Regelungen zu Auf- und Abstiegen im Tischtennis bei Härtefällen nehmen Gestalt an

Tischtennis

Der Post SV kann weiterhin auf Verbleib in der Tischtennis-Bezirksklasse hoffen. Roland Rauxels Landesliga-Verfolger bleiben ohne Relegation drin. Ähnliche Regelungen werden im Bezirk erwartet.

Castrop-Rauxel

, 20.04.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Post SV-Kapitän Axel Walther hatte sich bereits nach der Bezirksklassen-Derbyniederlage gegen Roland Rauxel III auf eine lange Relegationsphase eingestellt. Doch nun kommt es wohl ganz anders.

Post SV-Kapitän Axel Walther hatte sich bereits nach der Bezirksklassen-Derbyniederlage gegen Roland Rauxel III auf eine lange Relegationsphase eingestellt. Doch nun kommt es wohl ganz anders. © Volker Engel

Seit zwei Wochen ist klar, dass die Tischtennis-Saison wegen der Corona-Krise nicht zu Ende gespielt wird und die Tabellen mit Stand vom 12. März eingefroren sind. Direkte Aufsteiger werden in die höheren Ligen befördert, Teams auf Abstiegsplätzen steigen ab.

Nun hat der Westfälische Tischtennisverband (WTTV) weitere Regelungen beschlossen - jene Mannschaften betreffend, die bis zum Ende der Saison noch einen Aufstiegsplatz oder den Klassenverbleib hätten erreichen können. Der Beirat entschied mit großer Mehrheit (49 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme, 1 Enthaltung, 1 nicht abgegebene Stimme) ein Maßnahmenpaket.

Landesliga-Verbleib ohne Relegation

So bleibt in den Landesliga-Staffeln den jeweils Tabellenachten und -neunten ein Nachspiel erspart. Die DJK Roland Rauxel auf Rang sieben war im Abstiegskampf bereits sicher. Die in der Rangliste folgenden Teams des TTV GW Schultendorf und des SC Buer-Hassel müssen nun aber nicht mehr in die Relegation. Sie verbleiben ohne weitere Umwege in der Landesliga. Über Wildcards können Tabellenzweite per Antrag den Einzug in die Verbandsliga schaffen. In der Landesliga 5 ist das der TTC MJK Herten.

In der Damen-Verbandsliga entfallen die Relegationsspiele der Tabellenachten gegen die Bezirksligisten. Der Post SV auf Rang fünf war hier ebenfalls bereits sicher.

Wildcards für benachteiligte Teams

Teams, die sich (beispielsweise durch weniger ausgetragene Ligaspiele) benachteiligt sehen, können bis Freitag, 15. Mai, eine Wildcard gegen den drohenden Abstieg beantragen. Die Anzahl aller Wildcards ist jedoch begrenzt. Die Regelung gilt für NRW-, Verbands- und Landesligen. „Wir empfehlen den Bezirken und Kreisen, sich daran zu orientieren“, sagte der WTTV-Ehrenvorsitzende Michael Keil gegenüber unserer Redaktion.

Bezirk entscheidet in den nächsten Tagen

Bald will nun auch der Tischtennis-Bezirk seine Beschlussvorlage vorstellen. „Wir setzen auf großzügige Regelungen, analog zum WTTV“, kündigte Spielleiter Andreas Sackmann an. Er ist für die Bezirksklasse 2 zuständig, in der der Post SV als Tabellenneunter normalerweise in die Relegation gegen den Abstieg antreten müsste. Binnen „weniger Tage“, so Sackmann, sollen die Beschlüsse getroffen werden.

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