SK Ickern gelingt zweiter Aufstieg in Folge

Jugend-Team der Woche

Kein gewöhnliches Jugend-Team der Woche sind die Schachspieler des SK Ickern 3. Die Mannschaft besteht größtenteils aus Jugendlichen, tritt aber im Senioren-Spielbetrieb in der 1. Kreisklasse an. Dort ist der Schach-Nachwuchs in der gerade zu Ende gegangenen Saison sehr erfolgreich gewesen und hat als Zweiter den Aufstieg geschafft.

CASTROP-RAUXEL

27.04.2017, 11:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
SK Ickern gelingt zweiter Aufstieg in Folge

Daniel Fischer, Nick Kröning (vorne v.l.), Fabian Galla (hinten 2.v.l.), Tim Meißner (hinten Mitte) und David Fischer (hinten 2. v. r.) sind als Nachwuchs-Spieler der Kern der dritten Mannschaft des Schachklubs Ickern. Im Liga-Spielbetrieb der 1. Kreisklasse haben Fabian Kaese (hinten links) und Bärbel Schweiger den Kader komplettiert.

Durch den 3,5:0,5-Erfolg am letzten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten Rochade Disteln 3 geht es für die dritte Ickerner Schach-Mannschaft eine weitere Liga nach oben. Das gelang auch schon im Vorjahr, als der SK-Nachwuchs von der 2. in die 1. Kreisklasse aufstieg. ,,Wenn es drei Aufstiegsaspiranten und man die beiden anderen besiegt, dann hat man sich den Aufstieg auch verdient“, findet Spieler Fabian Kaese.

Im kommenden Jahr will der SK 3 in der 2. Kreisliga wieder oben mitspielen. „Die Jugendlichen haben sich den erneuten Aufstieg als Ziel gesetzt“, sagt Bärbel Schweiger, die als ältere Spielerin ebenfalls in der Mannschaft vertreten ist. „Natürlich ist alles drin, aber es wäre schon eine gute Sache, wenn sie die Klasse halten würden.“

Die Ehefrau des 1. Vorsitzenden des SK Ickern, Udo Schweiger, hatte sich zuletzt etwas zurückgezogen und ist nun Ersatzspielerin. „Das fing damit an, dass die Jugendlichen ja immer einen Fahrer gebraucht haben. Fabian Kaese und ich haben das dann übernommen“, erinnert sie sich. Für die kommende Saison, wenn mit sechs Leuten eine Partie absolviert wird, will Bärbel Schweiger noch den einen oder anderen Routinier aktivieren, der zur Not mit einspringen könnte.

Theoretisch möglich wäre es zudem noch, stärkere Spieler aus den höher spielenden Mannschaften des Clubs nach unten zu ziehen. Die Ickerner haben sich allerdings bewusst dagegen entschieden. „Vorwiegend sollen die Jugendlichen zum Einsatz kommen“, merkt Bärbel Schweiger an.

Die Nachwuchsspieler heißen Daniel Fischer, Fabian Galla, David Fischer, Nick Kröning und Tim Meißner. Sie alle sind zwischen 15 und 18 Jahre alt und besuchen das Ernst-Barlach-Gymnasium sowie das Berufskolleg Castrop-Rauxel.

Tim Meißner ist mit 7,5 von acht möglichen Zählern sogar der beste Scorer der Liga gewesen. Das Quintett tritt bereits seit der Grundschule für den SK Ickern an. „Die erfolgreiche Jugendarbeit verdanken wir unseren Mitgliedern, die sich die Zeit nehmen in die Schulen zu gehen und den Kindern den Spaß am Schachspielen näherzubringen“, erklärt Udo Schweiger.

Genau das macht offenbar auch die Club-Arbeit aus. Während es in anderen Sportarten gang und gäbe ist, dass Kinder und Jugendliche von sich aus zunächst ihren Sport wählen und dann auf die Vereine zukommen, läuft es im Schach genau andersherum. Der Ickerner Schachklub kooperiert aktiv mit den Schulen – genauer gesagt mit den Grundschulen Am Busch, Alter Garten sowie mit dem Ernst-Barlach-Gymnasium.

Der Schach-Unterricht gehört zum offenen Ganztagsangebot. Vereinsmitglieder geben also dort am Nachmittag Übungsstunden. „Das Einstiegsalter beginnt mit der Grundschule, und nach oben sind keine Grenzen gesagt“, weiß Bärbel Schweiger.

Das offizielle Vereinstraining findet dann am Freitagabend statt. Seit den Osterferien ist noch ein weiterer Termin hinzugekommen. Jeden Donnerstag ab 17 Uhr wird im Jugendzentrum Trafo in Ickern Schach gespielt – mit Udo Schweiger und den Nachwuchs-Akteuren, die den Chef unterstützen. Eventuell wird dort ja das nächste Talent für die ambitionierte dritte Mannschaft des SK Ickern gefunden.

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