Weshalb sich der Sportliche Leiter von Eintracht Ickern über eine Geldstrafe ärgert

rnEinsatz von Pyrotechnik

Beim Aufstiegsspiel von Eintracht Ickern hat ein Fan der Ickerner Pyrotechnik gezündet. Die Strafe vom Fußballverband folgte schnell - sehr zum Ärger des Sportlichen Leiters der Eintracht.

Ickern

, 25.06.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anfang Juni stand der Fußball-B-Kreisligist Eintracht Ickern dem Herner Verein Firtinaspor im Aufstiegsspiel gegenüber. Der Sieger des Spiels, Firtinaspor gewann mit 1:0, stieg in die Kreisliga A auf. Nun hat die Partie für beide Teams ein Nachspiel, denn beide Vereine wurden vom Verband zur Kasse gebeten wegen des Einsatzes von Pyrotechnik.

Marc Böttger, Sportlicher Leiter und 2. Kassierer der Eintracht Ickern, ärgert sich über die Strafe - aber nicht wegen der Pyrotechnik: „Klar, das hätte vor dem Spiel auch nicht unbedingt sein müssen. Aber ich hatte den Jungs schon gesagt: Wenn wir gewinnen und ihr so feiern wollt, könnt ihr das machen.“

Grüner Rauch wehte über den Sportplatz an der Schadeburgstraße

Es kam allerdings dazu, dass ein Fan der Eintracht bereits beim Einlaufen der Teams zum entscheidenden Aufstiegsspiel eine Rauchbombe zündete - der grüne Rauch wehte durch den Eingangsbereich des Sportplatzes an der Schadeburgstraße. „Nach zwei Minuten war der Rauch verflogen. Dafür nun so einen Aufriss zu machen, verstehe ich nicht so ganz“, sagte Böttger am Dienstag.

Auch Fans von Firtinaspor Herne II zündeten zum gleichen Zeitpunkt Rauchbomben - in roter und weißer Farbe. Allerdings nach der Partie.

Weshalb sich der Sportliche Leiter von Eintracht Ickern über eine Geldstrafe ärgert

Nach dem Spiel wurde aufseiten von Firtinaspor Pyrotechnik gezündet. Daher muss der Verein eine höhere Strafe als die Ickerner zahlen. © Jens Lukas

Ähnlich wie Böttger sieht das auch der Trainer des Lüner SV II. Der A-Kreisligist wollte beim letzten Heimspiel der Saison den Aufstieg in die Bezirksliga feiern - auch mit dem Einsatz von Pyrotechnik. Dafür wurde der Verein zu einer Geldstrafe von 400 Euro verdonnert.

Ehrlich gesagt kann ich es nicht nachvollziehen. Wir haben die Tribünenseite geräumt, die Pyroshow hat jedem gefallen, daher finde ich die Entscheidung sehr schade. Eigentlich wollten wir so etwas ja wiederholen, mit der Strafe hat sich das jetzt aber erledigt. Insgesamt fehlt mir das Fingerspitzengefühl, aber so sind halt die Regeln“, so LSV-Trainer Kadir Kaya.

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So viel Geld wie der Lüner SV muss Eintracht Ickern nicht zahlen. 75 Euro werden für das Abbrennen der einen Pyrotechnik durch den Eintracht-Fan fällig. Firtinaspor Herne wurde „wegen wiederholten (zweimal) Abbrennen von Pyrotechnik (Bengalos) durch Zuschauer, die eindeutig dem Verein zugeordnet werden konnten, mit einer Geldstrafe von 125 Euro belegt“, heißt es in den amtlichen Mitteilungen des Verbandes.

Der Vergleich zu den Profis: Der BVB zahlt höhere Strafe

„Die Strafe zahlen wir natürlich als Verein, auch wenn ich damit nicht komplett einverstanden bin“, so der Sportliche Leiter der Eintracht, Marc Böttger.

Zum Vergleich: Der Bundesligist Borussia Dortmund musste erst kürzlich für das Abbrennen von 20 pyrotechnischen Gegenständen in Bremen, wodurch das Spiel drei Minuten später angepfiffen wurde, eine Strafe von 45.000 Euro zahlen.

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