Sieberg hängt sich an Boonens Hinterrad und wird Fünfter

Radsport: Münsterland Giro

Der aus Castrop-Rauxeler stammende Radprofi Marcel Sieberg vom belgischen Rennstall Lotto Soudal hat bei seinem abschließenden Saison-Rennen für Furore gesorgt. Bei der zehnten Auflage des Sparkassen Münsterland Giro wurde der 33-Jährige im Massensprint Fünfter.

CASTROP-RAUXEL

, 04.10.2015, 21:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sieberg hängt sich an Boonens Hinterrad und wird Fünfter

Mercel Sieberg jubelte nach dem Erfolg seines Kapitäns André Greipel auf der zweiten Etappe.

Auf den abschließenden Metern hatte sich der Wahl-Bocholter an das Hinterrad des späteren Siegers, Tom Boonen (Etixx-Quick Step), gehängt. Am Tag nach dem Rennen berichtete Marcel Sieberg davon, dass der Verlauf der Rundfahrt von Ibbenbüren in den Schlosspark Münster überraschend zu einem Sprinter-Rennen geworden war. Er sagte: "Eigentlich waren nur drei Sprint-Teams am Start. Wir dachten, dass das Feld im Teutoburger Wald auseinanderfliegen würde."

Der ursprüngliche Plan von Siebergs Team Lotto Soudal war gewesen, den 22-jährigen Belgier Boris Vallée nach vorne zu bringen. Marcel Sieberg sagt: "Wir haben ihn in Position gebracht. Meiner Meinung nach war er allerdings zu früh vorne; zu diesem Zeitpunkt war das Ziel noch weit weg." Vallée wurde abschließend Sechster.

Sieberg geht davon aus, dass er durchaus auch das Rennen unter den ersten Drei hätte beenden können. "Dazu hätte ich allerdings ein wenig Unterstützung von meinem Team gebrauchen können", betonte er. Letztlich landeten aber Tom Boonen, Roy Jans (Wanty - Groupe Gobert), Niklas Arndt (Team Giant-Alpecin) und André Looij (Roompot Oranje Peloton) vor ihm.

Kehraus ohne Greipel

Beim Saisonkehraus im Münsterland war Marcel Sieberg ohne seine Sprint-Kapitän André Greipel unterwegs gewesen. Dieser hatte in den vergangenen zehn Monaten durch Siebergs Unterstützung zwei Gesamtsiege sowie zwölf Etappensiege (vier bei der Tour de France) gefeiert. Marcel Sieberg stand beim Bochumer Sparkassen Giro ganz oben auf dem Siegerpodest.

Jetzt ist nicht nur Zeit zum Ausspannen. Sieberg berichtet: "Jetzt habe ich vier Wochen frei. Davor steht allerdings eine Nasen-Operation an, da ich derzeit sehr schlecht Luft bekomme. Danach werden wir für ein paar Tage in den Süden fliegen."

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