SKC-Trainer Dülfer: "Ein Video direkt vor dem Spiel"

Korfball: Europa Shield

Für die Korfballer des Regionalliga-Vizemeisters Schweriner KC beginnt das Europa Shield-Turnier in Castrop-Rauxel am Freitag, 22. Januar, um 20.45 Uhr gegen den CCC e Desporto (Portugal). Im Interview spricht SKC-Trainer Rüdiger Dülfer über die Vorbereitung sowie das Ziel seines Teams.

CASTROP-RAUXEL

, 19.01.2016 / Lesedauer: 3 min
SKC-Trainer Dülfer: "Ein Video direkt vor dem Spiel"

Beim Europa Shield Turnier 2012 in Castrop-Rauxel hatte Rüdiger Dülfer (2.v.r.) noch als Co-Trainer des niederländischen Coaches Martin Kamphuis (rechts) fungiert. Jetzt ist der Haupt-Trainer auf der Bank des Schweriner KC.

Herr Dülfer, was unternehmen Sie in der laufenden Woche mit Ihrem Team, um am Freitag gerüstet zu sein? Wir haben am Montag ein Testspiel gegen unseren Liga-Rivalen Adler Rauxel gespielt und mit 20:18 gewonnen. Am Mittwoch haben wir noch eine abschließende Trainingseinheit. Und dann geht es los.

Welche Schlüsse konnten Sie aus dem Testspiel ziehen? Ich denke, wir sind so gut in Form, dass wir um den Turniersieg mitspielen können. Gegen Rauxel hat mir gut gefallen, dass die Korberfolge auf alle recht gleichmäßig verteilt waren. Ich habe mir aber auch zwei Sachen notiert, die ich am Mittwoch ansprechen und wieder ins Gedächtnis rufen will.

In dieser Saison wurde die internationale Einwechselregel - mit unbegrenzten Auswechselungen - auch in der Liga eingeführt. Hilft Ihnen diese als Trainer? Worin liegen die Vor- und Nachteile? Ein Vorteil ist, dass ich während des Spiels recht schnell taktisch reagieren kann und etwa mit zwei Wechseln jemanden von dem einen in das andere Feld beordern kann. Schade ist, dass wir uns mit dem unbegrenzten Wechsel weiter Sportarten wie dem Basketball annähern. Besser wäre meiner Meinung nach, wenn wir unsere Korfball-Alleinstellungsmerkmale nicht verlieren würden.

Steht Ihre Startformation für das Auftaktspiel bereits fest? Die lege ich am Spieltag fest. Die Leistungsdichte in unserem Kader ist recht hoch. Das merkt man vor allem bei den Frauen, wo ich zwar nur vier zunächst aufstellen kann, die fünfte aber stets hineinrotiert.

Woher konnten und können Sie sich Informationen über Ihre Gegner holen? Über unsere Videomitschnitte von Spielen. Gegen Canarxide haben wir beim vergangenen Turnier das Spiel um Platz drei bestritten. Wahrscheinlich kommen die Portugiesen wieder mit dieser Mannschaft. Da sind große Männer und kleine Frauen, deren Schwächen wir ausnutzen wollen. Von den weiteren Gegnern drehen wir ab Freitag Video-Filme, die ich meiner Mannschaft direkt vor den Spielen vorspiele. Das hat sich bewährt.

Wer sind Ihrer Meinung nach die Turnierfavoriten? Da sind die Engländer als Titelverteidiger und auch wir zunächst zu nennen. Die kampfstarken Portugiesen können auch eine Rolle spielen. Die Katalanen habe ich nicht auf der Rechnung. Der TuS Schildgen als zweite deutsche Mannschaft hat das Pech, dass wohl zwei wichtige Frauen fehlen werden - und die Rheinländer somit nicht die volle Leistungsstärke zeigen können.

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