Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

SG Castrop und Spvg Schwerin werden sich nach „Vorspiel“ im Endspiel wiedersehen

Juniorenfußball-Stadtmeisterschaften

Der Modus der Stadtmeisterschaft der A-Junioren-Fußballer war kurios: Um die Finalpaarung zu ermitteln, spielten drei Teams „Jeder gegen Jeden“. Was sagten die Betroffenen dazu?

von Andreas Brühl

Castrop

, 09.06.2019 / Lesedauer: 4 min
SG Castrop und Spvg Schwerin werden sich nach „Vorspiel“ im Endspiel wiedersehen

Die A-Junioren-Fußballer der Spvg Schwerin (blaue Trikots) überwanden am Samstag den FC Frohlinde mit einem 2:0-Sieg und sicherten sich mit den drei Punkten aus diesem Duell das Endspiel-Ticket bei der Stadtmeisterschaft. © Volker Engel

Der Modus der Stadtmeisterschaft der A-Junioren-Fußballer ist mehr als kurios: Um die Finalpaarung zu ermitteln, spielten die nur drei gemeldeten Teams „Jeder gegen Jeden“.

Von jenen Mannschaften , die zuletzt in der Kreisliga A kickten, meldeten sich der VfB Habinghorst und Eintracht Ickern nicht zum Titelkampf an. Arminia Ickern und der TuS Henrichenburg hatten sich in der abgelaufenen Saison vorzeitig vom Spielbetrieb abgemeldet.

SG Castrop und Spvg Schwerin werden sich nach „Vorspiel“ im Endspiel wiedersehen

Peter Siegmann, Turnierleiter von der SG Castrop. © Volker Engel

„Traurig, aber wahr“, sagte Peter Siegmann, der zusammen mit Jens Przybylak die Turnierleitung beim Stadtmeisterschafts-Gastgeber SG Castrop bildet. Der VfB und Eintracht hätten sich nicht zurückgemeldet, ob sie antreten wollten. Um dem Wunsch des Stadtsportverbandes nach einem A-Junioren-Finale am Samstag, 22. Juni, Rechnung zu tragen, entschied man sich für das Kurz-Turnier mit der Spvg Schwerin (Bezirksliga) sowie Titelverteidiger SG Castrop und dem FC Frohlinde (beide Kreisliga A). Die beiden Punkt-Besten bekamen die Endspiel-Tickets: Schwerin und Castrop.

Verkürzte Spielzeit

Die Spielzeit pro Partie wurde auf eine Halbzeit reduziert. Zum Auftakt spielte Frohlinde gegen Schwerin unter dem Einfluss heftiger Böen im Stadion an der Bahnhofstraße. Der FCF trat mit seiner künftigen A-Jugend und dem neuen Trainer Paul Neese an. Neese war quasi in Doppelfunktion vor Ort. Er betreute im Spiel zuvor die B-Junioren der Spvg Schwerin, mit denen er die vergangene Saison bestritt. In der neuen Saison übernimmt er die A-Junioren des FC Frohlinde.

Den Modus des A-Junioren-Turniers empfindet er als „unglücklich“. Er erklärt: „In einem Spiel von 45 Minuten kann ein schnelles Tor fallen. Die Mannschaft, die führt, stellt sich dann hinten rein. Ich hätte Schwerin als überkreisliche Mannschaft für das Finale gesetzt. Dann hätten wir gegen Castrop den Endspielgegner ausgespielt.“

SG Castrop und Spvg Schwerin werden sich nach „Vorspiel“ im Endspiel wiedersehen

Schwerins Trainer Zouhair Allali ist im Urlaub, wenn sein Team im Endspiel aufläuft. © Volker Engel

Bezirksligist Schwerin setzte die Frohlinder zumeist in ihrer Spielfeldhälfte fest. Die Spvg bot mehr Struktur im Spielaufbau an, kontrollierte das Spiel und versuchte mit Distanzschüssen zum Erfolg zu gelangen. Ab der zehnten Spielminute gab es Chancen im Minuten-Takt für die Blau-Gelben, bis Devin Helbert einen Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:0 im Tor unterbringen konnte. Alle weiteren Chancen machte FCF-Keeper Cedrik Brühmann zunichte. In der 40. Minute unterlief ausgerechnet ihm ein Missgeschick. Ein haltbarer Schuss von Demir Ömer glitt ihm zum 2:0-Endstand durch die Hände. Mit dem Spiel seiner Schweriner war der scheidende Trainer Zouhair Allali unzufrieden: „Wir haben nicht gut gespielt. Wichtig war nur der Sieg und der fast sichere Final-Einzug.“

Jetzt lesen

Zum zweiten Spiel des Tages machten sich die SG Castrop und erneut Schwerin bereit. SG-Trainer Tino Westphal gab vor dem Spiel augenzwinkernd mit Bezug auf den fragwürdigen Modus das Ziel aus: „Wir wollen das Endspiel erreichen.“ Das Spiel gegen die klassenhöheren Schweriner gestaltete seine Elf von Beginn an auf Augenhöhe.

SG Castrop und Spvg Schwerin werden sich nach „Vorspiel“ im Endspiel wiedersehen

SG-Trainer Tino Westphal. © Volker Engel

Nach Chancen auf beiden Seiten ging der Favorit mit 1:0 in Führung (16.). Kapitän Justin Strahler hatte Elias Brunner freigespielt, nachdem Joan Guerrero Mercedes in der SG-Abwehr den Ball vertändelt hatte. Doch das 1:1 fiel postwendend durch Jonas Paeschke (17.). In der 26. Minute gelang Maximilian Kleß nach einem Steilpass von Dennis Springweiler mit dem 2:1 das Spiel zugunsten der SG zu drehen. Kurz vor Ende erhöhte Springweiler selbst noch auf 3:1 (43.) nach Vorlage von Luce Schneider.

Privat-Duell mit Keeper

Im abschließenden Vorrundenspiel stand Luce Schneider auch Mittelpunkt. In der Partie gegen den FC Frohlinde entwickelte sich ein Privat-Duell zwischen ihm und FCF-Keeper Brühmann.

Frohlinde war direkt nach dem Anpfiff nach einem Konter durch Phil Schlageter mit 1:0 in Führung gegangen. „Meine Jungs haben den Gegner zu leicht genommen und nicht konzentriert genug begonnen“, so SG-Coach Westphal nach dem Spiel. Sämtliche Bemühungen für Treffer vereitelte Brühmann, ehe Jonas Paeschke (23.) nach Kombination mit Luce Schneider ausglich.

Am Samstag, 22. Juni, kommt es somit zum Endspiel zwischen Schwerin und Castrop. Wer die Schweriner dann betreuen wird, ist noch offen, da Coach Allali im Urlaub weilt. Aufseiten der SG hofft Tino Westphal darauf, sich mit dem Titelgewinn seine neue Aufgabe als Trainer der Bezirksliga-Senioren verabschieden zu können.

Lesen Sie jetzt