Sieben Platzverweise und ein Castrop-Rauxeler Klub an der Tabellenspitze

rnFußball-Kreisliga A

Nach dem zweiten Spieltag der Fußball-Kreisliga A gibt es einen Spitzenreiter aus Castrop-Rauxel. Beim Spiel des SuS Merklinde gab es indes zwei Platzverweise, in Ickern sogar vier.

von Andreas Brühl, Philip Wihler

Castrop-Rauxel

, 18.08.2019, 20:14 Uhr / Lesedauer: 3 min

Nach dem 5:1-Auftaktsieg am vergangenen Wochenende bei Firtinaspor Herne II haben die Fußballer von Arminia Ickern gegen den FC Marokko Herne (11.) ein 2:2 (1:0)-Remis geholt. Dabei war mächtig was los in der Ickerner Glückauf-Kampfbahn. Die Zuschauer sahen nicht nur vier Tore, sondern auch vier Gelb-Rote Karten: drei Platzverweise für die Gäste und einen für die Arminen. Etwas ärgerlich aus Ickerner Sicht: Die Elf von SCA-Trainer Stephan Böhm musste sich am Ende nur mit einem Punkt begnügen, obwohl sie durch die Treffer von Fabian Pöschl zum 1:0 (2.) und Amin El Ouanjli zum 2:1 (56.) zwei Mal in Führung gegangen war. Dennoch reichte das Ergebnis am Ende, um die Tabellenführung weiterhin zu halten.

Alan Alic erzielt das Tor des Tages für den FC Castrop-Rauxel

Punktgleich mit den Ickernern rangiert der FC Castrop-Rauxel auf dem dritten Platz. Die Mannschaft des FC-Trainerduos Patrick Stich und Yannick Grondin sicherte sich im Auswärtsspiel beim VfB Börnig einen knappen 1:0 (0:0)-Erfolg. Der Treffer des Tages gelang Castrops Alan Alic in der 67. Minute.

Auch der FC Frohlinde II (9.) hat die ersten Saisonpunkte eingefahren. Im Duell der Zweitvertretungen setzten sich die Frohlinder mit einem 4:3 (2:2)-Sieg beim SV Wanne 11 II (13.) durch. Das Spiel ging hin und her: Nach der 1:0-Führung (17.) der Wanner, münzten Frohlindes Niklas Köhler (31.) und Ilias Homann (41.) die Partie in eine eigene 2:1-Führung um. Doch Wannes Tim Thumerer (43.) und Justin Weisselberg (54.) drehten die Partie in der Folgezeit wieder zugunsten der Wanner, ehe Dennis Springweiler (56.) und erneut Homann (59.) doch noch zum 4:3-Sieg der Frohlinder trafen.


SuS Merklinde - RWT Herne 2:2 (0:0)

schaft fing die Vorbereitung auf den Spieltag für SuS Merklinde bereits an. Maik Cittrich musste wegen einer über Nacht aufgetretenen Magen-Darm-Erkrankung passen, somit dezimierte sich der Kader von Merklinde auf nur noch 12 einsatzfähige Spieler und wurde mit Kräften aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt. Für Trainer Marco Gruszka jedoch kein Grund zur Sorge: „Genau für solche Fälle haben wir einen so breit aufgestellten Kader, solange wir elf Leute auf dem Feld haben, ist alles in Ordnung.“

In den ersten 20 Minuten des Spiels gegen die hoch gehandelte Mannschaft von RWT Herne geriet sein Team dennoch arg in Bedrängnis. Beispielsweise in der siebten Minute, als zwei Merklinder am steil gespielten Ball vorbei grätschten und erst Torhüter Max Möhrs den Querpass abfangen konnte. Mitte ersten Halbzeit kamen die Gastgeber aber besser ins Spiel und hatten meist durch Dennis Kleinhubbert gute Gelegenheiten. Nichtsdestotrotz ging es ohne Tore in die Pause.

Positionsänderungen beim SuS Merklinde machen sich bezahlt

Mit Beginn der zweiten 45 Minuten stellte Gruszka sein Team um. Simon Decke übernahm die Linksverteidiger-Position, dafür rutschte Niklas von Borzestowski ins Mittelfeld. „Mir war unsere linke Seite zu anfällig und unstabil, daher der Positionswechsel“, so der SuS-Coach. Und diese Änderung machte sich auch schnell bezahlt. Eine Ecke von Linus Budde rutschte einem RWT-Abwehrspieler über den Fuß und von Borzestowski konnte unten links einschießen (62.).

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Ruhe brachte der Treffer jedoch nicht. Einen Freistoß aus 17 Metern, der wie fast alle Entscheidungen von heftigen und lautstarken Diskussionen begleitet wurde, konnte RWT-Kapitän Anil Yilmaz über die Mauer zirkeln (68.). SuS-Keeper Möhrs dazu: „Ich sehe den Ball spät und die Mauer soll bei Freistößen auch nicht hochspringen. Er war gut geschossen!“ Für den Herner Torschützen war das Spiel kurze Zeit später gelaufen. In einer der vielen hektischen Situationen ließ er sich zu einem „Halt die Fresse“ in Richtung Merklinder Bank hinreißen und sah dafür die Rote Karte.

Tobias Ott verpasst den Siegtreffer in der Nachspielzeit

Aber auch in Überzahl leistete sich SuS unnötige Foulspiele. Der nächste Freistoß rutschte durch alle Beine hindurch und fiel ins Tor zum 1:2 für die Gäste (77.). Nun war wieder Gruszka mit seinem Gespür für die richtigen Entscheidungen gefragt. Er brachte Dominik Bönnemann für Emil Durmis und Bönnemann war es auch, der mit seiner ersten Ballberührung nach Freistoß von Felix Zimmermann das 2:2 erzielte (85.). In den letzten Minuten inklusive der fünfminütigen Nachspielzeit gab es erneut Rot für Herne und noch die eine hundertprozentige Torchance für den SuS: Tobias Ott schoss freistehend dem Torwart den Ball in die Arme. Für Merklinde blieb somit trotz des 2:2 das Gefühl einer Niederlage.

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