorstoß mit einem Foul im Strafraum gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Michael Wurst souverän zum 1:0. Der Bann war gebrochen, nur zwei Minuten später trickste sich Janas bis zur Torlinie durch und schob dann den Ball überaus lässig zum 2:0 (29.) über die Linie. In der Halbzeitpause schwante Jürgen Dittberner, Sportlicher Leiter der Huckarder und zu früherer Bezirksligazeit Trainer in Frohlinde, nichts Gutes: "Wenn wir nach der Pause schnell das dritte Tor kassieren, werden wir noch mehr bekommen."

Allerdings zeigte seine Mannschaft aufmüpfige Aktionen. Zweimal wurden die Dortmunder nach Eckbällen gefährlich. Einmal mühte sich Torwart Daniel Schultz mit einer Faust eine Flanke abzuwehren. Beim zweiten Mal rettete der Außenpfosten. Litzmanski reagierte, brachte Arif Secen (67.) für Dietrich Liskunov. Und zwei Minuten später machte Secen das 3:0. Wohl dem, der solch qualitative Möglichkeiten auf der Bank besitzt. Wie Vaidas Rocys, der für Wurst kam und das 4:0 (75.) schoss. Der Schlusspunkt zum 5:0 gehörte Jimmy Thimm, der mit einem Traumschuss aus 25 Metern mit links den Ball in den linken Winkel knallte. 

Schultz, Janus (73. Jakob), Muzaffer, Thimm, Hoffmann, Janas, Lauth, Wurst (57. Rocys), Kasprzak, Liskunov (67. Secen), Niebert

1:0 (27./FE) Wurst, 2:0 (29.) Janas, 3:0 (69.) Secen, 4:0 (75.) Rocys, 5:0 (77.) Thimm

Ein Missverständnis zwischen Moritz Budde und Torhüter Paul Meschkis ermöglichte den Martenern nach 28 Minuten die 1:0-Führung. Neun Minuten später kam ein Dortmunder Spieler ganz frei vor dem Wacker-Gehäuse zum Kopfball, traf aber knapp daneben. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich kaum etwas an der Rollenverteilung. Gefährliche Wacker-Angriffe, wie jener in der 50. Minute, den Dennis Teuber mit einem Schuss neben das Tor abschloss, blieben Mangelware. In der 63. Minute war es wiederum Teuber, der aus kurzer Distanz am Torwart scheiterte. Im Nachschuss traf Backes über das Tor. Die Martener hingegen profitierten zunehmend von großen Lücken in der Obercastroper Abwehr. So auch in der 68. Minute, als ein Dortmunder Spieler völlig ungehindert von rechts flanken konnte, Meschkis unter dem Ball hindurch sprang und Felix Binsker zum Martener 2:0 ins leere Tor einköpfte. Wenig später (72.) sorgte der erst zehn Minuten zuvor eingewechselte Cihangir Sahinli für Aufregung. Der Schiedsrichter forderte den Obercastroper auf, ihm statt eines Einwurfs das Spielgerät zur Ausführung eines Schiedsrichter-Balls zu überlassen. Sahinli kam dieser Order mit einem kräftigen Wurf nach und traf den Unparteiischen am Bauch. Dieser zeigte dem Wacker-Stürmer daraufhin die Rote Karte und vermerkte die Aktion als Tätlichkeit im Spielbericht. In Unterzahl konnten die Obercastroper der Partie erst recht keine Wende mehr geben. Marten gelang in der 82. Minute sogar noch der Treffer zum 3:0.

Meschkis, Barfuß, B. Fritsch, Teuber, Schröder (62. Sahinli), Ottberg, Kitowski, Budde, Backes (70. Kresic), Bothe (90. El Moutaouafik), Herder

0:1 (28.), 0:2 (68.), 0:3 (82.)

Rote Karte gegen Sahinli (72.) wegen einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter

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