OFC-Team kassiert Niederlagen in allen Disziplinen

CASTROP-RAUXEL Der traditionelle Pfingst-Vergleichskampf der Fechter vom OFC Castrop-Rauxel mit dem Cercle d'Escrime Vincennes (nahe Paris) fiel deutlich zu Gunsten der französischen Gastgeber aus und endete mit Niederlagen der Castrop-Rauxeler in allen Waffengattungen.

von Ruhr Nachrichten

, 15.05.2008, 17:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beim Herrenflorett war Nico Schmidt (re.) für den OFC im Einsatz.

Beim Herrenflorett war Nico Schmidt (re.) für den OFC im Einsatz.

Kurz vor der Abfahrt nach Paris hatte auch noch Christoph Heller, der in drei Waffen starten sollte, aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen. „Die klare Niederlage sollte nicht an einer Person festgemacht werden. Vielmehr mussten wir feststellen, dass sich die Franzosen in einem Jahr entscheidend verstärkt haben“, so Ulrich Burghardt, OFC-Geschäftsführer.

Der Vergleichskampf wurde wie immer von den Florettdamen eröffnet. Bisher eine Domäne der OFC-Fechterinnen, die diesmal aber ohne ihre vier Besten antraten. Die jüngste Mannschaft, die je beim Vergleich gefochten hat, kassierte ein klares 28:45. Trotzdem waren Kapitän Romina Echterhoff, Hanna Iffland und Lea Schmitz mindestens gleichwertig. Beim Herrenflorett verloren Holger Roßlan, Ulrich Hasler und Nico Schmidt mit 30:45. In der Paradewaffe der Franzosen, dem Herren-Degen, schlugen sich André Neumann, Ulrich Burghardt und der überragend fechtende Holger Roßlan beim 42:45 bravourös. Im Herrensäbel verzweifelten Hasler, Schmidt und Roßlan dann wieder, weil nichts gelang.

Positiver Auftritt

Bei den Junioren bot der OFC die stärksten Fechter auf. Philipp Kuhlmann und Maximilian Nöthe als westfälische Ranglistenfechter sowie Moritz Hof zum Berge und Ole Eichler kassierten aber eine klare 27:45 Niederlage. Die 29:45-Niederlage im Degenvergleich ist dagegen als positiv zu werten, denn Philipp Kuhlmann, Maximilian Nöthe und Moritz Hof zum Berge sind reine Florettfechter.

Mit dem Säbel unterlagen Ole Eichler, Wencke Dickhut und André Neumann mit 37:45. Das außer Konkurrenz angetretene zweite Juniorenteam mit Justine Schäfer, Stefanie Frieg, Lea Schmitz und Wencke Dickhut zog sich mit 27:45 im Florett achtbar aus der Affäre.

Kultur auf dem Programm

OFC-Vorsitzender Holger Roßlan zog Bilanz: „Es wurde fair juriert. Unsere Freunde aus Vincennes waren diesmal einfach besser.“ Neben dem Sport stand auch die Kultur auf dem Programm. Zur Begrüßung gab es eine Vernissage mit Gemälden und Zeichnungen von Fechtszenen.

Schloss d'Ecouen, wo unter anderem der Fechtkampf im 16. Jahrhundert ein Thema war, wurde besucht, die jungen Fechter erkundeten derweil Paris. Zum Abschluss sprach die Castrop-Rauxeler Delegation die Einladung für das nächste Jahr in die Europastadt aus.

Deutsch-Französisches Treffen Den Olympischen Fechtclub Castrop-Rauxel (OFC) verbindet schon seit vielen Jahren eine Freundschaft mit dem französischen Fechtverein von Vincennes bei Paris (Cercle d´Escrime de Vincennes). Beide Vereine besuchen sich seit Jahrzehnten regelmäßig wechselseitig, um jeweils zu Pfingsten ein Freundschaftsturnier zu veranstalten. Gewöhnlich werden dabei die Fechter bei Gastfamilien untergebracht, was schon zu vielen deutsch-französischen Freundschaften geführt hat. Bei den Treffen steht neben der fechterischen Auseinandersetzung natürlich auch der Spaß im Vordergrund. Regelmäßig kommt nicht nur bei der Siegesfeier Partystimmung auf.

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