Sieben Hoffnungsträger aus Castrop-Rauxel reisen zur EM in den Niederlanden

rnKorfball

Mit sechs Spielern sowie dem Teammanager aus Castrop-Rauxel startet die deutsche Korfball-Nationalmannschaft jetzt bei der Europameisterschaft. Wir stellen die heimischen Akteure vor.

Castrop-Rauxel

, 11.10.2018, 18:10 Uhr / Lesedauer: 3 min

 In Drachten in den Niederlanden beginnt für die deutschen Korfballer am Samstag, 13. Oktober, die Europameisterschaft. Um 18 Uhr spielen sie in Gruppe B gegen das Team aus Portugal.

Nur einen Tag später folgt das Top-Duell gegen die favorisierten Belgier um 14.45 Uhr in Gorredijk. Am Montag, 15. Oktober, endet die Gruppenphase um 18.15 Uhr mit dem Duell mit Tschechien.

Die Europameisterschaft dauert zehn Tage und hat 50 Spiele im Programm. Die Gruppen A und B sind mit den stärksten Korfball-Nationen bestückt, wogegen in den Gruppen C und D eher die schwächeren Nationen gegeneinander spielen.

Auf dem Parkett werden im deutschen Trikot sechs Spieler aus Castrop-Rauxel auflaufen. Auf der Bank nimmt zudem der heimische Teammanager Jochen Schittkowski Platz.

Doch wer sind diese Spieler und der Manager? Was sind ihre Stärken? Das zeigen wir vor dem Start der Europameisterschaft in unserer Übersicht. Das Ziel zumindest ist klar: Die deutschen Korfballer wollen die Bronzemedaille nach Hause holen.


Anna Schulte

Sieben Hoffnungsträger aus Castrop-Rauxel reisen zur EM in den Niederlanden

Anna Schulte mit der (5) vom SKC. © Jochen Schittkowski

Die 26-Jährige spielt seit 21 Jahren Korfball. Da sie ursprünglich aus Werne stammt, begann Anna Schulte ihre Korfball-Karriere bis zur B-Jugend beim SV Stockum. Über die Korbjäger Lünen kam sie dann im A-Jugend-Alter zum Schweriner KC. Im Jahr 2015 wurde die 26-Jährige in das World-Team bei der Weltmeisterschaft gewählt. Ihr großes Plus sind ihre Erfahrung und ihr großer Kampfgeist sowie eine gute Treffsicherheit.


Karen Fuchs

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Karen Fuchs (2) vom SKC bei einem Testspiel gegen WB Kampen in Benekom (Niederlande). © Jochen Schittkowski

Mit ihren 28 Jahren ist Karen Fuchs die älteste Nationalspielerin aus Castrop-Rauxel im Kader. Vor allem mit ihrer Erfahrung aus 18 Jahren Korfball kann sie dem Team helfen. Bereits im Jugendbereich lief sie bei sämtlichen internationalen Turnieren auf und setzte das im Seniorenbereich fort. Die 28-Jährige spielte bislang für nur einen Klub: den Schweriner KC. Eine Stärke der Castrop-Rauxelerin ist ihre Übersicht auf dem Spielfeld.


Lea Sander

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Lea Sander (8) von Adler Rauxel. © Jochen Schittkowski

Seitdem sie sechs Jahre alt ist, spielt die heute 23-Jährige vom KV Adler Rauxel Korfball. Lea Sanders Verein hängt ihr sehr am Herzen, weshalb sie trotz ihres Umzugs nach Köln vor drei Jahren immer noch für den Sport nach Castrop-Rauxel pendelt. Mit der U 19 hat sie sogar schon einmal die Bronzemedaille errungen. Sie zeichnet eine gute Trefferquote aus. Lea Sander sagt über sich: „Ich hoffe, dass ich die bei der EM wieder zeigen kann.“


Maurice Grammel

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Maurice Grammel von Adler Rauxel. © Marco Spelten

Der Spruch „Einmal Adler, immer Adler“ würde gut zu ihm passen. Seit 18 Jahren läuft Maurice Grammel für den Regionalligisten KV Adler Rauxel auf. Der 24-Jährige gewann mit seinem Klub einmal die Meisterschaft sowie den Euro Shield und zweimal den DTB-Pokal. Ihn zeichnet sein Teamgeist aus. Maurice Grammel hat seine Stärken im Korfball in der Verteidigung und weist auf dem Feld zudem Allround-Fähigkeiten auf.


Ina Heinzel

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Ina Heinzel (7) vom SKC.

Seit ihrer Geburt ist Ina Heinzel Mitglied des Schweriner KC. Über die Kindergruppe und die Jugendmannschaften kam sie in das Seniorenteam und ist seit 2015 Nationalspielerin. Seit vergangenem Jahr läuft die 24-Jährige für die SG Pegasus aus Bergisch-Gladbach auf. In ihrer noch jungen Karriere hat sie bereits dreimal den deutschen Meistertitel feiern dürfen. Ina Heinzel hat vor dem Korb vor allem aus kurzer Distanz ihre Stärken.


Johanna Gnutt

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Johanna Gnutt (3), vom SKC. © Jochen Schittkowski

Die 22-Jährige ist trotz ihres jungen Alters die verletzungsgeplagteste Nationalspielerin aus Castrop-Rauxel. In ihren zwölf Jahren, die sie bereits den Korfballsport ausübt, fiel sie zwei Saisons lang verletzt aus. In der Spielzeit 2011/12 fehlte sie dem Schweriner KC aufgrund eines Kreuzband-, Innenband- und Meniskusrisses im linken Knie. In der Saison 2016/17 erwischte es sie am rechten Knie, auch hier war es ein Kreuzbandriss. Johanna Gnutt zeichnet auf dem Feld vor allem ihr großer Ehrgeiz und die Spielübersicht aus. Auch ist sie stark im Verwerten der zweiten Chance und zeigt viel Durchsetzungsvermögen. Ebenfalls wichtig für das Team: Die 22-Jährige verbreitet stets gute Laune.


Jochen Schittkowski

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Jochen Schittkowski begleitet die Mannschaft als Teammanager. © Foto Jens Lukas

Im Sport wird oft das Team hinter dem Team gelobt. Dort leistet bei der deutschen Korfball-Nationalmannschaft der 60-jährige Jochen Schittkowski im Hintergrund jede Menge Arbeit, damit die Spieler sich wohlfühlen. Seit fünf Jahren begleitet er als der „Korfball-Bierhoff“ die Nationalmannschaft als Teammanager und kümmert sich um die Organisation. Er vereinbart Testspiele, kümmert sich um die Unterkünfte und hat gemeinsam mit den Trainern auch die Zeitpläne für die Europameisterschaft auf die Beine gestellt. „Die Spieler müssen sich quasi um nichts kümmern. Alles ist organisiert, selbst, in welcher Teamkleidung sie an den Tagen herumlaufen“, so Jochen Schittkowski.

Livestream im Netz Die Spiele des Turniers werden live im Internet übertragen und zwar hier. Die Historie der Korfball-EM
  • Die Europameisterschaft wird seit 1998 ausgespielt.
  • Zunächst alle vier Jahre, wird das Turnier nun jedes zweite Jahr ausgetragen.
  • Die Niederlande hat bislang jedes Turnier gewonnen.
  • Deutschland wurde drei Mal Dritter (2002, 2006, 2010)
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