Obercastrop bekommt neuen Spanier, Frohlinde hat unbequeme Gäste

rnFußball-Wochenende

Vorbei mit „Helau“ oder „Alaaf“: Nach der Karnevalspause geht es für den FC Frohlinde und SV Wacker Obercastrop wieder um Landesliga-Punkte. Alle Vorschauen bis zur Kreisliga A.

Castrop-Rauxel

, 09.03.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 4 min

Landesliga

FC Frohlinde - SuS Kaiserau

(So, 15, Brandheide)

Das Hinspiel der Frohlinder beim SuS Kaiserau (7.) hatte es in sich. Bis zur 89. Minute schien der Spitzenreiter nach zwei Toren von Dietrich Liskunov eine scheinbar sichere Führung zu besitzen. Doch die Hausherren drehten auf und kamen nach dem Anschlusstor (89.) noch in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 2:2. Da gibt es etwas wiedergutzumachen.

Was sich einfacher anhört, als es werden kann. FCF-Trainer Michael Wurst sagte am Freitag: „Die haben eine starke Mannschaft, die arbeiten sehr gezielt und sind gut strukturiert.“ Trotzdem glaubt er allerdings, dass er und sein Trainerkollege Stefan Hoffmann für das Rückspiel einen guten Plan finden wird, um drei Punkte zu holen. Personal ist genug da. Wurst berichtete: „Wir haben 23 Spieler beim Training gehabt.“ In Dominik Behrend wird allerdings ein wichtiger Faktor fehlen. In seiner Funktion als Scout für Borussia Dortmund, beobachtet der Routinier am Sonntag das Nordderby in der 2. Bundesliga zwischen FC St. Pauli und dem Hamburger SV.

Gute Nachrichten gibt es von Andrè Muth, der nach seiner Operation wieder voll im Training ist. Dazu erzählte der Trainer, dass Torwart Daniel Schultz auch für die nächste Saison zugesagt hat.

Spvg Horsthausen - Wacker Obercastrop

(So, 15, Horsth. Str. 169a)

Die Tabellensituation offenbart alles zu diesem Spiel. Die Obercastroper Mannschaft von Trainer Aytac Uzunoglu steht auf Platz 13 mit 23 Zählern punktgleich mit der Spvg Horsthausen von Coach Marc Gerresheim.

Das Kuriose am Herner Gegner ist, dass dieser die vergangenen fünf Spiele jeweils unentschieden spielte. Obercastrop wird sich auf eine heiße Begegnung vorbereiten müssen. Ähnlich vielleicht wie im Heimspiel gegen Firtinaspor Herne vor 14 Tagen, das zum Schluss mit 0:2 verloren ging. Deshalb erklärte Wacker-Coach Uzunoglu auch am Freitag: „In erster Linie wollen wir defensiv stabiler stehen.“

Dazu hat der Trainer im Gegensatz zu den letzten Spielen mehr Akteure zur Verfügung. Mit den beiden Torhütern, David Scholka und Christopher Ebeling, umfasst das Team 17 Akteure.

Auch ein neues Gesicht taucht dabei bei den Obercastropern plötzlich auf. Über Julian Ucles Martinez hat ein weiterer Spanier den Weg in die Erin-Kampfbahn gefunden. Es handelt sich um Yogan Henyelbeth Cordero Astacio (Uzunoglu: „Wir nennen ihn Bapi)“, der zwar noch kein Deutsch oder Englisch spricht, aber im Training einen ordentlichen Eindruck hinterließ.

Obercastrop bekommt neuen Spanier, Frohlinde hat unbequeme Gäste

Timo Springwald (l), hier im Duell mit Schwerins Janis Horn, fehlt am Sonntag der SG Castrop im Derby. © Volker Engel

Bezirksliga

Spvg Schwerin - SG Castrop

(So, 15, Grafweg)

Der pure Blick auf die Zahlen läßt die SG Castrop als Favorit erscheinen. Die Castroper haben mit 36 Punkten neun Zähler mehr eingespielt als Schwerin (27). Die 52 SG-Treffer sind weitaus mehr als die Schweriner 38 Tore. Die Castroper Keeper kassierten nur 27 Gegentreffer, die Schweriner Keeper 37.

SG holt auswärts nicht viel

Allein die mittelprächtige Castroper Auswärtsbilanz (14 Punkte) lässt Blau-Gelb hoffen. Die Trainer Marco Gruszka (Schwerin) und Dennis Hasecke (SG) halten allerdings nichts von solchem Zahlenwerk. Hasecke: „Statistiken bedeuten in einem Lokalderby nichts – solche Duelle laufen nach anderen Gesetzen ab. Diese Spiele müssen erst gespielt werden, was am Ende dabei herauskommt, muss man sehen.“

Das Hinspiel hatte die SG Castrop trotz einer 3:0-Führung durch Tore von Ingmar Holtkamp (47.), Yassine Bellahce (61.) und Christopher Rupieper (76.) letztlich nach späten Gegentreffern von Gökhan Ceylan (81./89.) auf der letzten Felge gewonnen. Ähnliches erwartet Hasecke am Sonntag: „Mit der Derby-Motivation obendrauf wird es bestimmt wieder spannend.“ Ausfallen bei der SG werden Timo Springwald (krank) und Benedikt Meyer-Drabert, der von einer Geburtstagsfeier in Belgien wohl nicht rechtzeitig zurück sein wird. Trainer Hasecke ist stark erkältet, sagt aber: „Ich bin dabei, das Derby lasse ich mir nicht entgehen.

Kapitza fehlt weiterhin

„Wir müssen besser spielen als zuletzt beim 1:3 in Erle um gegen Castrop eine Chance zu haben, was allen bewusst ist,“ erklärte Schwerins Trainer Gruszka. In Erle agierten die Blau-Gelben zaghaft in den Zweikämpfen. Weiterhin nicht im Kader steht Goalgetter Martin Kapitza. „Er konnte wochenlang nicht trainieren, da macht ein Einsatz wenig Sinn.“

Und natürlich fehlt Marvin Wikczynski, der nach seiner Roten Karte in Erle vier Wochen gesperrt wurde. „Nachtreten“ hatte Schiedsrichter Grösbrink eingetragen. „Dabei haben sogar Erler Spieler dem Schiedsrichter gesagt, dass es keine Rote Karte war – er blieb aber bei seiner Meinung“, so Gruszka.

In Erle hatte das spielfreie Castroper Trainerduo Hasecke/Taschke spioniert. Man habe zwar einiges gesehen, auf dem rutschigen Rasen sei es für die Spieler jedoch schwer gewesen, überhaupt einen vernünftigen Halt zu finden. „Im Derby erwarten wir eine ganz andere Schweriner Mannschaft“, denkt Hasecke.

Obercastrop bekommt neuen Spanier, Frohlinde hat unbequeme Gäste

Kerim Steinchen (r), der Kapitän des FC Castrop-Rauxel, sowie seine Mitspieler (v.l.) Onur Cakir und Vedat Öz konnten bislang 59 Saisontreffer bejubeln. Am Sonntag, 10. März, sollen gegen den SV Wanne 11 II weitere hinzukommen. © Volker Engel

Kreisliga A

Die Tabellen-Leiter nach oben klettern wollen derzeit die Fußballer des Kreisliga-A-Aufsteigers FC Castrop-Rauxel (7.). Eine gute Gelegenheit bietet sich dem Team von FC-Trainer Patrick Stich dazu am Sonntag, 10. März, im von der Redaktion dieser Zeitung ausgewählten Spiel des Tages.

Hier empfangen die Castrop-Rauxeler ab 13 Uhr am Merklinder Fuchsweg den SV Wanne 11 II (5.). Mit einem Dreier kann der FC den SV Holsterhausen (6.) überholen sowie den Rückstand auf die Sonntagsgäste auf zwei Punkte verkürzen. Coach Sttich weiß: „Wanne 11 hat eine junge Truppe und spielt wirklich eine sehr gute Serie bislang.“ Im Hinspiel war Stich noch nicht FC-Trainer, kennt aber die Geschichte der Partie. Hier hatte der FC eine 3:0-Führung verspielt und kam nur zu einem 3:3.

Stich meint zudem: Wir haben vor Ostern die Wochen der Wahrheit, weil wir vier Kracher spielen.“ Das sind der Tabellendritte FC Marokko Herne, Spitzenreiter BV Herne Süd, der Zweite SG Herne 70 sowie jetzt Wanne 11 II.

Für Spannung sorgen

Patrick Stich möchte mit seinem Team das Titelrennen der Herner spannend machen. Gegen Wanne fehlen allerdings drei Stammkräfte: Nico Schäfer ist im Urlaub. Kerim Steinchen (hartnäckige Wadenverletzung), Leo Krasniqi (Bauchmuskelzerrung), Nils Nölle (krank) fallen aus.

Der FC Frohlinde II (10.) hat den SC Constantin (13.) ab 13 Uhr an der Brandheide vor der Brust. FCF-Coach Jimmy Thimm muss einige Abstriche bei der Aufstellung machen: Tim Ebert, Janis Schmitz (beide verletzt) sowie Lennart Reichel (Rotsperre) fallen aus. Zudem stehen Fragezeichen hinter den Einsätzen von Niklas Groß (Grippe) , Max Ruffer (Achillessehnenentzündung ) sowie Max Rose (Außenbandriss).

Im Hinspiel kamen die Frohlinder nach einem 0:2 (15.) nach Treffern bei Standardsituationen durch Tore von Niklas Groß, Sven Klaus und Henrik Fülling mit 3:2-Sieg. Thimm: „Natürlich wollen wir daheim gewinnen und unsere Erfolgsserie weiter ausbauen.“ In den vergangenen fünf Partien verbuchte die FCF-Reserve vier Siege und ein Unentschieden.

Vor einer mächtig hohen Hürde steht der SuS Merklinde (11.). Ab 15 Uhr läuft am Fuchsweg der Aufstiegsanwärter FC Marokko Herne (3.) auf. Das Hinspiel hatte der SuS mit 1:3 verloren.

Unbekannte Gäste

Im Kampf gegen den Abstieg hat der SC Arminia Ickern (14.) am Sonntag eine schwierige Aufgabe zu lösen. Ab 15 Uhr ist in der Glückauf-Kampfbahn der SV Holsterhausen (6.) zu Gast. In dessen Reihen steht der ehemalige SG-Castrop-Kapitän Tobias Lübke. Arminen-Coach Stephan Böhm sagte am Freitag: „Holsterhausen kenne ich nicht, weil ich in der Hinserie noch nicht Trainer in Ickern war. Wie ich gehört habe, sollen die Herner aber eine gut spielende Truppe haben.“ Böhm hofft, dass seine Schützlinge in der Defensive keine Lücken offenbaren. Der Coach setzt gegen den Tabellensechsten auf Konter und meint: „Wir rechnen uns etwas Zählbares aus.“

Die Partie des TuS Henrichenburg in der Kreisliga A Recklinghausen gegen den SV Hochlar 28 fällt aufgrund der Sperrung der heimischen Rasenplätze aus. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Möglich dafür ist einer der Osterfeiertage, da hier keine Spiele im Kreis Recklinghausen angesetzt sind.

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