Organisator Uwe Manthey: „Es ist ein großer logistischer Aufwand“

Fußball-Hallenstadtmeisterschaft

Zwei Tage sorgten rund drei Dutzend Helfer des SuS Merklinde dafür, die Hallenstadtmeisterschaft organisatorisch über die Bühne zu bringen. Wir sprachen mit dem Organisator Uwe Manthey.

Castrop-Rauxel

, 07.01.2019, 20:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Organisator Uwe Manthey: „Es ist ein großer logistischer Aufwand“

Uwe Manthey (l.), Geschäftsführer des SuS Merklinde, kümmerte sich mit vielen weiteren Helfern des Vereins um die Organisation der Hallenstadtmeisterschaft. Auch Carsten Cwik (r.) vom Stadtsportverband half mit. © Volker Engel

Der Aufbau, der Abbau, das Bereitstellen der Versorgung, die Übernahme der Turnierleitung - diese und viele weiteren Aufgaben mussten die Helfer des SuS Merklinde an den zwei Tagen der Fußball-Hallenstadtmeisterschaft bewältigen. Hauptverantwortlich: Uwe Manthey, Geschäftsführer des SuS. Wir sprachen mit ihm über sein Fazit nach den Titelkämpfen und ob ein einziger Verein solch ein Turnier in Zukunft überhaupt stemmen kann.

Wie fällt Ihr Fazit nach den beiden Tagen der Fußball-Hallenstadtmeisterschaft in der WBG-Sporthalle aus?

Wir haben Super-Spiele gesehen. Vom Wirtschaftlichen her sind wir sehr zufrieden. Die Zuschauer haben das Turnier auch sehr gut angenommen - deshalb sind wir als Gastgeber rundum zufrieden.

Sportlich lief es für Merklinde nicht rund, der SuS schied bereits nach der Vorrunde aus. Wie bewerten Sie das als Geschäftsführer des Vereins?

Ich habe uns im Vorfeld nicht zu den Favoriten gezählt. Es wäre natürlich schön gewesen, wenn unsere Spieler am zweiten Tag noch dabei gewesen wären, aber so haben wir weitere tatkräftige Unterstützung für die Helferarbeit gewonnen.

Sie sprechen die Helfer bereits an. Wie viele werden benötigt, um eine Hallenstadtmeisterschaft zu stemmen?

Wir hatten an beiden Tagen etwa 30 bis 40 im Einsatz. Die brauchten wir nicht nur am Samstag und Sonntag, sondern wir haben schon Freitag angefangen aufzubauen - da waren ebenfalls einige Leute in der Halle.

Wie viel Vorbereitungszeit benötigt man für ein Turnier wie die Hallenstadtmeisterschaft? Spricht man da von Tagen, Wochen oder Monaten?

Seitdem wir im Herbst den Zuschlag bekommen haben, sind wir in der Planung, denn man braucht einiges an Vorlauf dafür. Es ist schon ein großer logistischer Aufwand. Etwa zwei Monate haben wir gebraucht. Wir haben Werbepartner angesprochen, es mussten Werbebanner organisiert werden. Der technische Aufwand kam dazu, auch die Abstimmung bezüglich der Liveübertragung von CAS-TV und den Ruhr Nachrichten.

Lohnt sich denn überhaupt der Aufwand für einen Verein, eine Hallenstadtmeisterschaft auszurichten? Oder wäre die Unterstützung von einem zweiten Verein nicht die bessere Lösung?

Wir haben das gut mit eigenen Leuten gehändelt bekommen. Der Samstag wurde beispielsweise alleine durch unsere Altherren-Abteilung gestemmt, ergänzend durch einige Spieler der ersten Mannschaft. Bis jetzt sieht es nicht so aus, dass wir die Unterstützung eines weiteren Vereins bräuchten. Natürlich ist so auch die Gewinnspanne für den einen Verein größer. Darauf sind wir als kleiner Verein auch angewiesen. Nach ersten Einschätzungen haben wir Gewinne erzielt und unser Ziel erreicht.

Während des Turniers sahen die Zuschauer zwei Einlagespiele, einmal der E- und einmal der D-Junioren des SuS Merklinde gegen den SV Wacker Obercastrop. Wie kam es zu dieser Idee?

Die Idee kam vom Organisationsteam. Das war Werbung in eigener Sache. Die Kinder haben Spaß und merken, wie es bei den Erwachsenen in der Halle abläuft. Das ist für die Kleinen eine gute Erfahrung. Wir hatten schlechtere Phasen in der Jugendarbeit, wenig bis gar keine Jugendarbeit sogar. Nun ist es so, dass wir alle bis auf die A-Jugend wieder mit mindestens einem Team besetzen können. Wir profitieren davon, dass unser Platz nahe an Dortmund-Bövinghausen grenzt und daher auch einige Spieler aus Dortmund bei uns spielen wollen. Im nächsten Jahr wollen wir dann gerne eine A-Jugend aufbauen.

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