Siegerehrung und Scheck fallen flach beim Kreispokal-Finale zwischen Wacker und Frohlinde

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In den vergangenen Jahren gab es stets nach dem Kreispokal-Finale eine festliche Pokal-Übergabe, Medaillen und Geld-Prämien auf die Hand. Daraus wird 2020 nichts – wegen der Corona-Pandemie.

Obercastrop

, 25.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jahrelang hat Reinhold Spohn nach Abpfiff der Pokal-Endspiele des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel allen Spielern Medaillen um den Hals gehängt, beiden Kapitänen Umschläge mit Geld-Prämien gegeben sowie festlich den Siegerpokal überreicht. Der Herner, der Kreisvorsitzender und Pokal-Spielleiter ist, hat also stets darauf geachtet, dass die Siegerehrung in einem würdigen Rahmen abläuft. Diesmal sind ihm die Hände gebunden.

Beliebte Fahrt ins Sauerland fällt aus

Zwei Tage vor dem Finale, das am Donnerstag, 27. August, um 19.30 Uhr in der Erin-Kampfbahn angepfiffen wird, sagte Reinhold Spohn: „Wegen der Corona-Pandemie werde ich dem Kapitän der Sieger den Pokal schnell geben. Mehr ist aber wirklich nicht drin. Ich hänge keinem Spieler eine Medaille um. Wir gehen kein Gesundheitsrisiko ein.“

Im Mai 2014 feierten die Fußballer des FC Frohlinde mit ihrem Kapitän Dirk Vierhaus und den Fans dicht gedrängt ihren Sieg im Kreispokal-Endspiel gegen den SV Wacker Obercastrop.

Im Mai 2014 feierten die Fußballer des FC Frohlinde mit ihrem Kapitän Dirk Vierhaus und den Fans dicht gedrängt ihren Sieg im Kreispokal-Endspiel gegen den SV Wacker Obercastrop. Solche Szenen soll es 2020 nicht geben. © Jens Lukas (Archiv)

Die Plaketten werden wohl den Vereinsvertretern bei der Auslosung des neuen Kreispokal-Turniers mitgegeben, so Spohn: „Und selbst diese Auslosung wird in Zeiten von Corona nur in abgespeckter Form stattfinden.“ Auch die bei den Final-Teams beliebte Fahrt zur Krombacher Brauerei ins Sauerland werde ausfallen müssen, betont Reinhold Spohn. Dafür gibt es aber wie all die Jahre zuvor Geschenke von der Brauerei in Fässern: 200 Liter Bier für den neuen Pokal-Sieger, 100 Liter für den unterlegenen Finalisten sowie jeweils 50 Liter für die Teams, für die im Halbfinale das Aus kam.

Kreiskassierer Jürgen Gmerek (Castrop-Rauxel) nimmt den Finalisten die Befürchtung, dass keine Prämie in die Mannschaftskassen fließen wird. Er sagt: „In der Vergangenheit haben wir Verrechnungsschecks vor Ort übergeben. Diesmal wird es so sein, dass wir das Geld überweisen werden.“ Dabei handelt es sich um ansehnliche Summen: Nach einer Erhöhung der Sätze im Jahr 2018 bekommt der neue Kreispokal-Sieger 300 Euro sowie der unterlegene Verein sogar noch 200 Euro. Den beiden Halbfinal-Verliererm DSC Wanne (Westfalenliga) und SV Wanne 11 (Landesliga) werden immerhin noch jeweils 100 Euro überwiesen.

Fußballkreis verzichtet auf seinen Anteil

200 der insgesamt 300 möglichen Eintrittskarten haben der SV Wacker und der FC Frohlinde zu gleichen Teilen ihren Fans im Vorverkauf angeboten. Zu je 8 Euro für Männer sowie 4 Euro für Damen. Der Rest wird an der Abendkasse verfügbar sein, die die Fans allerdings frühzeitig ansteuern sollten. Zumal sie sich mit eigenem Stift in die Anwesenheitslisten eintragen müssen und mit Wartezeiten rechnen sollten.

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Den Erlös aus dem Eintrittskarten-Verkauf können sich der SV Wacker und Frohlinde nach Abzug von 16 Prozent Mehrwertsteuer und der Schiedsrichterkosten teilen, erklärt Jürgen Gmerek: „Wir vom Fußballkreis verzichten diesmal auf den Anteil von 10 Prozent, der uns als Veranstalter des Wettbewerbs zusteht. Quasi als Geschenk an die Vereine, die ja durch die Corona-Krise gebeutelt sind.“ Der Kreiskassierer empfindet die Deckelung auf 300 Zuschauer durch die Corona-Schutzbestimmung als schade und erklärt: „Ich glaube, dass dieses Endspiel wie schon vor sechs Jahren bestimmt wieder 800 Zuschauer angezogen hätte. Zudem sind in der Zahl 300 auch bereits die Mannschaftsbetreuer und weitere Personen rund um das Spiel enthalten.“

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Für die Anekdoten am Castrop-Rauxeler Sportwochenende sorgten Stefan Hoffmann (FC Frohlinde), Helmut Schulz, Maurice Grammel (Adler Rauxel), Klaus Overwien sowie die Schweriner Dennis Hasecke und Peter Wach. Von Hans-Jürgen Weiß, Jens Lukas

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