Sieberg fährt seine siebte Tour de France

Radsport

Der Castrop-Rauxeler Radprofi Marcel Sieberg geht am Samstag, 2. Juli, zum siebten Mal die Tour de France an. Diese endet nach 3519 Kilometern verteilt auf 21 Etappen am Sonntag, 24. Juli, auf der Avenue des Champs Élysées in Paris.

CASTROP-RAUXEL

, 01.07.2016, 18:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sieberg fährt seine siebte Tour de France

Marcel Sieberg, hier auf dem Rad bei der Teampräsentation für die Saison 2016 auf Palma de Mallorca (Spanien), geht ab Samstag, 2. Juli, die Tour de France mit seinem belgischen Rennstall Lotto-Soudal an.

198 Fahrer in 22 Mannschaften sind für das wichtigste Etappenrennen der Welt gemeldet. Marcel Sieberg trägt das Trikot des belgischen Rennstalls Lotto-Soudal und hat die Aufgabe, wie schon in den Jahren zuvor, seinen Sprintkapitän Andre Greipel vorne im Feld in Stellung zu bringen

Die erste Etappe führt den Tross am Samstag von Mont-Saint-Michel über 188 Kilometer zum sogenannten Utah Beach, wo am Ende des Zweiten Weltkriegs die Allierten Truppen gelandet waren. Diesen Streckenabschnitt haben sich Sieberg und sein Team am Mittwoch genau angeschaut. Er sagt: "Wir sind die abschließenden 80 Kilometer abgefahren. Auf den letzten Kilometern war es wichtig zu sehen, wann die engen Kurven kommen. Wahrscheinlich wird es ein schnelles und hektisches Rennen. Wir haben auch nach der Windrichtung Ausschau gehalten."

Keine konkreten Pläne

Noch keinen Plan geschmiedet haben Sieberg und Co., an welchem der Renntage sie einen Tagessieg anpeilen wollen. Der Rauxeler sagt: "Wir schauen von Tag zu Tag, wir machen uns da nicht verrückt. Es gibt stets Unwegbarkeiten, mit denen wir jetzt noch nicht rechnen können. Es gibt bei der Tour de France keine einzige leichte Etappe – selbst die Flach-Etappen sind schwierig."

Marcel Sieberg hofft, dass er seine Form der vergangenen Wochen kompensieren konnte. Hier konnte er zum Beispiel Kapitän Greipel zur Deutschen Meisterschaft in Erfurt führen. Sieberg sagt aber auch: "Leider habe ich seit Wochen ein paar Probleme mit den Bronchien. Ich hoffe, das legt sich bald."

Eher enttäuscht war der Castrop-Rauxeler von der offiziellen Team-Präsentation am Donnerstag. Er sagt: "Ich bin jetzt zum siebten Mal dabei. Diesmal war tote Hose. Trotz des Regens hätte ich mehr Zuschauer erwartet. Zumal interessante Weltkriegs-Berichte gezeigt wurden. Vergangenes Jahr in den Niederlanden in Utrecht war das um Klassen besser."

Auf die Anfahrer-Rolle ist Sieberg offenbar stolzer denn je. Denn er sagt: "Wer ein wenig vom Radsport versteht, weiß: Wenn Greipel gewinnt, ist das fast so, als würde ich gewinnen. André steht am Ende auch nicht da oben und alle anderen sind ihm egal. Er sieht zu, dass jeder gewürdigt wird."

Lesen Sie jetzt